22. November 2021 / 19:07 Uhr

Veranstalter bestätigt: Ex-Werder-Trainer Anfang feierte Karnevals-Party – Offene Fragen um Impfausweis

Veranstalter bestätigt: Ex-Werder-Trainer Anfang feierte Karnevals-Party – Offene Fragen um Impfausweis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der ehemalige Werder-Trainer Markus Anfang feierte im November eine Karnevals-Party – mit gefälschtem Impfnachweis?
Der ehemalige Werder-Trainer Markus Anfang feierte im November eine Karnevals-Party – mit gefälschtem Impfnachweis? © IMAGO/Team 2
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In der Affäre um den gefälschten Impfausweis um Ex-Werder-Trainer Markus Anfang hat der Veranstalter einer Karnevalsparty in Köln gegenüber dem "WDR" bestätigt, dass Anfang dort zu Gast war. Offen bleibt, ob sich Anfang Zutritt mit einem gefälschten Impfausweis verschafft hat.

Im Impfskandal um Ex-Werder-Trainer Markus Anfang kommen immer mehr Details an Tageslicht. So bestätigte jetzt der Veranstalter der Karnevals-Party, die Roten Funken, gegenüber dem WDR, dass Anfang am 11. November im Kölner Maritim zu Gast gewesen ist. Dort galt die strenge 2G+-Regelung, Anfang soll sich mit einem gefälschten Impfausweis Zugang verschafft haben. Ein Sprecher der Roten Funken sagte dem WDR, gegen so einen Betrug könne man sich nicht schützen.

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Gegen Anfang ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil er in Verdacht steht, seinen Impfausweis gefälscht zu haben. Nachdem ihn die Klub-Bosse um Sport-Geschäftsführer Frank Baumann zunächst noch geschützt hatten, trat der Coach am Samstag aufgrund des Wirbels, der durch die Vorwürfe entstanden war, wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 zurück.

Die Staatsanwaltschaft Bremen veröffentlichte am Montag zudem neue Erkenntnisse, die den Verdacht der Fälschung seines Impfzertifikats erhärten. Nach einem Bericht des Kicker wird nun auch der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes gegen den 47-Jährigen ermitteln. Anfang drohen demnach sportrechtliche Konsequenzen, die von einer Geldstrafe bis zu einem zeitweisen Funktionsverbot als Trainer reichen könnten.