09. August 2019 / 10:01 Uhr

Uwe Neuhaus: "Union hat viele große Schritte gemacht"

Uwe Neuhaus: "Union hat viele große Schritte gemacht"

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
29.07.2019, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Fußball: 2. Bundesliga, Arminia Bielefeld - FC St. Pauli, 1. Spieltag in der Schüco-Arena. Bielefelds Co-Trainer Peter Németh und Trainer Uwe Neuhaus (r) stehen am Spielfeldrand. Foto: Friso Gentsch/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Uwe Neuhaus kehrt in der ersten Runde des DFB-Pokals nach Berlin zurück. © Friso Gentsch/dpa
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DFB-Pokal: Der Ex-Trainer von Union Berlin, Uwe Neuhaus, spricht vor dem Pokalspiel des DSC Arminia Bielefeld bei Viktoria Berlin über den Gegner, Karten gegen Coaches und die Rückkehr.

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Sieben Jahre war Uwe Neuhaus Trainer bei Union Berlin, am Sonnabend (15.30 Uhr, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark) kehrt er in die Hauptstadt zurück, wenn er mit Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld auf den Regionalligisten Viktoria Berlin trifft. Im Interview mit Stephan Henke spricht der 59-Jährige über Ex-Verein Union Berlin, Gegner Viktoria und Marcel Hartel.

Sportbuzzer: Sie haben lange in Berlin gearbeitet, das ist allerdings schon fünf Jahre her. Ist es noch was Besonderes für Sie, nach Berlin zu kommen?

Uwe Neuhaus: Nein, das ist nicht direkt noch etwas Besonders. Ich komme immer wieder gerne nach Berlin und werde auch irgendwann dorthin wieder zurückkommen. Ich war als Trainer auch so jede Saison in Berlin – jetzt fallen aber die Duelle mit Union weg. Wenn wir also zwei Spiele in dieser Saison in Berlin haben wollen, dann müssen wir erst Viktoria besiegen und dann ins Endspiel kommen…

Dafür müssen Sie Viktoria Berlin um Kapitän Marcus Hoffmann schlagen, wie schätzen Sie den Regionalligisten ein?

Wir haben Viktoria selbstverständlich mehrfach beobachtet und wissen, dass die Mannschaft sehr gefährlich sein kann. Sie hat eine ähnliche Spielauffassung wie wir mit teilweise hohem Risiko in der Defensive, aber trotzdem schnellem und schnörkellosem Spiel nach vorne. Für die Regionalliga haben sie extrem gute Spieler, die Tempo und Technik haben. Wenn man diese Aufgabe nicht ernst nimmt, wird man eine böse Überraschung erleben.

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Sie sind mit Arminia mit zwei Remis in die 2. Bundesliga gestartet. Wie zufrieden sind Sie damit?

Damit bin ich nicht ganz zufrieden, weil uns ein paar Punkte fehlen.

Wo sehen Sie das größte Potenzial für Verbesserungen und wo läuft es schon gut?

Die Chancenverwertung ist immer entscheidend, ob man Spiele gewinnt oder nur unentschieden spielt. Aber auch in der Defensivarbeit müssen wir uns verbessern, denn vier Gegentore in zwei Spielen sind zu viel.

Zur neuen Saison wurden Verwarnungen gegen die Trainerbank eingeführt. Was halten Sie von Gelben und Roten Karten gegen den Trainer?

Das betrifft mich nicht, ich bin immer ganz ruhig.

Ihr ehemaliger Verein Union Berlin hat den Aufstieg geschafft, welche Rolle trauen Sie den Eisernen in der Bundesliga zu?

Ich traue ihnen schon zu, dass sie nicht nur ein Jahr Urlaub machen in der Bundesliga.

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Nach einem 0:0 im Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin erstmals in seiner Geschichte den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Zur Galerie
Nach einem 0:0 im Relegations-Rückspiel gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin erstmals in seiner Geschichte den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. © dpa
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Wie schätzen Sie die Entwicklung bei Union in den vergangenen fünf Jahren seit ihrem Abschied ein?

Dieser Verein hat viele große Schritte gemacht, die auch finanzieller Natur waren. Das hat man immer dann festgestellt, wenn man mit Union um einen Neuzugang konkurriert hat. Dann hat man in der Regel keine Chance gehabt, sowohl mit Dresden als auch jetzt mit Bielefeld. Das hat dann irgendwann zur logischen Konsequenz, dass man oben mitspielt, wenn man es vernünftig macht. Und das hat Union wirklich gemacht. Wie sie das gegen Stuttgart erledigt haben, war schon außergewöhnlich. Und das war auch so wie Union wirklich ist – voller Emotionen und Mentalität. Deswegen sind sie jetzt auch verdient in der 1. Liga.

Es ist ein unheimlicher Hype um Union entstanden, die Mitgliederzahlen steigen stetig, besteht aus Ihrer Sicht die Gefahr, dass den Berlinern das Besondere abhanden geht?

Nein, das glaube ich nicht. Weil zum einen der Präsident dafür steht, dass er die Tradition und die Stärke und das, was den Club ausmacht, weiter pflegen wird. Und das machen die Fans und Anhänger sowieso.

Marcel Hartel ist von Union zu Bielefeld gekommen, welche Qualitäten kann er ins Arminia-Spiel einbringen?

Marcel ist ein in der Offensive flexibel einsetzbarer Spieler, der viel Zug zum Tor hat. Auch als Vorbereiter ist er in der Vergangenheit immer wieder in Erscheinung getreten.

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