07. November 2019 / 22:31 Uhr

Verbandsliga-Abstiegskampf wird zum Schneckenrennen

Verbandsliga-Abstiegskampf wird zum Schneckenrennen

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Intensives Kopfballduell zwischen Christian Marten und Bützows Max Körting (r.).
Christian Marten (l.) mit dem FC Förderkader René Schneider und Max Körting vom TSV Bützow, die hier ein Kopfballduell bestreiten, sind mit ihren Teams noch sieglos in der Verbandsliga. © Johannes Weber
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Mit dem FC  Förderkader René Schneider und dem TSV Bützow warten zwei Kellerkinder der Tabelle nach elf Spielen noch auf den ersten Saisonsieg. Der Grimmener SV hat es selber in der Hand, sich in den nächsten Wochen ein wenig Luft zu verschaffen.

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Rostock. Der Abstiegskampf in der Fußball-Verbandsliga entwickelt sich zum Schneckenrennen. Die Mannschaften am Tabellenende tun sich schwer, punkten kaum. Nach elf Spieltagen haben mit dem FC Förderkader René Schneider und Schlusslicht TSV Bützow zwei Teams noch keinen Sieg eingefahren. Eine ungewohnte Situation für die beiden Klubs, die in den vergangenen Spielzeiten meistens Ränge im Tabellenmittelfeld der höchsten MV-Spielklasse belegten.

Die Gefahrenzone um den Klassenverbleib beginnt bei der SG Aufbau Boizenburg (12. Tabellenplatz/11 Punkte). Neben den Westmecklenburgern befinden sich aktuell noch der Grimmener SV (13./8) und der FC Förderkader (14./6) über dem Strich. Knapp dahinter nehmen der SV 90 Görmin (15/5) und der TSV Bützow (16/2) die Abstiegs­ränge ein.

So viele Zuschauer kamen im Schnitt zu den bisherigen Heimspielen der Verbandsligisten:

<b>1. Platz:</b> FC Mecklenburg Schwerin - 376 Zuschauer im Schnitt (6 Spiele) Zur Galerie
1. Platz: FC Mecklenburg Schwerin - 376 Zuschauer im Schnitt (6 Spiele) ©
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In den zurückliegenden Wochen standen die direkten Duelle der Teams zwischen Platz 14 und 16 an. Alle drei Partien endeten 1:1. So konnte sich keine Mannschaft absetzen, die Kellerkinder treten auf der Stelle. Bei den Görminern gab es vor zweieinhalb Wochen sogar einen Trainerwechsel.

Die Konstellation auf den unteren Rängen wird sich bis zur Winterpause aller Voraussicht nach noch etwas verändern. Der Grimmener SV hat die große Chance, sich bis zur Winterpause etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Die Elf von Trainer Martin Walewski muss in vier der fünf Spiele bis zum Jahresabschluss gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte ran.

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In drei Wochen wird der GSV auch Gegner des FC Förderkader René Schneider sein. Bei den Rostockern wird trotz der schwierigen sportlichen Situation die Ruhe bewahrt. Trainer Stephan Malorny betont, dass der Abstiegskampf kein großes Thema sei. „Wir beschäftigen uns damit nicht. Das ist alles noch weit weg, es kann noch viel passieren“, kommentiert der ­61-Jährige. Er ist nach wie vor davon überzeugt, dass seine Mannschaft die Kurve bekommen wird.

Die große Hoffnung von Stephan Malorny bleibt, dass seine Schützlinge in der Frühjahrsserie mehr Punkte einfahren werden. „Wir drehen in den Trainingseinheiten bereits an ein paar Stellschrauben, um im zweiten Halbjahr erfolgreicher aufzutreten“, sagt der Trainerfuchs, ohne näher darauf einzugehen.

Förderkader-Cheftrainer fehlt in Güstrow

Im Spiel morgen (19.30 Uhr) beim Güstrower SC wird Malorny dem FC Förderkader aus beruflichen Gründen fehlen. Assistenzcoach René Warning wird ihn an der Seitenlinie vertreten. „René hat die Mannschaft ja schon beim Remis gegen Anker Wismar (0:0/d. Red.) betreut. Daher sehe ich uns bestens vorbereitet“, meint Stephan Malorny, für den das Minimalziel in der Barlachstadt ein Remis ist.

Unterdessen könnte es passieren, dass nur ein Team aus der Verbandsliga absteigen muss. Für diesen Fall dürfte kein Team aus Mecklenburg-Vorpommern am Saisonende aus der NOFV-Oberliga Nord absteigen. Momentan spricht vieles dafür, dass es so kommen kann. Alle Mannschaften aus dem Bundesland stehen sportlich sehr gut da. Am dichtesten zum Tabellenkeller liegt momentan der Torgelower FC Greif, der mit 17 Punkten den siebten Tabellenrang belegt. Der TFC hat allerdings auch schon neun Zähler Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz.

Das Restprogramm bis zur Winterpause der Kellerteams:

SG Aufbau Boizenburg
Grimmener SV (H)
FC Neubrandenburg (A)
Rostocker FC (H)
SV Pastow (A)
FC Anker Wismar (A)

Grimmener SV
SG Aufbau Boizenburg (A)
SV 90 Görmin (H)
FC Förderkader (A)
Penzliner SV (H)
TSV Bützow (A)

FC Förderkader
Güstrower SC (A)
FC Mecklenburg Schwerin (A)
Grimmener SV (H)
1. FC Neubrandenburg (A)
Rostocker FC (A)

SV 90 Görmin
FC Mecklenburg Schwerin (H)
Grimmener SV (A)
1. FC Neubrandenburg (H)
Rostocker FC (A)
SV Pastow (A)

TSV Bützow
Penzliner SV (A)
Malchower SV (A)
Güstrower SC (H)
FC Mecklenburg Schwerin (A)
Grimmener SV (A)

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