07. April 2022 / 10:47 Uhr

Unterschiedliche Vorzeichen für die SG Rodenberg und den SC Deckbergen-Schaumburg

Unterschiedliche Vorzeichen für die SG Rodenberg und den SC Deckbergen-Schaumburg

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Nele Korte (links) und die SG Rodenberg wollen in die Oberliga stürmen. © Daniel Kultau
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In der Landesliga geht es für die Fußballerinnen der SG Rodenberg und des SC Deckbergen-Schaumburg in die heiße Phase. Die Vorzeichen sind dafür völlig unterschiedlich.

Nachdem die Herren bereits in die Auf- und Abstiegsrunden gestartet sind, sind nun auch die Fußballerinnen an der Reihe. In der Landesliga betrifft das die SG Rodenberg und den SC Deckbergen-Schaumburg. Während es für die SGR um den Aufstieg geht, kämpft der SC um den Klassenerhalt.

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Hammerhart

Der Deckberger Trainer Dirk Bredemeier findet dafür klare Worte: „Das wird hammerhart.“ In der Achterstaffel, in der auch die Deckbergerinnen antreten, steigen am Ende der Saison drei Teams ab. Insgesamt gibt es für jede Mannschaft sieben Partien, drei davon tragen die Schaumburgerinnen auf dem eigenen Platz aus. In der Hinrunde holte nur der 1. FFC Frankfurt weniger Punkte (1), als der SC (6). Doch Bredemeier sieht seine Mannschaft nicht chancenlos. „Wichtig ist, dass wir gut starten.“ Der VfL Eintracht Hannover sei von den Mannschaften diejenige, die sich etwas absetzen würde, danach könnte seine Mannschaft gegen alle anderen Konkurrentinnen punkten.

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Der Deckberger Coach hadert zudem etwas mit dem „unglücklichen Verlauf“, der vergangenen Monate. Nach der Winterpause absolvierte seine Mannschaft zwei Partien und hat nun erneut fünf Wochen Pause, ehe es am 1. Mai dann in die Abstiegsrunde geht. Mit Corona und den Osterferien, durch die einige junge Spielerinnen fehlen würden, bliebe kaum Zeit, um Testspiele zu absolvieren. Immerhin: Am 24. April soll es ein Duell gegen den HSC BW Tündern geben.

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Kollektiv gefordert

Ein Nackenschlag dürfte das letzte Hinrundenspiel gegen den FC Wacker Neustadt gewesen sein. Durch die 0:1-Niederlage rutschten die Deckbergerinnen hinter die Neustädterinnen und beendeten die Hinrunde auf dem letzten Platz. „Da müssen wir uns auf jeden Fall steigern“, weiß auch Bredemeier, der für die Abstiegsrunde das Kollektiv und die mannschaftliche Geschlossenheit beschwört. „Das hat uns immer stark gemacht.“ Außerdem möchte er enger mit der zweiten Mannschaft zusammenrücken.

Keine Favoritenrolle

Direkt zum Auftakt muss der SC am 1. Mai zu Hause gegen den SV Sebbenhausen-Balge ran. Während die Schaumburgerinnen das Hinspiel mit 4:2 gewannen, ging das Rückspiel mit 3:0 nach Sebbenhausen.
Entspannter ist die Situation bei der SG Rodenberg. Die Mannschaft von Trainer Jörg Wehrhahn gewann alle zehn Hinrundenpartien und geht mit einer perfekten Bilanz in die Aufstiegsrunde. Vier Teams messen sich in Hin- und Rückspielen miteinander. Von einer Favoritenrolle möchte Wehrhahn jedoch nichts wissen. „Lehrte ist der Favorit“, erklärt er. Der SV 06 verstärkte sich vor der Saison gut, griff dafür aber auch tief ins Portemonnaie. „Ich hoffe, dass dies vielleicht etwas Unruhe beim Gegner bringt.“

Von der Zielsetzung in die Oberliga aufzusteigen ist die SGR aber nicht abgekommen. Das Team wirkte in der abgelaufenen Hinrunde teilweise schon unterfordert, war stellenweise zu dominant, was den Rodenbergerinnen zuletzt auf die Füße gefallen ist. Die Spiele gegen den SV Sebbenhausen-Balge und den FC Wacker Neustadt gewannen die Schaumburgerinnen kampflos, da die Gegnerinnen nicht antraten. Ob es an Corona lag, oder an der Aussicht einer hohen Niederlage aus dem Weg zu gehen, kann nicht bewiesen werden. „Fest steht nur, dass uns die Spielpraxis fehlt. Und die brauchen wir“, so Wehrhahn. Am 12. März bestritt sein Team das letzte Pflichtspiel.

Die Bilder zum Finale des Schaumburger Sparkassen-Cups zwischen der SG Rodenberg und der SG Lindhorst/Beckedorf/Sachsenhagen.

Die Bilder zum Finale des Schaumburger Sparkassen-Cups zwischen der SG Rodenberg und der SG Lindhorst/Beckedorf/Sachsenhagen. Zur Galerie
Die Bilder zum Finale des Schaumburger Sparkassen-Cups zwischen der SG Rodenberg und der SG Lindhorst/Beckedorf/Sachsenhagen. © Daniel Kultau

Die SGR könnte nun wieder etwas in den Rhythmus kommen, zwei Freundschaftsspiele sind in den nächsten beiden Wochen angesetzt. Am 24. April steht zudem das Bezirkspokal-Halbfinale gegen eben jenen SV 06 Lehrte auf dem Plan. „Das wird für uns auf jeden Fall ein Gradmesser“, ist sich der Coach sicher. Eine Woche später beginnt für sein Team dann die Saison mit einem Auswärtsspiel beim SV Germania Helstorf. Beide bisherigen Saisonspiele gewannen die Rodenbergerinnen (2:1, 5:2), bei denen Marie Otto studienbedingt eine Zeit lang ausfallen wird. Die Langzeitverletzten kehren dafür in den Kader zurück.

Spielplan SC Deckbergen-Schaumburg: SV Sebbenhausen-Balge (H), 1. FFC Wunstorf (A), SC Hemmingen-Westerfeld (H), FC Wacker Neustadt (A), VfL Eintracht Hannover (A), TSV Limmer II (H), SG Schamerloh (A).
Spielplan SG Rodenberg: SV Germania Helstorf (A), BW Tündern (A), SV 06 Lehrte (H), SV Germania Helstorf (H), BW Tündern (H), SV 06 Lehrte (A).