11. Juni 2020 / 07:23 Uhr

Knien wieder erlaubt : US-Fußball kippt Protestverbot bei der Hymne und entschuldigt sich - "Regel war falsch"

Knien wieder erlaubt : US-Fußball kippt Protestverbot bei der Hymne und entschuldigt sich - "Regel war falsch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mitglieder der US-Fußball-Nationalmannschaften wie Megan Rapinoe (2.v.r) dürfen während der Hymne wieder friedlich protestieren und sich beispielsweise hinknien.
Mitglieder der US-Fußball-Nationalmannschaften wie Megan Rapinoe (2.v.r) dürfen während der Hymne wieder friedlich protestieren und sich beispielsweise hinknien. © (c) AP
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Der Fußballverband der USA hat das Verbot, während der Nationalhymne friedlich zu protestieren, gekippt und sich insbesondere bei seinen schwarzen Spielerinnen und Spielern dafür entschuldigt.

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Mitglieder der US-Fußball-Nationalmannschaften dürfen während der Hymne wieder friedlich protestieren und sich beispielsweise hinknien. Der Fußballverband der USA kippte ein entsprechendes Verbot und entschuldigte sich insbesondere bei seinen schwarzen Spielerinnen und Spielern.

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"Es ist klar geworden, dass diese Regel falsch war und von der wichtigen Botschaft, dass schwarze Leben wichtig sind, abgelenkt hat“, heißt es in einer am Mittwoch (Ortszeit) verbreiteten Stellungnahme. "Der Sport hat eine starke Plattform für das Gute und wir haben diese Plattform nicht so effektiv genutzt, wie wir das hätten tun sollen. Wir können bei diesen speziellen Themen mehr tun, und das werden wir.

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Eingeführt worden war die Regel 604-1 im Februar 2017, nachdem Spielführerin Megan Rapinoe sich aus Solidarität mit Footballspieler Colin Kaepernick ebenfalls bei der Hymne hingekniet hatte. Damit wollten beide gegen die Polizeigewalt gegen Schwarze demonstrieren. Seit der Afroamerikaner George Floyd am 25. Mai bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam ist das Thema in den USA so groß wie wohl noch nie und führte landesweit zu massiven Protesten und Demonstrationen gegen Rassismus.

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Zukünftig liege es an den Spielerinnen und Spielern zu entscheiden, wie sie ihre Bühnen nutzen wollen um alle Arten von Rassismus, Diskriminierung und Ungleichbehandlung zu bekämpfen, teilte der US-Verband mit.