03. September 2019 / 10:25 Uhr

USK Gifhorn: Warum Steffen Hannich DM-Gold hauchdünn verfehlt

USK Gifhorn: Warum Steffen Hannich DM-Gold hauchdünn verfehlt

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Erfolgreich bei der DM: Das USK Gifhorn mit (v. l.) Peter Kostrewa, Steffen Hannich, Dennis Gerdau, Nathalie Gerdau, Christoph Götze und Georg Paulmann. © USK Gifhorn
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Am Sonntag ist Steffen Hannich deutscher Vizemeister im Kleinkaliber-Sprint geworden, hat damit eine von insgesamt drei Medaillen des USK Gifhorn in St. Andreasberg geholt. Richtig freuen konnte sich der Sommerbiathlet darüber zunächst allerdings nicht. „Ich habe den Sieg verschenkt“, ärgerte sich der 25-Jährige. Und das nicht nur in diesem Wettbewerb...

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39,5 Grad Fieber

Noch zu Wochenbeginn war die Chance, überhaupt im Harz starten zu können, im gleichen Maße gesunken, wie seine Körpertemperatur in die Höhe schnellte. „Ich hatte 39,5 Grad Fieber“, so der Gifhorner. Doch von Tag zu Tag ging’s besser, zum DM-Auftakt gab’s Bronze in der Staffel der Herren I/II mit Klubkollege Georg Paulmann und dem im Winter für Belgien startenden Thierry Langer (WSV Clausthal-Zellerfeld). Aber schon da machte das Schießen Probleme. „Es lief für uns alle ziemlich grottig“, betonte USK-Spartenleiter Peter Kostrewa.

Sieben Fehler am Schießstand

Richtig übel war’s tags darauf im Massenstart. Vor den beiden Stehend-Schießen lag Hannich in Führung, dann leistete er sich sieben Fehler – und fiel auf Platz vier zurück! Paulmann wurde Neunter, Dennis Gerdau belegte Rang elf. Bei den Herren III/IV landeten Kostrewa und Christoph Götze auf den Plätzen sieben und elf.

An Gold vorbeigeschossen

Beim DM-Abschluss bliesen die Gifhorner zum Angriff. Während Dennis Gerdau im Sprint der Herren I als Zehnter ins Ziel kam, „war für Steffen und Georg Platz eins drin“, sagte Kostrewa. Doch wieder war die Schießleistung ungenügend. Dem drittplatzierten Paulmann (zwei Fehler) fehlten am Ende 23 Sekunden auf den Titel, Hannich lag als Zweiter dank einer erneut überragenden Laufzeit sogar nur elf Sekunden zurück – trotz vier Fehlschüsse! „Einer weniger und ich hätte gewonnen“, so Hannich.

Ein eigenes Kleinkaliber-Gewehr ist zu teuer

Ein Grund für die überschaubare Vorstellung am Schießstand: das fehlende Training. „Ich habe kein eigenes Kleinkaliber-Gewehr, leihe mir immer eins“, so der Gifhorner. Für zwei Wettkämpfe im Jahr lohne sich diese Anschaffung nicht, „schließlich kostet so ein Gewehr rund 2500 Euro“.

Nächster Halt: Luftgewehr-DM

Für den Rest des USK-Teams endeten die DM im Sprint abseits der Podestplätze. Kostrewa erreichte Rang acht, Götze wurde Zehnter, Nathalie Gerdau bei den Juniorinnen Zwölfte. In knapp drei Wochen steigt in Schmallenberg die Luftgewehr-DM, acht Gifhorner sind qualifiziert. Hannich: „Da will ich besser schießen – vielleicht reicht es dann ja zum Sieg.“

Sommerbiathlon: Das USK Gifhorn bei der DM in Sankt Andreasberg. Zur Galerie
Sommerbiathlon: Das USK Gifhorn bei der DM in Sankt Andreasberg. ©
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