22. Februar 2022 / 17:20 Uhr

"Equal Pay": US-Nationalspielerinnen um Megan Rapinoe erzielen Einigung mit Verband

"Equal Pay": US-Nationalspielerinnen um Megan Rapinoe erzielen Einigung mit Verband

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Stars Megan Rapinoe (l.) und Alex Morgan gehörten zu den Klägerinnen gegen den US-Verband.
Die Stars Megan Rapinoe (l.) und Alex Morgan gehörten zu den Klägerinnen gegen den US-Verband. © IMAGO/Shutterstock
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Der jahrelange Rechtsstreit zwischen Nationalspielerinnen und dem US-Verband ist am Dienstag zu Ende gegangen. Nachdem Megan Rapinoe & Co. darauf klagten, die gleiche Bezahlung wie ihre männliche Kollegen zu bekommen, erhalten sie nun eine Ausgleichszahlung in Höhe von 24 Millionen US-Dollar - und ein Versprechen.

In ihrem jahrelangen Kampf um gleiche Bezahlung durch den US-amerikanischen Fußball-Verband haben Nationalspielerin Megan Rapinoe und ihre Kolleginnen einen großen Erfolg errungen. In einer gemeinsamen Erklärung teilten die beiden Streit-Parteien am Dienstag mit, dass der Disput beigelegt sei und man eine Einigung erzielt habe. "Das ist ein großer Gewinn für alle Frauen. Ich denke, wir werden einmal auf diesen Tag zurückblicken und sagen, dass dies der Moment ist, in dem sich der US-Fußball zum Besseren verändert hat“, sagte Rapinoe am Dienstag in der US-Fernsehshow Good Morning America.

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Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erhält die mehrere Dutzend umfassende Gruppe aktueller und ehemaliger Nationalspielerin insgesamt 24 Millionen Dollar. Zudem versprach der Verband, seine Männer- und Frauen-Nationalteams künftig gleich bezahlen und zum Beispiel bei WM-Prämien keine Unterschiede mehr zu machen. Die Einigung besteht zunächst vorbehaltlich der juristischen Bestätigung des Vertrages. Sobald diese erfolgt ist, erlischt die 2019 von den Spielerinnen wegen Ungleichbehandlung angestrengte Klage. Die US-Nationalmannschaft der Frauen war in den vergangenen Jahren weitaus erfolgreicher als ihr männliches Pendant. Während die Männer seit 1930 lediglich einmal das Viertelfinale einer WM erreichten (2002), fuhren die Frauen seit 1991 drei Weltmeister-Titel ein.

"Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir - vorbehaltlich der Aushandlung eines neuen Tarifvertrags - unseren langjährigen Streit um gleiches Entgelt beigelegt haben und stolz zusammenstehen, um uns gemeinsam für die Förderung der Gleichstellung im Fußball einzusetzen“, teilte der US-Verband mit.

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Über die genaue Verteilung der nun gezahlten 24 Millionen Dollar gab es zunächst unterschiedliche Angaben. Klar ist offenbar: Der Großteil wird den Spielerinnen zu Gute kommen. Zudem werden Förder- und Rentenfonds aufgelegt.