29. Juli 2022 / 13:37 Uhr

Laut Untersuchungsbericht: Menschenrechtsverletzungen in FIFA-Partnerhotels vor WM in Katar

Laut Untersuchungsbericht: Menschenrechtsverletzungen in FIFA-Partnerhotels vor WM in Katar

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Einige der WM-Partnerhotels der FIFA stehen wegen des Verdachts auf Menschenrechtsverletzungen in der Kritik.
Einige der WM-Partnerhotels der FIFA stehen wegen des Verdachts auf Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. © IMAGO/MIS, ULMER Pressebildagentur, Sven Simon (Montage)
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Etwa drei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft 2022 in Katar stehen über die Hälfte der Partner-Hotels der FIFA im Verdacht, gegen Menschenrechte verstoßen zu haben. Das ergab ein Untersuchungsbericht. Die FIFA hat nun angekündigt, den Bericht genau bewerten zu wollen.

In einem Untersuchungsbericht über Bedingungen für Arbeitsmigranten aus Afrika und Asien in Hotels im WM-Gastgeberland Katar werden gravierende Verstöße angeprangert. Laut dem Internationalen Forum für Arbeitnehmerrechte GLJ-ILRF und der Menschen- und Arbeitsrechtsorganisation Equidem wurden in Befragungen von Arbeitern "erhebliche Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen“ dokumentiert. Der Untersuchungszeitraum lag zwischen Februar 2020 bis Juli dieses Jahres. Betroffen sind nach Angaben von GLJ-ILRF und Equidam 13 von 17 Partner-Hotels des Fußball-Weltverbandes FIFA.

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Die FIFA teilte auf Anfrage mit, dass sie den Bericht genau bewerten werde. "Die FIFA akzeptiert keinerlei Missbrauch von Arbeitern durch Firmen, die in die Vorbereitung und Durchführung der WM involviert sind.“ Hotels würden grundsätzlich die Verträge gekündigt, sollten sie bestimmte Mängel nicht abstellen.

Die WM findet vom 21. November bis 18. Dezember dieses Jahres in Katar statt. Der Gastgeber steht seit der Vergabe Ende 2010 wegen der Menschenrechtslage und der Bedingungen für ausländische Arbeiter in der Kritik. Die Regierung des Emirats verweist immer wieder auf zahlreiche Reformen - insbesondere bei den Arbeitnehmerrechten.

In dem Bericht von GLJ-ILRF und Equidam schildern Arbeitnehmer aus Afrika und Asien Fälle von Ausbeutung, Diskriminierung, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken sowie von sexualisierter Gewalt. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sei hoch. Grundrechte würden verweigert, heißt es in dem Bericht. Wer diese einfordere, müsse mit seiner Abschiebung rechnen.

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