08. November 2019 / 13:52 Uhr

Vater und Sohn zusammen auf dem Platz: Premiere bei den Potsdamer Kickers

Vater und Sohn zusammen auf dem Platz: Premiere bei den Potsdamer Kickers

Emil Lauer
Märkische Allgemeine Zeitung
Ronny Senger (l.) und sein Sohn Alexander (r.) standen letztes Wochenende eine Halbzeit zusammen auf dem Platz.
Ronny Senger (l.) und sein Sohn Alexander (r.) standen letztes Wochenende eine Halbzeit zusammen auf dem Platz. © Jacqueline Senger/SPORTBUZZER-Grafik
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1. Kreisklasse A Havelland: Vereinsgründungsmitglied Ronny Senger stand erstmals mit Sohn Alexander bei einem Punktspiel zusammen auf dem Feld.

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Der Sieg am vergangenen Samstag der zweiten Mannschaft der Potsdamer Kickers gegen den Tabellenletzten ESV Lok Potsdam war in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Spiel. Zum einen war es der vierte Sieg in Folge und das durch den höchsten Saisonsieg mit 7:1. Zum anderen stand erstmals ein Gründungsmitglied des Vereins zusammen mit seinem Sohn bei einem Punktspiel auf den Platz. Die Rede hier ist von Vater Ronny Senger und seinen Sohn Alexander Senger. Die Idee stammte vom Senger Senior: „Ich wollte schon immer einmal mit meinem Sohn auf den Platz stehen. Die letzten Jahre war ich ja noch sein Trainer, da ging das nicht.“

Auch sein Sohn fand den Vorschlag gut. „Wir wollten schon länger mal zusammen spielen. Und ab dieser Saison war das möglich“, erklärt er. Für den Vater hieß das, sich intensiv darauf vorzubereiten. So habe er seit längerer Zeit einmal die Woche trainiert. Zuvor trainierte Senger seinen Sohn knapp zehn Jahre lang. „Ich habe 2010 eigentlich nur mal ausgeholfen, weil der damalige Trainer ein Auslandsemester gemacht hatte“, erinnert er sich. Irgendwann habe Senger dann das Team übernommen. Seitdem absolvierte der 45-Jährige kaum noch Pflichtspiele und half vor fünf Jahren nur einmal aus.

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„Der kommt diese Woche nicht zum Training. Da hat etwas gezwickt“, erzählt Senger Junior über seinen Vater, der am vergangenen Wochenende nach 45 Minuten ausgewechselt wurde. Für ihn sei es dennoch ein „sehr cooles und interessantes“ Erlebnis gewesen. „Ich war lange nicht mehr vor einem Spiel so aufgeregt“, gestand er. Dass das Spiel gegen Lok Elstal dann noch mit 7:1 so hoch gewonnen wurde, war für ihn die „Kirsche auf den Eisberg“. Für Vater Senger war es ähnlich. „Im Spiel denkt man gar nicht so stark daran. Vor und nach dem Spiel war es dann schon besonders“, erzählt das Vereinsgründungsmitglied.

Im Jahr 1995 gründete Senger Senior gemeinsam mit Mitspielern aus der A-Jugend des SSV Turbine Potsdam und deren Trainer die Potsdamer Kickers 94. "Seit damals hat sich der Verein in den 25 Jahren prächtig entwickelt", hält Senger fest. Ob er nochmal wieder mit seinem Sohn spielen wird lässt Senger offen: „Die Mannschaft hat gute Spiel und der Alexander spielt normalerweise auch in der ersten Mannschaft.“ Dieser würde nach eigener Aussage für eine Wiederholung bereitstehen.

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