11. Mai 2021 / 10:04 Uhr

Verbände fordern: Sport erlauben, Übungsleiter impfen

Verbände fordern: Sport erlauben, Übungsleiter impfen

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Torwart-Training beim TSV Wendezelle: DOSB und Landessportbünde fordern, Sport wieder zu erlauben.
Torwart-Training beim TSV Wendezelle: DOSB und Landessportbünde fordern, Sport wieder zu erlauben. © Isabell Massel
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Ein Schutz der Gesundheit durch sportliche Inaktivität funktioniert auf Dauer nicht – das stellen der Deutsche Olympische Sportbund und die 16 Landessportbünde fest. Sie fordern deshalb eine Lockerung des Lockdowns für den Sportbetrieb. 

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Die Stimmen werden lauter, den gemeinsamen Sport wieder zu erlauben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) betont in einer Stellungnahme den gesundheitlichen Aspekt und fordert, den „Sport als Impfung“ zu begreifen. Die 16 Landessportbünde und der DOSB hatten sich in einer Videokonferenz mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie befasst und kamen zu dem Schluss: „Die Zeit ist reif, um zu einem geordneten Sportbetrieb zurückzukehren.“ Ähnlich hatte sich vor Kurzem die Konferenz der Sportbünde Niedersachsens geäußert.

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„Mit der steigenden Anzahl von Geimpften und Genesenen, flächendeckenden Testungen und den im Sport etablierten Hygiene- und Schutzkonzepten ist die Zeit gekommen, den Sport wieder zu öffnen“, sagt Elvira Menzer-Haasis, Vorsitzende der Konferenz der Landessportbünde. „Nur dann kann die positive Wirkung des Sports zur physischen und psychischen Gesundheit sowie die gemeinschaftsstiftenden Sozialkontakte durch den Sport wieder zum Tragen kommen“, sagt Alfons Hörmann, Präsident des (DOSB).

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Für die Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft sei es höchste Zeit, dass wieder Sport in gewohnter Weise stattfinden kann, heißt es in der Stellungsnahme des DOSB und der 16 Landessportbünde. Das gelte für die Mehrzahl von Bewegungsangeboten auf Sportfreianlagen, im öffentlichen Raum, aber letztlich auch in großen gedeckten Anlagen. Die Vereine, die Fachverbände und Landessportbünde in Deutschland seien in der Lage, auch in der aktuellen Situation verantwortbare Angebote zu unterbreiten.



Wesentliche Grundlage sei der konsequente Dreiklang von Impfen, Testen und Kontakt-Nachverfolgung. „Dies gepaart mit entsprechenden Hygienekonzepten ist im Sportverein gewährleistet“, stellen DOSB und Landessportbünde fest. „Die mehr als 440 000 in Deutschland lizensierten Übungsleiter und Trainer leisten eine hervorragende Arbeit und achten auf die Einhaltung der Regeln. Umso wichtiger ist es, dass sie für diese Arbeit jetzt auch ein Impfangebot bekommen“, heißt es weiter.

„Der Kurs der Umsicht und Vorsicht muss bei der Umsetzung von Lockerungen auch weiterhin im Mittelpunkt stehen. Sport ist wie eine Impfung auf dem Weg zur Bekämpfung der Pandemie“, sagt Elvira Menzer-Haasis. Ein Schutz der Gesundheit durch sportliche Inaktivität funktioniere auf Dauer nicht; die gesundheitlichen Folgeschäden seien zu groß. „Sporttreiben war und ist weiterhin nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung zur Pandemiebekämpfung“, heißt es in der Stellungnahme.

Von Matthias Press