05. April 2021 / 20:29 Uhr

Unverhoffter Aufstieg in die Verbandsklasse: Meinersens Tennis-Herren dürfen jubeln

Unverhoffter Aufstieg in die Verbandsklasse: Meinersens Tennis-Herren dürfen jubeln

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Premiere: Die Tennis-Herren der SV Meinersen, (v. l.) Tim Borgfeld, Marvin Hermes, Nick Borgfeld, Lukas Ziebart und Leonard Dannenbring, treten erstmals in der Verbandsklasse an.
Premiere: Die Tennis-Herren der SV Meinersen, (v. l.) Tim Borgfeld, Marvin Hermes, Nick Borgfeld, Lukas Ziebart und Leonard Dannenbring, treten erstmals in der Verbandsklasse an. © Privat
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Die Tennis-Herren der SV Meinersen sicherten sich in ihrer verkleinerten Bezirksliga-Staffel in der vergangenen Sommer-Saison den Titel. Dass das Team in diesem Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte in der Verbandsklasse antreten darf, war zu dem Zeitpunkt noch niemandem klar.

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Die vergangene Sommer-Saison im Tennis war für die meisten Mannschaften in Niedersachsen und Bremen eine ohne Wert. Absteiger gab es nicht und auch Aufstiege waren nicht eingeplant. Dennoch wurden am Saisonende die Tabellenersten abgefragt, ob diese sich einen Aufstieg in die höhere Spielklasse vorstellen können - unter der Voraussetzung, dass dort noch Plätze aufgefüllt werden müssen und die geografischen Gesichtspunkte passen. Und hier kommt die SV Meinersen ins Spiel.

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Die Herren-Mannschaft spielte in der Bezirksliga lediglich gegen den TSV Denstorf und den TV Gut-Heil Barum, da der TC Grün-Weiß Gifhorn, der TV Salzgitter-Gebhardshagen II und Eintracht Braunschweig ihre Teams zurückgezogen hatten. Somit wurde eine ungewöhnliche Saison mit Hin- und Rückspiel zwischen den drei verbleibenden Teams ausgetragen, in der sich die Meinerser an die Spitze setzten.

Premiere für Meinersen

Dass Meinersen in der kommenden Saison in der Verbandsklasse antreten wird, wusste zum Zeitpunkt der Meisterschaft aber noch niemand. Erst, als die Staffel-Einteilung vom Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) vorgenommen wurde, war klar, dass die SV erstmals in der Vereinsgeschichte auf Verbands-Ebene Tennis spielen wird. "Die Mannschaft und auch wir alle aus der Tennis-Sparte waren sehr erfreut darüber, dass es doch noch geklappt hat", sagt Spartenleiter Michael Kruck. "Vor allem, weil es ja eigentlich keine Aufsteiger geben sollte. Die Sparte besteht seit 1978, und wir hatten es noch nie, dass ein Team so hoch spielt.“

In den Duellen mit Barum (6:0, 4:2) gingen Leonard Dannenbring, Lukas Ziebart, Marvin Hermes, Daniel Lange, Bennet Tiede, Tim Borgfeld und Nick Borgfeld zweimal als Sieger vom Platz. Einzig am vorletzten Spieltag gegen Denstorf gab es ein 3:3, zum Saison-Abschluss konnte die SVM aber auch beim TSV mit 4:2 gewinnen und sich den Bezirksliga-Titel sichern.

Vier Titel in fünf Jahren

2016 spielten die Meinerser noch in der damals untersten Liga, der 1. Regionsklasse. Fünf Jahre später gehen die Tennis-Herren nach vier Titeln in der Verbandsklasse an den Start. „Es ist toll, mitanzusehen, was Trainingseifer, Disziplin und Wille möglich machen“, sagt Kruck. Mit der nahezu identischen Mannschaft war erst 2016 der langersehnte Aufstieg in die Regionsliga gelungen, es folgten zwei weitere Titel und ein Startrecht in der Bezirksliga für den Sommer 2019. Erst zu jener Saison wurde die Mannschaft punktuell verstärkt und belegte den dritten Rang.

Und nicht nur mit der Herren-Mannschaft die SVM erfolgreich: 2019 sicherten sich die U8-Mädchen der Meinerser die Niedersachsen-Meisterschaft. Insgesamt sei der Verein trotz der Corona-Pandemie gut aufgestellt, wie Kruck betont. „Die Mitglieder stehen zur Sparte und wertschätzen die Arbeit, die auf allen Ebenen geleistet wird."