02. Mai 2020 / 14:44 Uhr

Streit um Gehalt: US-Frauen-Team um Megan Rapinoe scheitert vor Gericht

Streit um Gehalt: US-Frauen-Team um Megan Rapinoe scheitert vor Gericht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die US-amerikanischen Weltmeisterinnen Megan Rapinoe, Alex Morgan und Co. mussten vor Gericht einen Dämpfer hinnehmen.
Die US-amerikanischen Weltmeisterinnen Megan Rapinoe, Alex Morgan und Co. mussten vor Gericht einen Dämpfer hinnehmen. © imago images/Bildbyran
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Im vergangenen Jahr hatte die Frauenfußball-Nationalmannschaft der USA den eigenen Verband wegen Diskriminierung verklagt - mit dem Ziel, die gleiche Bezahlung wie im Männer-Fußball zu erzielen. Die Klage ist nun allerdings vor einem Bundesgericht gescheitert.

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Die Frauenfußball-Nationalmannschaft der USA um Superstar Megan Rapinoe ist vor einem Bundesgericht mit einer Klage auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen gescheitert. Das geht aus einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Entscheidung des Gerichts in Kalifornien hervor. Über die Vorwürfe des Weltmeister-Teams, dass sie schlechtere Reisebedingungen und medizinische Unterstützung als ihre männlichen Kollegen genießen, soll es allerdings im kommenden Monat zu einer Verhandlung kommen.

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Die Frauenfußball-Nationalmannschaft hatte ihren eigenen Verband (USSF) im Frühjahr vergangenen Jahres wegen Diskriminierung verklagt. Die US-Fußballerinnen beklagten in erster Linie, dass ihre männlichen Kollegen weitaus besser bezahlt würden. Zudem hätten die Männer bessere Reise-, Spiel- und Trainingsbedingungen.

Superstar Rapinoe: "Wir werden niemals aufhören, für Gleichberechtigung zu kämpfen!"

„Wir sind geschockt und enttäuscht von der Entscheidung, aber wir werden unsere harte Arbeit für gleiche Bezahlung nicht aufgeben“, twitterte Mannschaftssprecherin Molly Levinson. „Wir werden niemals aufhören, für Gleichberechtigung zu kämpfen“, schrieb Weltfußballerin Rapinoe. Ihre Teamkollegin Alex Morgan reagierte „enttäuscht“ auf das Urteil. Levinson kündigte an, die Entscheidung anfechten zu wollen.

Alle bisherigen Weltmeisterteams in der Galerie:

Seit 1991 gibt es Weltmeisterschaften im Frauenfußball. Wir haben Euch Fotos von allen bisherigen Siegern zusammengestellt - und die besonderen Geschichten rund um die bisherigen Turniere. Zur Galerie
Seit 1991 gibt es Weltmeisterschaften im Frauenfußball. Wir haben Euch Fotos von allen bisherigen Siegern zusammengestellt - und die besonderen Geschichten rund um die bisherigen Turniere. ©

Die US-Frauen sind wesentlich erfolgreicher als die Männer, werden aber dennoch bedeutend schlechter bezahlt. Die USA sind viermaliger Weltmeister und viermalige Olympiasieger im Frauenfußball, zuletzt holten sie den Titel bei der WM im vergangenen Jahr in Frankreich. Die deutsche Nationalelf war damals im Viertelfinale ausgeschieden.

US-Fußball-Verbadchef war im März zurückgetreten

Mitte März war US-Fußball-Verbandschef Carlos Cordeiro nach umstrittenen Erklärungen in Gleichstellungsfragen zu Frauen zurückgetreten. Vor Gericht hatte die Verbandsseite in der juristischen Auseinandersetzung argumentiert, dass Spielerinnen körperlich zu weniger in der Lage seien und auch weniger Verantwortung tragen würden als Spieler. „Es war inakzeptabel und unentschuldbar“, hatte Cordeiro damals gesagt. Die bisherige Vizepräsidentin Cindy Parlow wurde zur Verbandschefin befördert.