11. Mai 2021 / 09:01 Uhr

VC Olympia Dresdens Coach Renneberg zieht positive Saisonbilanz

VC Olympia Dresdens Coach Renneberg zieht positive Saisonbilanz

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Sina Stöckmann (l., im Angriff gegen Dingolfings Block) übernahm beim VCO immer mehr Verantwortung.
Sina Stöckmann (l., im Angriff gegen Dingolfings Block) übernahm beim VCO immer mehr Verantwortung. © Steffen Manig
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Auch wenn das letzte Spiel der Dresdner Volleyballerinnen ausfällt: Das Zweitliga-Team kann auf eine durchaus zufriedenstellende Saison zurückblicken.

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Dresden. Für die Volleyball-Talente des VC Olympia Dresden ging die Saison in der 2. Bundesliga nun doch schneller zu Ende als gedacht. Nachdem das letzte Spiel gegen den schon lange feststehenden Erstliga-Aufsteiger VC Neuwied wegen Corona-Infektionen zunächst verschoben wurde, haben sich beide Vereine im Interesse des Sports jetzt geeinigt, dass es nicht mehr gespielt wird. „Das ist natürlich schade, denn wir hatten uns auf die Partie gefreut und vielleicht sogar noch die Chance auf Platz drei gehabt, aber aus verschiedenen Gründen macht es jetzt keinen Sinn mehr“, erklärt Trainer Andreas Renneberg, der dennoch auf eine sehr gute Saison zurückblicken kann.

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„Es war auf jeden Fall sehr positiv, dass wir angesichts von Corona überhaupt so viel spielen durften. Mit der Entwicklung der Mädels bin ich schon sehr zufrieden. Ich denke, da sprechen die Ergebnisse auch für sich“, erklärt Andreas Rennberg, der nur einen Wermutstropfen sieht: „wir hatten voriges Jahr die Chance auf Platz eins, als wegen Corona die Saison beendet wurde. In diesem Jahr hätte es vielleicht für Bronze gereicht. Da fehlt für das Team so ein bisschen der Lohn in Form von Medaillen. Dazu kommt, dass die Deutschen Nachwuchsmeisterschaften, bei denen wir natürlich sehr chancenreich an den Start gegangen wären, komplett ausfallen. Damit fällt auch dieses Highlight für die Mädels weg. Und auch international gibt es für unsere Kader keine großen Events, da diese ebenfalls wegfallen.“ Mit neun Kaderathletinnen verfügt der Dresdner Stützpunkt neben Berlin über die meisten überhaupt in Deutschland.

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Dabei haben die VCO-Talente in den letzten Monaten eine gute Entwicklung genommen. „Man hat zu Saisonbeginn noch gesehen, dass es ein wenig Zeit brauchte, die jüngeren Spielerinnen zu integrieren und dass sich die Truppe finden musste. Dann aber hat man immer mehr Fortschritte gesehen, sowohl technisch, taktisch, aber auch von der ganzen Reife her. Die älteren Mädels wie Lydia Stemmler, die erstmals als Kapitän fungierte, oder Sina Stöckmann und Jule Wesser haben immer mehr Verantwortung übernommen“, beschreibt Renneberg die stetige Aufwärtsentwicklung im gesamten Team. Vor allem Außenangreiferin Julia Wesser habe große Schritte nach vorn gemacht. Auch die beiden Zuspielerinnen Mira Ledermüller und Lena Gretzschel nennt der VCO-Coach. Überrascht habe ihn auch Libera Lotte Goertz, die von Anfang an sehr stabil gespielt habe, aber auch die zweite Annahme- und Abwehrspezialistin Emely Nowak, die aus Cottbus erst neu an den Stützpunkt gekommen war.



Nicht zuletzt spricht für die gute Arbeit, dass immer wieder einige Spielerinnen schon beim Erstliga-Team mittrainieren durften. So zum Beispiel Diagonalspielerin Lydia Stemmler, die auch zu einem Kurzeinsatz kam, oder Außenangreiferin Sina Stöckmann und Mittelblockerin Lena Linke. Außenangreiferin Julia Wesser und Mittelblockerin Laura Berger durften kürzlich sogar ein paar Tage mit der deutschen A-Nationalmannschaft trainieren und Lena Linke war mit Alexander Waibl zu Testspielen der U23-Auswahl in Frankreich unterwegs. „Mit der Kadersituation können wir derzeit zufrieden sein“, freut sich Andreas Renneberg, der eigentlich beim letzten Spiel sehr gern die nun ausscheidenden Lydia Stemmler, Sina Stöckmann und Lena Liegert feierlich verabschiedet hätte. „Das fiel nun leider auch flach“, so der Bundesstützpunkttrainer, der aber verriet: „Wir werden das Trio sicherlich in der ersten Liga wiedersehen.“