14. April 2020 / 12:39 Uhr

USV Potsdam: Die beste Saison der Vereinsgeschichte

USV Potsdam: Die beste Saison der Vereinsgeschichte

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
Die 1. Mannschaft sicherte sich souverän den Meistertitel in der 2. Regionalliga.
Die 1. Mannschaft sicherte sich souverän den Meistertitel in der 2. Regionalliga. © Verein
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Basketball: Die Basketballer des USV Potsdam beeindrucken in allen Altersklassen.

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Die Meisterfeier des USV Potsdam war in Planung, das Meister-T-Shirt war schon entworfen. Doch wegen der Corona-Pandemie wurde die Basketball-Saison in Brandenburg beendet. Die Party wurde abgesagt, das T-Shirt ging gar nicht erst in den Druck. „2. Regionalliga Ost Champions back 2 back“ sollte auf den Shirts stehen. Ein Hinweis auf die zweite Meisterschaft in Folge in der 2. Regionalliga der Herren. Doch auch über die erste Mannschaft hinaus waren die Basketballer des USV in der abgelaufenen Saison sehr erfolgreich. Es war trotz Corona die beste Spielzeit in der Basketballgeschichte unter dem Dach des Universitätssportvereins Potsdam.

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Schon im Vorjahr hatte die erste Mannschaft die 2. Regionalliga dominiert. Doch 2019 verzichtete der USV auf den Aufstieg in die 1. Regionalliga. In der abgelaufenen Spielzeit war die Mannschaft von Trainer Konstantin Mau noch stärker, konnte sich den Titel noch früher sichern. Am 14. März hätte bei Empor Berlin sogar eine Niederlage mit 17 Punkten gereicht. Doch das Spiel fiel ins Wasser, der USV wurde als souveräner Tabellenführer zum Meister erklärt. Auch das Pokalfinale gegen die Redhawks Potsdam wurde abgesetzt. „Das alles hat die Freude über den sportlichen Erfolg schon ein bisschen getrübt“, räumt Abteilungsleiter Steven Sticken ein. Dennoch ist der Stolz in der Stimme des 39-Jährigen unüberhörbar.

In der kommenden Saison will der USV wieder um die Krone in der 2. Regionalliga mitspielen. Denn auch dieses Mal verzichtet der Verein auf sein Aufstiegsrecht. „Der Sprung von der 2. Regionalliga in die 1. Regionalliga ist groß“, sagt Sticken. „Das ist fast schon ein professioneller Bereich, dafür braucht man mehr Finanzkraft. Viele Mannschaften arbeiten mit eingekauften Ausländern.“ Doch an diesem Wettrüsten will sich der USV nicht beteiligen. „Wir gehen einen anderen Weg, damit sind wir immer gut gefahren, die Mannschaft ist mit diesem Schritt einverstanden.“

Die U10 von Trainerin Anne Wegner ließ in der höchsten Berliner Liga sogar Alba hinter sich.
Die U10 von Trainerin Anne Wegner ließ in der höchsten Berliner Liga sogar Alba hinter sich. © Verein
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Denn für ein sportliches Abenteuer wolle niemand die Zukunft des Vereins aufs Spiel setzen. Viel zu wichtig sei die Arbeit an der Basis. 15 Mannschaften hat der USV für den Spielbetrieb gemeldet, davon vier Herrenteams. Nachwuchsmannschaften gibt es von der U8 bis zur U18. Knapp 300 aktive Basketballer zählt die Abteilung, davon gut 200 Kinder und Jugendliche. Sie werden von zwölf Trainern betreut. „Alles Leute mit Herzblut und Expertise“, betont Sticken.

Denn die Erfolge in der abgebrochenen Saison können sich sehen lassen. Die U10 von Trainerin Anne Wegner spielt in der höchsten Berliner Liga mit. Offizielle Tabellen und Meisterehren gibt es dort noch nicht. Aber mit der Bilanz von 15:0 Siegen steht der USV sogar vor der Vertretung von Alba Berlin. „Da konnten wir jedes Wochenende nur über die Ergebnisse staunen“, erzählt Sticken. Aber auch die älteren Jahrgänge waren sehr wurfsicher. Die U12 kann sich Brandenburger Vizemeister nennen. Auch die U16 und die U18 wurden Vizelandesmeister. Die U14 schaffte es mit der Bilanz von 15:1 Siegen sogar zur Landesmeisterschaft in der Oberliga. „Vielleicht wäre in den Final- Four-Runden noch der eine oder andere Titel dazugekommen“, mutmaßt Abteilungsleiter Sticken. Nicht zuletzt darf sich die zweite Herrenmannschaft als Zweiter der Oberliga Vizelandesmeister nennen.

Die U14 wurde mit der Bilanz von 15:1 Siegen Brandenburger Landesmeister  in der Oberliga.
Die U14 wurde mit der Bilanz von 15:1 Siegen Brandenburger Landesmeister in der Oberliga. © Verein

An diese Erfolge will der USV auch in der kommenden Saison anknüpfen. Wann auch immer die beginnt. „Die Planungen laufen erst einmal ganz normal weiter“, sagt Sticken. Ein späterer Saisonstart als im September sei jedoch möglich.