02. Juni 2021 / 14:14 Uhr

Van Bommel war der letzte Neue: Trainer-Karussell stoppt in Wolfsburg

Van Bommel war der letzte Neue: Trainer-Karussell stoppt in Wolfsburg

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auf dem Trainerkarussell: Oliver Glasner, Mark van Bommel, Julian Nagelsmann.
Auf dem Trainerkarussell: Oliver Glasner, Mark van Bommel, Julian Nagelsmann. © AFP-Pool/dpa
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Da war einiges los auf den Trainerbänken der Fußball-Bundesliga. Alle Klubs der Top Sechs haben ihren Coach getauscht. Für den Abschluss sorgte nun der VfL Wolfsburg - mit der Verpflichtung von Mark van Bommel.

So viel Fahrt hatte das Trainer-Karussell in der Fußball-Bundesliga wohl vorher nie aufgenommen - die Top Sechs der abgelaufenen Saison tauschen zur neuen Spielzeit ihren Coach. Während das bei einigen Klubs schon länger feststand, vervollständigte der VfL Wolfsburg diese kuriose Statistik. Die Bestätigung von Mark van Bommel als Nachfolger von Oliver Glasner erfolgte am Mittwoch, nun steht das Karussell.

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Letzter Stopp Wolfsburg - es war einiges los auf den Trainerbänken der Bundesliga. Den Platz für van Bommel in Wolfsburg hatte Oliver Glasner vor kurzem freigemacht, der Österreicher schloss sich Eintracht Frankfurt an. Dort wird der 43-Jährige mit seinem Team statt in der Champions League (die hatte er mit dem VfL als Viertplatzierter erreicht) "nur" in der Europa League an den Start gehen. Nun kommt van Bommel als dritter niederländischer Coach nach Wolfsburg. Der erste war Henk van Meteren von Dezember 1978 bis April 1979, der andere Andries Jonker von Februar bis September 2017. Letzterer hatte den Klub wenige Monate vor seinem Aus beim VfL in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig vor dem Abstieg gerettet.

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In Frankfurt hatte, bevor Glasner dort unterschrieb, Adi Hütter seinen Platz geräumt und sich für ein Engagement bei Borussia Mönchengladbach als Nachfolger von Marco Rose entschieden. Die Fohlen spielen in der kommenden Saison erstmals nach zwei Jahren nicht international - sie schlossen die vergangene Spielzeit nur auf Rang acht ab und blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück. Borussias Sportdirektor Max Eberl sagte zur Hütter-Verpflichtung: "Er ist für unsere Mannschaft und unseren Verein der beste Trainer für die ab dem Sommer vor uns liegenden Herausforderungen und Ziele."

Rose wiederum entschied sich für einen Wechsel zu Borussia Dortmund. Dort tritt er die Nachfolge von Edin Terzic an, der den BVB nach zwischenzeitlicher Schwächephase doch noch auf Platz drei und damit in die Königsklasse geführt hatte und zudem den DFB-Pokal gewann. "Wir freuen uns sehr, dass Marco Rose ab der neuen Saison Trainer bei uns sein wird. Die Reaktionen im Team waren positiv", hatte Dortmunds Sportchef Michael Zorc jüngst gesagt. Terzic wiederum war auch als Glasner-Nachfolger in Wolfsburg gehandelt worden, bleibt nun aber doch beim BVB, an der Seite von Rose.

Bei Meister Bayern München übernimmt Julian Nagelsmann, der zuvor erfolgreich bei RB Leipzig gearbeitet hatte. Der 33-Jährige wechselt für satte 30 (!) Millionen Euro zum Rekordmeister, wird dort Nachfolger des kommenden Bundestrainers Hansi Flick.Bei den Sachsen wiederum übernimmt Jesse Marsch, der zuvor zwei Jahre lang bei RB Salzburg tätig war. Und einen weiteren Trainwechsel gibt's noch: Bei Bayer Leverkusen folgt Gerardo Seoane auf Hannes Wolf - Seoane war zwischenzeitlich auch beim VfL im Gespräch gewesen. Damit haben die Top Sechs alle ihre Trainer getauscht. Beim Siebtplatzierten Union Berlin bleibt Urs Fischer Coach, der Schweizer ist dort bereits seit 2018 im Amt.

Darum wechselten die Trainer des VfL Wolfsburg

1997/98: Aufstiegstrainer <b>Willi Reimann</b> wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte <b>Wolfgang Wolf</b>, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. Zur Galerie
1997/98: Aufstiegstrainer Willi Reimann wurde im Team respektiert, herzlich war sein Umgang mit den Spielern nie. Nach der Winterpause wurden Risse sichtbar; als die WAZ enthüllte, dass Manager Peter Pander Reimanns Defizite im Umgang mit den Spielern ausgleichen sollte, war der Trainer sauer („Dann kann ich ja hinwerfen“), der VfL nahm die Aussage als Rücktritt. Uwe Erkenbrecher wurde für ein Spiel Interimscoach, dann folgte Wolfgang Wolf, der mit drei 1:0-Siegen in Folge startete. ©

*Die Trainerwechsel der Bundesliga zur neuen Saison

Bayern München
Hansi Flick - Julian Nagelsmann
RB Leipzig
Julian Nagelsmann - Jesse Marsch
Borussia Dortmund
Edin Terzic - Marco Rose
VfL Wolfsburg
Oliver Glasner - Mark van Bommel
Eintracht Frankfurt
Adi Hütter - Oliver Glasner
Bayer Leverkusen
Hannes Wolf - Gerardo Seoane
Union Berlin
Urs Fischer bleibt
Borussia Mönchengladbach
Marco Rose - Adi Hütter
VfB Stuttgart
Pellegrino Matarazzo bleibt
SC Freiburg
Christian Streich bleibt
1899 Hoffenheim
Sebastian Hoeneß bleibt
FSV Mainz 05
Bo Svensson bleibt
FC Augsburg
Markus Weinzierl bleibt
Hertha BSC
Pal Dardai bleibt
Arminia Bielefeld
Frank Kramer bleibt
1. FC Köln
Friedhelm Funkel - Steffen Baumgart
Werder Bremen
Thomas Schaaf - Markus Anfang
FC Schalke 04

Dimitrios Grammozis bleibt
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