03. Mai 2019 / 18:28 Uhr

Unverhältnismäßige Schiedsrichterkosten verärgern die SG Zühlsdorf

Unverhältnismäßige Schiedsrichterkosten verärgern die SG Zühlsdorf

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Schiedsrichter Symbolbild
Schiedsrichter Symbolbild © imago/ Claus Bergmann
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Vorstandsmitglied Mario Böhme ärgert sich über vermehrte Austauschschiedsrichter aus anderen Kreisen und die dadurch erhöhten Kosten. Rechnungslegung von Berliner Schiedsrichter nicht korrekt.

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Bei der SG Zühlsdorf ist man sauer. „Ich habe ja für alles Verständnis, aber wenn es jetzt schon soweit ist, dass ich nach einem Derby wie zuletzt bei unserer ersten Männermannschaft gegen den SV Mühlenbeck weniger in der Kasse habe als vorher, kann was nicht stimmen“, äußert sich Vorstandsmitglied Mario Böhme verärgert. Grund der Zühlsdorfer Misstöne sind zu hohe Schiedsrichterkosten, die für Böhme und seine Mitstreiter nicht mehr verhältnismäßig sind.

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Vor allem der Einsatz von Schiedsrichtern aus anderen Fußballkreisen sorgt für Unverständnis in Zühlsdorf. „Grundsätzlich habe ich nichts gegen Austauschschiedsrichter und rein sportlich muss ich sagen, sind sie auch sehr gut. Aber wir hatten vor zwei Wochen ein Gespann aus dem Havelland bei uns und am vergangenen Wochenende ein Gespann aus Berlin. Das sprengt die Kosten“, so Böhme.

Für ihn sollte es dabei dringend Veränderungen geben oder eine Unterstützung seitens des Fußballkreises. „Es kann nicht sein, dass wir an einem Spieltag vier Schiedsrichter für zwei Spiele bezahlen müssen und dann auf eine Summe von über 250 Euro kommen. Da hört der Spaß bei mir auf. Wenn Austauschschiedsrichter seitens des Fußballkreises häufiger gewünscht sind, dann sollen sie aber bitte auch die Hälfte der Kosten mitübernehmen.“

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Für Böhme geht es auch darum, kleinere Vereine zu schützen. „Wir versuchen, unseren Zuschauern mit Speis und Trank einen schönen Nachmittag zu bieten. Aber wenn dann wegen der Schiedsrichterkosten nicht mal in einem Derby, wo bekanntlich mehr Zuschauer kommen als sonst, etwas für die Vereinskasse übrig bleibt, ist das für kleine Vereine nicht tragbar“, so das Vorstandsmitglied. Zumal man im Zühlsdorfer Lager nicht nachvollziehen kann, warum unter den Schiedsrichtern keine Fahrgemeinschaften gebildet werden oder man einen Referee aus dem Trio das Vorspiel pfeifen lässt.

Beim Fußballkreis kann man den Ärger verstehen und verspricht Hilfe, wie Fußballchef Michael Reichert erklärt: „Das ist nicht ganz korrekt gelaufen. Mit dem Berliner Fußballverband ist abgesprochen, wenn möglich mit einem Auto zu fahren und nicht alle drei einzeln. Und abgerechnet wird ab der Landesgrenze. Hier müssen wir dem nachgehen. So kann ich den Ärger seitens der Zühlsdorfer voll und ganz nachvollziehen. Wir pflegen den Austausch der Schiedsrichter, aber alles muss im Rahmen bleiben.“ Um nun diesen Fall mit den Berlinern Schiedsrichtern genauer prüfen zu können, rät Reichert der SG Zühlsdorf eine offizielle Beschwerde einzulegen.