18. September 2020 / 17:51 Uhr

Vechelde und Lengede starten neuformiert ins Kreisderby

Vechelde und Lengede starten neuformiert ins Kreisderby

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die A-Jugend des SV Arminia Vechelde gewann ein Testspiel gegen TuSpo Petershütte (weiß) mit 5:2. Fidan Kajolli (vorn, grüner Dress) traf dabei zweimal ins Netz.
Die A-Jugend des SV Arminia Vechelde gewann ein Testspiel gegen TuSpo Petershütte (weiß) mit 5:2. Fidan Kajolli (vorn, grüner Dress) traf dabei zweimal ins Netz. © Foto: Ralf Büchler
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Zur Standortbestimmung wird das Derby zwischen Arminia Vechelde und dem SV Lengede in der Landesliga der A-Junioren. Vechelde stieg nur aufgrund des Saisonabbruchs nicht ab, sieht sich aber jetzt besser aufgestellt. Beim SV Lengede gab es einen großen Umbruch. Aufsteiger VfB Peine startet gegen Topfavorit Vorsfelde.

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Die A-Jugend-Landesliga beginnt nach der langen Corona-Pause gleich mit einem echten Kracher: Arminia Vechelde empfängt den SV Lengede zum Derby. „Wir haben so viel Zeit hinter uns gebracht mit Stationstraining, dann mit Kontakt, später die Testspiele. Dann ist es doch schön, wenn es mit so einer Begegnung losgeht“, freut sich der Vechelder Trainer Dennis Herrmann auf das Spiel am heutigen Samstag (12 Uhr). Einen Tag später (10.45 Uhr) spielt Aufsteiger VfB Peine beim SSV Vorsfelde.

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Die drei Peiner Teams sind gemeinsam in der Nordstaffel der Landesliga gelandet. Der Modus sieht in diesem Jahr bis zum Winter eine einfache Runde in den beiden verkleinerten Staffeln – sieben Teams im Norden, sechs im Süden – vor. Jeweils die drei besten Teams qualifizieren sich dann für die Meisterrunde, die anderen Mannschaften spielen im nächsten Jahr gegen den Abstieg.

Arminia Vechelde

Eigentlich wäre die Vechelder Mannschaft vergangene Saison abgestiegen. Da sammelte die Arminia in zehn Spielen nur einen einzigen Zähler und hätte womöglich den Gang in die Bezirksliga antreten müssen. Durch den Saisonabbruch blieb das Team aber verschont und hat sich zur neuen Spielzeit neu aufgestellt.

„Wir haben in diesem Jahr 23 Spieler im Kader“, freut sich Trainer Dennis Herrmann, der auf ehemalige B-Jugendliche der Arminia sowie externe Neuzugänge zugreifen kann. In der Saison 2019/20 seien es viel weniger Spieler gewesen: „Das hat sich dann natürlich tabellarisch ausgewirkt.“ Nun wollen die Vechelder wieder besseren Fußball anbieten und weiter oben in der Tabelle mitmischen: „Wir würden gerne eines der ersten drei Teams sein, die in die Meisterstaffel kommen.“

Allerdings sei das kein leichtes Unterfangen. Bei gerade einmal sechs Spielen dürfe sich das Team keine Schwächephase erlauben. Außerdem gebe es weitere „ambitionierte Teams“. Etwa den SSV Vorsfelde, den MTV Gifhorn oder auch Aufsteiger VfB Peine. „Das ist für mich kein normaler Aufsteiger“, sagt Herrmann.

VfB Peine

Tatsächlich kann der Neuling auf qualitativ gute Spieler zurückgreifen. „Sieben kommen aus der Meistermannschaft der B-Jugend“, berichtet Trainer David Lieckfeldt. Außerdem habe auch er externe Neuzugänge und den guten Stamm aus der Vorsaison. „Viele sind allerdings noch aus dem jüngeren Jahrgang“, erklärt Lieckfeldt, weshalb er keine zu hohe Erwartungshaltung haben will: Der Klassenerhalt solle an erster Stelle stehen.

Lieckfeldt habe aber nichts gegen die Qualifikation für die Meisterstaffel einzuwenden und die Spieler genauso wenig: „Wir haben intern darüber gesprochen und die Jungs sind wirklich sehr ambitioniert“, sagt der VfB-Coach, der eine klare Ansage für diese Saison macht: „Wir wollen wieder die Nummer Eins im Kreis werden.“

Gleich im ersten Spiel bekommen es die Peiner aber mit Topfavorit Vorsfelde zu tun. „Ich habe die neulich beobachtet. Die haben gegen einen Regionalligisten das Spiel bestimmt und sind jetzt für mich der Topfavorit. Aber wir fahren nicht dorthin, um nur möglichst niedrig zu verlieren. Wir wollen immer gewinnen.“

Erst Anfang November empfängt der VfB die Vechelder Arminia, bereits am 24. Oktober ist das Team zu Gast beim SV Lengede, der einen großen Umbruch hinter sich hat.

SV Lengede

„In der Tat sind von uns drei in die Erste Herren aufgerückt, vier weitere sind zu anderen Vereinen im Kreisgebiet gewechselt. Sechs aus unserem Verein und ein auswärtiger Spieler sind aber aus der B-Jugend in unsere A-Jugend aufgerückt, und wir haben noch drei externe Zugänge“, sagt SVL-Trainer Rene Bauer.

Auch auf der Trainerposition gab es Wechsel. „Marcel Runge und Jens Akkermann haben mir mitgeteilt, dass sie aus zeitlichen Gründen nicht weitermachen möchten“, sagt SVL-Jugendleiter Frank Härtel. Erst sollten Walid Hasni und Mounir Magouri die Mannschaft übernehmen, aber „es hat von der Chemie her mit der Mannschaft nicht gepasst“, sagt Härtel. Vor zwei Wochen stieg dann der 29-jährige Bauer in das Traineramt ein.

„Ich sehe uns von der Leistungsstärke auf einem Niveau mit Vechelde“, sagt der neue Coach vor dem Derby. „Das letzte Testspiel beim Landesligisten JSG Salzgitter haben wir zwar 0:6 verloren, aber in der ersten Halbzeit waren wir ebenbürtig, und in der zweiten habe ich viel probiert – und außerdem waren wir dünn besetzt, so dass alle durchspielen mussten. Das Ergebnis ist jedenfalls nicht aussagekräftig.“

Von Lukas Everling