08. Mai 2020 / 13:47 Uhr

Verband zahlt RB-Spendengelder aus - Auch BSG Chemie und 1. FC Lok profitieren

Verband zahlt RB-Spendengelder aus - Auch BSG Chemie und 1. FC Lok profitieren

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Im Leioziger Fußball ruht der Ball wohl noch einige Monate lang.
Im Leipziger Fußball ruht der Ball wohl noch einige Monate lang. © imago images/ActionPictures
Anzeige

40.574 Euro überwies RB Leipzig an den Fußballverband der Stadt Leipzig. Das Geld stammt aus dem Verkauf virtueller Tickets im Rahmen der #WirAlle-Aktion des Bundesligisten. In dieser Woche hat der Verband die Summe an seine Mitgliedsvereine verteilt.

Anzeige

Leipzig. Oft tritt der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) seinen Mitgliedsvereinen gegenüber als Rechnungssteller auf, zum Beispiel wenn es um Meldegebühren geht. In dieser Woche war jedoch alles anders. Da konnte der Verband als Auszahler auftreten. "Wir haben am Freitag die uns von RB Leipzig übersandten Spendengelder überwiesen", erklärte FVSL-Geschäftsführer Uwe Schlieder dem SPORTBUZZER. Insgesamt 40.574 Euro hatte der Bundesligist im Rahmen seiner Spendenaktion #WirAlle zur Verfügung gestellt. Die Summe war durch den Verkauf von 20.287 virtuellen Ticket für die Partie gegen den SC Paderborn zustande gekommen.

Vom Geld profitieren alle 80 im FVSL organisierten Vereine, die mindestens eine Mannschaft im Spielbetrieb haben. Der 81. dieser Clubs ist RB selbst. "Die Verantwortlichen haben natürlich erklärt, sich nicht selbst unterstützen zu wollen", so Schlieder. Zu den 80 Clubs die eine Überweisung erhalten haben, gehören auch die BSG Chemie und der 1. FC Lok Leipzig. Nach SPORTBUZZER-Informationen erteilten beide zuvor explizit ihr Einverständnis. Nicht ohne Grund: 2017 hätten die F-Junioren der Probstheidaer als Preis für ihren Sieg im Nachwuchs-Stadtpokal die Profis von RB Leipzig bei einer Bundesliga-Partie auf den Rasen führen sollen. Dazu kam es jedoch nicht. Die Blau-Gelben gaben den Preis zurück. Die Aktion war von einem großen Medienecho begleitet worden. Dieser Vorgang sollte sich nun anno 2020 nicht wiederholen. Deshalb die gesonderte Vorabsprache.

50 bis 1700 Euro pro Verein

Entgegen der ursprünglichen Planung erhielten allerdings nicht alle 80 Vereine die gleiche Summe überwiesen. "Die Kostenstrukturen sind doch überall sehr unterschiedlich. Je mehr Teams ein Verein im Spielbetrieb hat, desto mehr Ausgaben hat er." Deshalb entschied sich der Vorstand des FVSL um Präsident Dirk Majetschak, die Höhe der Auszahlung auch genau danach zu bemessen.

"Wir haben die Gesamtsumme durch die Anzahl aller im Spielbetrieb befindlichen Leipziger Mannschaften geteilt", erläutert Uwe Schlieder das Verfahren. "Das Ergebnis wurde dann mit der Anzahl der Teams multipliziert, die jeder Verein gemeldet hat." Weit über 700 Mannschaften wurden in die Berechnung einbezogen. Die Clubs erhielten so zwischen 50 Euro und 1700 Euro überwiesen. "Wir sind RB Leipzig sehr dankbar, dass sie die Leipziger Amateurfußballer bei ihrer Spendenaktion mit bedacht haben."