16. April 2021 / 18:38 Uhr

Vanessa Fischer steht bei Turbine Potsdam vor dem Comeback

Vanessa Fischer steht bei Turbine Potsdam vor dem Comeback

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbines Torfrau Vanessa Fischer hat den Ball sicher.
Vanessa Fischer hat ihre Verletzung auskuriert und in der 2. Liga schon wieder gespielt – ob sie schon erste Wahl ist, ließ Sofian Chahed offen. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Nach ihrem Belastungstest in der zweiten Mannschaft könnte die genesene Stammkeeperin schon gegen Schlusslicht MSV Duisburg zwischen die Pfosten zurückkehren.

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Am Sonntag um 14 Uhr werden in Potsdam gleich zwei Fußballspiele angepfiffen. Während Turbine Potsdam dann im Karl-Liebknecht-Stadion Bundesliga-Schlusslicht MSV Duisburg empfängt und laut Cheftrainer Sofian Chahed noch immer auf ein „kleines Fußballwunder“– also Platz drei – hofft, bekommt es die Potsdamer Reserve im Sportforum Waldstadt mit der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg zu tun. Bei der Elf von Trainer-Urgestein Thomas Kandler hatte sich die Lage in der 2. Bundesliga zuletzt etwas entspannt: Seit dem Re-Start des Frauenfußball-Unterhauses hat Turbine II in fünf Spielen noch nicht verloren (drei Siege, zwei Remis).

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Dort hatte zuletzt auch Vanessa Fischer nach fast fünfmonatiger Verletzungspause ihr Comeback gegeben – beim 3:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld. Am Sonntag wird Turbines etatmäßige Nummer eins, die auf dem Trikot allerdings seit jeher die Rückennummer 30 trägt, aber wohl schon wieder im „Karli“ dabei sein. „Das hat sie gut überstanden“, berichtet Sofian Chahed, der am Freitag noch offen ließ, ob die 22-Jährige gegen Duisburg in den Potsdamer Kasten zurückkehren wird. Im Dezember hatte sie sich einer Schulter-OP unterziehen müssen.

Das ist die Traumelf aus 50 Jahren Turbine Potsdam

<b>45</b> Jahre war der dienstälteste Trainer bei Turbine Potsdam im Amt: Bernd Schröder. Mit einer kurzen Unterbrechung: Von 1992 bis 1997 war Schröder als Manager für die Turbinen tätig. Zur Galerie
45 Jahre war der dienstälteste Trainer bei Turbine Potsdam im Amt: Bernd Schröder. Mit einer kurzen Unterbrechung: Von 1992 bis 1997 war Schröder als Manager für die Turbinen tätig. ©

Die Rückkehr der Stammtorfrau könnte Chaheds Elf für den Saisonendspurt wieder mehr Sicherheit geben – zumindest konnten Fischers Vertreterinnen Emma Lind und Zala Mersnik zuletzt nicht immer überzeugen. Und so ganz haben der Trainer und seine Mannschaft die Hoffnung auf Platz drei und die damit verbundene Champions-League-Qualifikation noch nicht aufgegeben. „Wir haben die Saison noch nicht abgehakt“, sagt der Coach. „So lange es rechnerisch möglich ist, werden wir probieren, oben dran zu bleiben. Auch wenn wir wissen, dass der Vorsprung von Hoffenheim im Moment schon recht groß ist.“ Fünf Punkte, um genau zu sein. Fünf Ligaspiele stehen für die Turbinen noch auf dem Programm.

Die Saison biegt nach der Pokal- und Länderspielpause auf die Zielgerade ein. Dabei macht Chahed keinen Hehl daraus, dass er trotz des zuletzt engen Takts gerne weitergespielt hätte. „Im Fußball ist es immer gut, wenn man im Rhythmus ist. Aber wir haben uns auch gut für die letzten Spiele vorbereitet. Die Mädels haben gut trainiert, das macht mich optimistisch“, so der Turbine-Trainer, der froh ist, dass alle Nationalspielerinnen ohne Blessuren nach Potsdam zurückgekehrt sind. Da kommt der Gegner aus dem Ruhrgebiet vielleicht gerade recht. Der Tabellenletzte aus Duisburg wartet in dieser Spielzeit noch auf einen Sieg. Von 17 Spielen gingen 13 verloren.

Übrigens sei das Doppelspiel am Sonntag für Turbine Potsdam kein Problem, wie Geschäftsführer Stephan Schmidt betont. Zumindest unter den aktuellen Umständen. „Mit Zuschauern wäre das logistisch schon ein etwas größerer Aufwand“, sagt er.