13. Juli 2020 / 10:35 Uhr

Urteil gefallen: CAS hebt Europacup-Sperre von Manchester City auf - Geldstrafe reduziert

Urteil gefallen: CAS hebt Europacup-Sperre von Manchester City auf - Geldstrafe reduziert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Europapokal-Sperre von Manchester City wurde vom CAS aufgehoben. City-Trainer Pep Guardiola kann für die kommende Champions-League-Saison planen.
Die Europapokal-Sperre von Manchester City wurde vom CAS aufgehoben. City-Trainer Pep Guardiola kann für die kommende Champions-League-Saison planen. © imago images/Montage
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Manchester City und Pep Guardiola im Glück: Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den zweijährigen Ausschluss des entthronten englischen Meisters aus dem Europacup aufgehoben, der im Februar von der UEFA wegen angeblicher Verstöße gegen die Finanzregeln beschlossen worden war.

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Eine Champions League ohne Manchester City - wird es auch im kommenden Jahr nicht geben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat am Montag die UEFA-Strafe gegen ManCity aufgehoben und dem Einspruch des Premier-League-Klubs stattgegeben. Der Meister der Jahre 2018 und 2019 ist damit, anders als im Februar von der UEFA als erste Instanz verkündet, nicht wegen "schwerwiegender Verstöße" gegen das Financial Fair Play für zwei Jahre für alle europäischen Wettbewerbe gesperrt worden. Trainer Pep Guardiola kann somit auch im nächsten Jahr für die Königsklasse planen. Eine fällige Strafzahlungen wurde von 30 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro reduziert, weil man nicht mit den offiziellen UEFA-Stellen kooperiert habe.

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Der jüngst entthronte englische Meister wäre der erste europäische Topverein gewesen, der wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play wirklich hart sanktioniert wird. Der Klub von Nationalspieler Ilkay Gündogan wies die Anschuldigungen der UEFA von Beginn an zurück und hatte nun beim CAS Erfolg. In einer ersten Stellungnahme begrüßten die Citizens die CAS-Entscheidung und bedankten sich bei den Richtern für deren Sorgfalt.

Guardiola, der stets betonte, selbst bei einem Europapokal-Aus für die kommenden zwei Jahre ManCity-Trainer zu bleiben, hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass die Sperre vom CAS gekippt werde. Er habe "großes Vertrauen in die Menschen, dass wir in der Champions League spielen dürfen", sagte der Ex-Coach des FC Bayern. "Das sind die Zeiten, zu denen wir auf dem Spielfeld stehen wollen." Nichtsdestotrotz dürfte er nun sehr erleichtert sein.

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Der Internationale Sportgerichtshof CAS war in seiner knapp 40-jährigen Geschichte schon mit zahlreichen Fällen betraut. Der <b>SPORT</b>BUZZER gibt einen Überblick. Zur Galerie
Der Internationale Sportgerichtshof CAS war in seiner knapp 40-jährigen Geschichte schon mit zahlreichen Fällen betraut. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick. ©

UEFA warf ManCity falsche Deklarierung von Sponsoreneinnahmen vor

Konkret wurde City von den UEFA-Finanzinspektoren vorgeworfen, zwischen 2012 und 2016 Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet zu haben. Gelder, die als Einnahmen durch Sponsoren aus Abu Dhabi deklariert wurden, sollen in Wirklichkeit von Klub-Besitzer Scheich Mansour gezahlt worden sein. Darunter sind demnach auch Zahlungen von Etihad Airways, Citys Hauptsponsor. Etihad ist die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate. ManCity hatte die Anschuldigungen bis zuletzt bestritten - und war deshalb auch vor den CAS gezogen.

City hatte bei einem Ausschluss aus dem Europacup ein herber finanzieller Verlust gedroht. Laut dem Portal insideworldfootball.com wären den Citizens durch den Wegfall der Europapokal-Einnahmen rund 180 Millionen Euro verloren gegangen. Im schlimmsten Fall hätten einige namhafte Profis den Verein verlassen müssen. Bereits in der laufenden Saison musste ManCity dem neuen Meister FC Liverpool den Vortritt lassen.