26. Mai 2021 / 06:51 Uhr

Van de Ven nach Wolfsburg? Ex-VfL-Trainer Jonker traut ihm den Schritt zu

Van de Ven nach Wolfsburg? Ex-VfL-Trainer Jonker traut ihm den Schritt zu

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Lobt Wolfsburg-Kapitän Micky van de Ven: Ex-VfL-Trainer Andries Jonker (r.).
Lobt Wolfsburg-Kapitän Micky van de Ven: Ex-VfL-Trainer Andries Jonker (r.).
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Die Saison ist vorbei, beim VfL Wolfsburg wird längsrt am Kader für die neue Saison gearbeitet. Möglicherweise gehört dann auch Micky van de Ven zum VfL-Aufgebot. Dass die Wolfsburger den Abwehrmann gut finden, kann Ex-VfL-Trainer Andries Jonker total nachvollziehen.

Holt der VfL mit Micky van de Ven nach Maxence Lacroix das nächste Schnäppchen für die Abwehr? Im vergangenen Sommer war den Wolfsburgern mit der Verpflichtung von Lacroix aus der zweiten französischen Liga aus Sochaux ein Glücksgriff gelungen, innerhalb kürzester Zeit hatte Lacroix den Sprung in die Startelf geschafft. Van de Ven vom niederländischen Zweitligisten FC Volendam traut man nicht nur in Wolfsburg ähnliches zu. „Er wird in Holland als sehr großes Talent gesehen“, sagt Ex-VfL-Trainer Andries Jonker über den 20-jährigen Innenverteidiger.

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Jonker (jetzt beim niederländischen Zweitligisten Telstar) kennt den VfL-Kandidaten, er hat mit seinem Klub gegen ihn in der gerade beendeten Saison gespielt. Volendam habe es vor der Saison geschafft, „ihn zu behalten. Aber jetzt sind sie nicht aufgestiegen und normalerweise macht der Spieler jetzt einen Schritt nach oben.“ Einen Schritt nach oben – damit meint Jonker einen möglichen Wechsel zu einem Klub in die Eredivisie oder aber einen ins Ausland. Traut er ihm den Schritt nach Wolfsburg zu? „Es ist gut, dass der VfL solche Spieler im Auge hat. Ich traue ihm das zu.“ Jonker vergleicht van de Ven mit dem Ex-Wolfsburger Felix Uduokhai, der mittlerweile eine feste Größe in der Abwehrreihe des FC Augsburg ist. „Wenn ich an den Uduokhai aus meiner VfL-Zeit denke und van de Ven sehe, ist das kein so großer Unterschied.“ Jonker weiter: „Der Junge ist groß, schnell und wendig. Er ist, was das Fußballerische betrifft, in Ordnung. Ganz klar, das ist ein Spieler mit großem Potenzial.“

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Obwohl van de Ven noch so jung ist, hat er bei seinem Klub schon Führungsaufgaben übernommen, war gar Kapitän. Jonker weiter: „Jeder, der sich in der zweiten Liga bei uns ein bisschen auskennt, weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er Volendam verlässt und dass er normalerweise nicht zu einem Abstiegskandidaten in Holland wechseln wird.“ Ganz im Gegenteil: Normalerweise lande van de Ven vor der neuen Saison bei einem Klub mit großen Ambitionen, „bei dem er sich dann entwickeln kann. Ganz wichtig ist, dass er Spielpraxis bekommt. Dass der VfL an solch einem Spieler interessiert sein soll, kann ich mir gut vorstellen.“

Dass der VfL nach schweren Jahren mit zwei Fast-Abstiegen wieder zurück in der Champions League ist, freut Wolfsburgs Ex-Trainer. „Dass beim VfL nach turbulenten Jahren wieder Ruhe eingekehrt ist, ist wirklich schön. Ich freue mich sehr für die Stadt und die Fans.“ Die Fans, die in der neuen Saison mit van de Ven möglicherweise neben Wout Weghorst einen weiteren Niederländer im VfL-Trikot sehen können.

St. Pauli kämpft um Marmoush

Die VfL-Leihe von Omar Marmoush zum FC St. Pauli war ein voller Erfolg, denn der schnelle Offensivmann hatte es nach seinem Wechsel im Winter sofort ins Team des Zweitligisten geschafft. Bei den Kiezkickern kam der Ägypter in allen 21 möglichen Spielen zum Einsatz, traf siebenmal und bereitete drei Tore vor. Geplant ist, dass Marmoush nun erst einmal nach Wolfsburg zurückkehrt.

Die Paulianer jedoch wollen, dass er schon bald wieder bei ihnen ist. In der Pressemitteilung zu ihren Abgängen hieß es unter anderem: Es bleibe abzuwarten, wohin etwa der Weg von Marmoush führe. „Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass man sich durchaus auch ein zweites Mal sehen kann.“ Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, soll der Tabellenzehnte der gerade abgeschlossenen Saison an einem erneuten Leihgeschäft arbeiten und sich gute Chancen ausrechnen.


Denkbar ist aber auch, dass Marmoush beim neuen VfL-Kooperationspartner SKN St. Pölten in der neuen Runde spielt – wenn es für ihn in Wolfsburg erneut nicht reichen sollte.