15. Juni 2018 / 22:22 Uhr

Vandalismus: Scheibe von Gündogan-Auto demoliert

Vandalismus: Scheibe von Gündogan-Auto demoliert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan spielt seit Oktober 2011 für die Nationalmannschaft.
Ilkay Gündogan spielt seit Oktober 2011 für die Nationalmannschaft. © epa/Shutterstock
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Der Staatsschutz soll ermitteln. Das Auto von Deutschland-Star Ilkay Gündogan wurde Anfang Juni vor dem Abflug zur WM 2018 von Unbekannten demoliert. Eine Scheibe wurde zerstört.

Ein deutscher Nationalspieler ist kurz vor der WM Opfer von Vandalismus geworden: Das Auto von Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan wurde in der Nacht des 7. Juni in Köln demoliert. Unbekannte haben nach Informationen der Bild die Scheiben seines schwarzen Mercedes GLE eingeschlagen. Es sei nichts aus dem Wagen gestohlen worden. Gündogan soll nach Informationen des Blattes Anzeige gegen unbekannt erstattet haben. Der Staatsschutz ermittle, weil ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne.

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Der Profi von Manchester City hielt sich zu dieser Zeit noch mit der Nationalmannschaft im Teamhotel Hyatt in Köln auf. Am 8. Juni spielte er mit dem DFB-Team in Leverkusen gegen Saudi-Arabien. Die Anhänger hatten den beiden türkischstämmigen Nationalspielern ihr Treffen inklusive Propagandafoto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den vergangenen Wochen nicht verziehen. Beim 2:1 gegen Saudi-Arabien in Leverkusen hagelte es für Gündogan und Özil wieder Pfiffe. Und dieses Thema droht den Weltmeister nun auch während der Endrunde in Russland weiter zu begleiten. Unklar ist allerdings, ob der Vandalismus mit dem Erdogan-Foto in Verbindung gebracht werden kann.

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Mit tief ins Gesicht gezogener Baseballmütze und traurigem Blick schlich Gündogan nach dem letzten Test gegen die Saudis aus dem Leverkusener Stadion. „Ich bitte um Verständnis, ich möchte nichts sagen“, meinte er gegenüber dem SPORTBUZZER. Am Tag danach meldete er sich dann via Twitter: „Letztes Spiel vor der Weltmeisterschaft… und immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen.“ Dazu ein Foto von ihm und seinen Mitspielern Julian Brandt, Timo Werner und Thomas Müller. Im Gegensatz zu Özil hatte sich Gündogan schon im Vorfeld offen zu der unglücklichen Aktion geäußert und seine Sicht der Dinge geschildert. Auch deshalb kamen die lauten Unmutsbekundungen überraschend. Mats Hummels gab zu: „Wir haben damit nicht gerechnet.“

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Bierhoff vertagt Diskussionen

Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff vertagte am Freitag alle Diskussionen um dieses Thema auf die Zeit nach der WM. „Sie haben sich geäußert. Ilkay Gündogan hat sich ausführlich geäußert, ist dennoch ausgepfiffen worden. Jetzt ist der Fokus einfach auf das Spiel gerichtet, nach der WM ist ja auch Zeit“, sagte Bierhoff am Freitag in Watutinki.


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