13. August 2019 / 10:14 Uhr

SC Oberhavel Velten-Trainer Christian Eichelmann wechselt sich selbst ein

SC Oberhavel Velten-Trainer Christian Eichelmann wechselt sich selbst ein

Matthias Schütt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Männer- und Frauenfußball sind wie zwei unterschiedliche Sportarten – nur mit den gleichen Regeln – Christian Eichelmann, Trainer des Landesligisten SC Oberhavel Velten, der bis zum Sommer sieben Jahre die Frauen des FSV Forst Borgsdorf trainierte.
Christian Eichelmann spielt sonst eigentlich nur noch bei den Ü35-Senioren. © Robert Roeske
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Von der Seitenlinie auf den Platz: Wegen Personalnot muss der Coach des SC Oberhavel Velten im Landespokal-Spiel gegen den Werderaner FC in der Schlussphase selbst mit auflaufen.

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Es war schon eine ungewöhnliche Szene am vergangenen Sonnabend auf dem Sportplatz in Velten. Im Erstrundenmatch des Landespokals stand Christian Eichelmann, Trainer des Landesligisten SC Oberhavel Velten, 77 Spielminuten an der Seitenlinie und coachte wie üblich seine Mannschaft – 0:3 stand es da bereits gegen den Brandenburgligisten Werderaner FC Viktoria nach Toren von Tim Steuk (5.) und Ramazan Günel (48./74.) für den Favoriten aus der Blütenstadt.

Dann musste sich der 37-Jährige aber selbst einwechseln, da sein Team mit argen Personalproblemen das Pokalmatch bestritt. „Das war einfach aus der Not heraus geboren und soll sich in der Saison keinesfalls wiederholen“, sagte Christian Eichelmann, der so noch zwölf Minuten mit seiner Mannschaft auf dem Rasen stand. Da sollte dann aber nichts passieren und der Unparteiische pfiff die Partie pünktlich ab. Damit war das Kapitel Landespokal 2019/20 für den Nord-Landesligisten sowieso vorzeitig beendet. „Wir können schon ganz gut einschätzen, dass wir als Landesligist den Pokal in Brandenburg nicht gewinnen werden. Da kommen schon noch andere Teams vor uns“, so Eichelmann. „Unser Fokus liegt daher voll auf der Saison.“

In Bildern: Der Werderaner FC Viktoria siegt mit 3:0 bei Oberhavel Velten.

Der Werderaner FC Viktoria (dunkle Trikots) siegt mit 3:0 bei Oberhavel Velten und zieht in die nächste Landespokal-Runde ein. Zur Galerie
Der Werderaner FC Viktoria (dunkle Trikots) siegt mit 3:0 bei Oberhavel Velten und zieht in die nächste Landespokal-Runde ein. © Robert Roeske
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Denn bereits im Vorfeld meldeten sich einige Akteure aufgrund eines Grippefalls beim Trainer ab, andere weilten noch im Urlaub. Somit wurde mit einem überschaubaren Kader das Pokalmatch vor rund 60 Zuschauern bestritten. Dennoch gaben die Akteure alles auf dem Rasen, schenkten nichts ab und wehrten sich nach Kräften gegen die Werderaner. „Wir haben bewusst auch einige angeschlagene Spieler geschont, damit sich diese nicht verletzen und im schlimmsten Fall längere Zeit ausfallen“, äußerte sich Eichelmann, der zwar selbst noch kickt, aber nur noch im Mittelfeld bei den Alten Herren des Oranienburger FC Eintracht. Und dabei soll es in Zukunft auch bleiben, wie der Veltener Coach sagte. „ Da kamen in diesem speziellen Fall einfach viele Faktoren zusammen, die das begünstigt haben.“

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In Velten hat man das Abenteuer Landespokal schon abgehakt. Die Konzentration und der Fokus liegen nun voll auf dem Saisonstart. Denn am Sonnabend geht es in der Landesliga wieder um Punkte. Dort treten die Veltener auswärts gegen den SV Schwarz-Rot Neustadt an. Da soll für den Vorjahreszwölften, der am Ende auf 36 Punkte kam, ein Auftakterfolg gelingen. So wie in der vergangenen Spielzeit, als man im ersten Saisonspiel den SV Babelsberg 03 II mit 1:0 schlug. Und da stand Christian Eichelmann bis zum Abpfiff an der Seitenlinie.

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