10. Juli 2021 / 22:11 Uhr

Van Bommel nach Wolfsburgs 0:3-Pleite sauer: "Von den Bundesliga-Spielern erwarte ich mehr!"

Van Bommel nach Wolfsburgs 0:3-Pleite sauer: "Von den Bundesliga-Spielern erwarte ich mehr!"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Unzufrieden mit der zweiten Halbzeit: VfL-Trainer Mark van Bommel.
Unzufrieden mit der zweiten Halbzeit: VfL-Trainer Mark van Bommel. © Roland Hermstein
Anzeige

Mit 0:3 unterlag der VfL Wolfsburg am Samstag Hansa Rostock, es war die erste Niederlage für Mark van Bommel als Trainer des Fußball-Bundesligisten. Anschließend ärgerte sich der Coach vor allem über den Auftritt nach der Pause.

Es war kein schöner Nachmittag für den VfL und seinen neuen Trainer Mark van Bommel: Im zweiten Testspiel der Vorbereitung kassierte der Niederländer seine erste Niederlage, es gab ein 0:3 für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gegen Zweitliga-Aufsteiger Hansa Rostock. Vor allem der Auftritt in der zweiten Halbzeit ärgerte den Ex-Profi.

Anzeige

So hatten sich die Wolfsburger die Partie nicht vorgestellt. Über 90 Minuten lief nicht viel zusammen, wobei die erste Hälfte noch anschaulicher war als die zweite. "Die erste Halbzeit fand ich nicht schlecht", sagte van Bommel. "Wir hatten viel Ballbesitz, hatten Torchancen und haben versucht, so zu spielen, wie ich es mir vorstelle. Da war der Einsatz noch da." Das sei nach dem Seitenwechel anders gewesen. In der Pause tauschte der 44-Jährige einmal komplett durch - doch der Auftritt der "zweiten Garde" stimmte van Bommel alles andere als zufrieden: "In der zweiten Halbzeit habe ich mich geärgert."

VfL Wolfsburg im Test gegen Rostock - Die Bilder

Daniel Ginczek nach vergebener Kopfballchance. Zur Galerie
Daniel Ginczek nach vergebener Kopfballchance. ©

Neben dem Einsatz fehlte van Bommel, der sich als Profi immer vollends reingehauen hat und das "egal, wo" auch von seiner Mannschaft erwartet, auch "das Niveau". Dabei standen mit Maxence Lacroix, Paulo Otavio, Yannick Gerhardt (als Kapitän), Elvis Rexhbecaj, Maximilian Philipp und Joao Victor im zweiten Spielabschnitt gleich sechs gestandene Profis auf dem Rasen. "Die jungen Spieler haben Vollgas gegeben, ihnen kann man keinen Vorwurf machen. Aber von den Jungs, die Bundesliga spielen, erwarte ich mehr", so van Bommel deutlich. Er sagte aber auch, dass es "nicht einfach" ist, "wenn man nicht alle Spieler dabei hat" - eine Ausrede sollte das aber nicht sein. "Wir werden das offen und ehrlich ansprechen und nicht rumeiern."

Auffällig: In der zweiten Halbzeit gab der VfL keinen Torschuss ab, lediglich Joao Victor versuchte es mal, doch der Schuss ging am Kasten vorbei. Dass nach vorn kaum was ging, lag "unter anderem an der Mentalität und der Körpersprache", wie van Bommel feststellte. Dass Fehler, wie vor dem 0:1 von Youngster Gil Walther passieren, kann vorkommen - daraus lernen die jungen Akteure. Aber: "3:0 ist viel. Ich sage auch nicht, das kann mal passieren", so van Bommel deutlich. Aber sein Blick geht auch schon nach vorn: "Wir machen weiter. Wir haben gesagt, dass wir nicht für das Ergebnis spielen. Es ist klar, dass wir Zeit brauchen." Schon am Mittwoch (16 Uhr) gegen Zweitligist Holstein Kiel können die Wolfsburger es besser machen.

Dann auf jeden Fall nicht dabei sein, wird Neuzugang Aster Vranckx. Der 18-Jährige, für acht Millionen Euro aus Mechelen geholt, habe "eine Muskelverletzung in der rechten Wade" und falle damit "längerfristig aus", heißt es in einer Mitteiliung auf der VfL-Homepage. Dass weder die Art der Verletzung noch die mögliche Ausfallzeit näher benannt sind, ist in der Regel kein gutes Zeichen. Auch van Bommel konnte nicht mehr sagen. Dass der Mittelfeldmann nun erst mal fehlt, sei "schade. Er hat einen guten Eindruck gemacht. Hoffentlich fällt er nicht so lange aus. Wir können jeden gebrauchen."