20. Februar 2021 / 16:49 Uhr

Verband zieht nach: Saison auch für TV Eintracht Sehnde beendet

Verband zieht nach: Saison auch für TV Eintracht Sehnde beendet

Volker Klein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Für Björn Ole Kulisch (am Ball) und den TV Eintracht Sehnde heißt es voraussichtlich Anfang 2022: Abflug in neuer Heimfestung. 
Für Björn Ole Kulisch (am Ball) und den TV Eintracht Sehnde heißt es voraussichtlich Anfang 2022: Abflug in neuer Heimfestung.  © Michael Thieme
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Warten auf den Sommer – so könnte die Situation beim TV Eintracht Sehnde bezeichnet werden. Nachdem die Handballregion Hannover bereits vor rund drei Wochen die Saison für beendet erklärt hatte, hat nun der Verband nachgezogen. Damit hat nun auch die letzte Sehnder Mannschaft, die Männer-Erstvertretung aus der Landesliga, Klarheit.

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„Wir hoffen, dass es in vier, fünf Monaten bessere Bedingungen gibt und wir dann wieder trainieren und spielen können“, sagt Trainer Christoph Brause. „Spätestens nachdem der Lockdown noch einmal bis zum 7. März verlängert wurde, war mir klar, dass es nichts mehr wird. Und das ist auch gut so.“

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Beim Wiedereinstieg ins Training muss eine längere Zeit für die Aufnahme der handballspezifischen Prozesse eingeplant werden, allein um Verletzungen vorzubeugen. „Nach so langer Pause kann man nicht sofort wieder loslegen, das hätte fatale Folgen haben können“, sagt der Coach.

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"Warum nicht aufsteigen?"

Allerdings sieht er den endgültigen Abbruch auch mit einem weinenden Auge, denn insgeheim hatte seine Sieben gehofft, nicht nur eine gute Rolle in der Oststaffel spielen zu können, sondern vielleicht sogar nach Höherem zu streben. „Warum nicht aufsteigen? Die Verbandsliga würde ich uns zutrauen“, sagt der 33-Jährige. Das Gerüst seiner Mannschaft spielt seit einigen Jahren zusammen, habe sich dabei kontinuierlich weiterentwickelt.

Brause selbst arbeitet seit vier Jahren mit dem Team, zunächst zweieinhalb Jahre als Co-Trainer von Frank Christ, bevor er selbst die Verantwortung übernommen hat. Nach dem Wiederaufstieg vor knapp vier Jahren belegten die Brause-Akteure die Ränge vier, sechs und zuletzt drei. Wobei letztgenannte Saison vorzeitig abgebrochen werden musste und die finalen sechs Begegnungen der Pandemie zum Opfer gefallen waren.


Einblick in de Zukunft

Besonders die Angriffsleistungen haben dem Übungsleiter gefallen. Mit im Schnitt 31,45 Treffern pro Spiel stellten die Sehnder die drittbeste Offensivabteilung, zudem mit Jan-Louis Guhl den fünftbesten Torjäger (110 Treffer). Der Aufstieg sei kein Muss, aber ein Ziel, das durchaus möglich ist. „Die Mannschaft hat signalisiert, zusammenzubleiben, sodass ich mit keinen Abgängen rechne. Dazu werden in der Vorbereitung wieder Nachwuchsspieler hinzustoßen, die natürlich ihre Chance bekommen, sich zu empfehlen“, sagt Brause, der bereits einen Einblick in die Zukunft gibt.

Freude bereitet ihm weiterhin, dass nach dem Brand der KGS-Sporthalle vor viereinhalb Jahren nun bald die neue Heimspielstätte fertiggestellt sein soll. „Zwar wird unsere neue Heimfestung noch nicht zum Saisonstart fertig sein, aber ein Termin Anfang 2022 könnte realistisch werden“, sagt der Trainer.

Sehnde hofft auf Rasenplatzturnier im Sommer

Der TVE Sehnde hofft auf die Austragung des 29. Rasenplatzturniers für Jugendmannschaften kurz vor den Sommerferien (17./18. Juli), sofern es die Corona-Lage zulässt. Als Neuerung ist eine Woche zuvor ein Turnier für Seniorenmannschaften in Planung. Anmeldemodalitäten werden rechtzeitig bekannt gegeben.