29. August 2021 / 20:30 Uhr

Vanessa Fischer unglücklich: Turbine Potsdam enttäuscht beim Saisonauftakt

Vanessa Fischer unglücklich: Turbine Potsdam enttäuscht beim Saisonauftakt

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbine-Keeperin Vanessa Fischer.
Turbine-Keeperin Vanessa Fischer. © Jan Kuppert
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Der Frauenfußball-Bundesligist unterliegt am 1. Spieltag der neuen Saison bei Vizemeister VfL Wolfsburg mit 0:3.

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist mit einer Niederlage in die neue Saison der Frauenfußball-Bundesliga gestartet. Bei Vize-Meister VfL Wolfsburg kassierte die Elf von Trainer Sofian Chahed am Sonnabendnachmittag eine 0:3 (0:1)-Niederlage. Zum Auftakt hatte die französische Innenverteidigerin Teninsoun Sissoko als einziger Neuzugang den Sprung in die Startelf geschafft. Im Tor vertraute Chahed weiter auf Eigengewächs Vanessa Fischer – und die stand gleich im Mittelpunkt. Ihr langer Abschlag kam postwendend zurück. VfL-Angreiferin Ewa Pajor erkannte, dass die Turbine-Keeperin weit aufgerückt war und schoss den Ball aus knapp 40 Metern über Fischer hinweg ins Netz – 0:1 nach 17 Minuten. Das hatten sich Chahed und Co. anders vorgestellt.

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Der frühe Rückstand war ein Schreck für die Turbinen, die nach einer guten halben Stunde Glück hatten, dass Rebecka Blomqvist mit ihrer Direktabnahme nur den Pfosten traf. Immerhin konnte Fischer in der 39. Minute im Privatduell mit Ewa Pajor ausgleichen, als sie einen Kopfball der Polin glänzend parierte.

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - Turbine Potsdam.

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - Turbine Potsdam. Zur Galerie
Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - Turbine Potsdam. © Boris Baschin

Der Vorjahresvierte aus Potsdam konnte selbst kaum offensive Akzente setzen. Ein Versuch von Karen Holmgaard in der 55. Minute, der am rechten Winkel des Wolfsburger Tors vorbeistrich, war das Beste, was Chaheds Elf zu bieten hatte. Die Gastgeberinnen mit ihrem neuen Coach Tommy Stroot hatten dagegen noch nicht genug. Nur Sekunden nach Turbines bester Torannäherung rollte der VfL-Express wieder: Tabea Waßmuth flankte von rechts, in der Mitte griff Fischer daneben und erneut war Pajor mit dem Kopf zur Stelle – 2:0 (56.). „Das Tor nehme ich ganz klar auf meine Kappe“, sagte die Keeperin bei „MagentaSport“.

„Der Trainer hat uns vor der Partie gewarnt, eine gute Vorbereitung heißt nicht, dass man auch in der Meisterschaft erfolgreich ist. Das haben wir in Wolfsburg ganz gut gesehen“, sagte Vanessa Fischer, die in der Schlussphase ein drittes Mal hinter sich greifen musste. Pia Sophie Wolter staubte zum 3:0 ab. Dominique Janssen hatte zuvor mit einem Kracher aus der zweiten Reihe noch das Lattenkreuz getroffen. Die Chance, einen Fehlstart abzuwenden, hat Turbine schon am Freitag (19.15 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) gegen den Bundesliga-Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena.