18. April 2022 / 22:25 Uhr

Verbandsliga: Anker-Remis in Güstrow, später Neubrandenburg-Sieg im Derby

Verbandsliga: Anker-Remis in Güstrow, später Neubrandenburg-Sieg im Derby

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Torhüter Mirco Seide ist zum Abwurf bereit.
Hielt seinen Kasten in Güstrow sauber: Anker-Torwart Mirco Seide. © Johannes Weber
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Der FC Anker Wismar muss sich mit einem torlosen Unentschieden beim Güstrower SC anfreunden. Der 1. FC Neubrandenburg siegt dank Nawotke-Doppelpack. Der FSV Bentwisch fährt den nächsten Pflichtsieg ein.

Rostock. Ein anstrengendes Wochenende liegt hinter den meisten Mannschaften in der Fußball-Verbandsliga. Aufgrund eines regulären Spieltages und der Ansetzung von fünf Nachholpartien mussten einige Teams am vergangenen Sonnabend und Montag binnen 48 Stunden zwei Mal ran. Die vielen Partien haben in der Tabelle für einige Veränderungen gesorgt.

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Für den FC Anker Wismar (2. Platz/40 Punkte) hat sich der Rückstand zum Spitzenreiter 1. FC Neubrandenburg (50) vergrößert. Während der FCN seine beiden Auswärtsspiele gegen den SV Warnemünde (8:1) und Penzliner SV (2:1) gewann, patzte der FC Anker am Montag im Titelrennen. Noch am Sonnabend hatten die Wismarer einen 2:1 (1:0)-Arbeitssieg gegen den FSV Kühlungsborn gefeiert. Der Ex-Kühlungsborner Leon Höhndorf, der im zurückliegenden Sommer vom FSV nach Wismar gewechselt war, hatte das Siegtor in der 84. Minute geschossen. Zwei Tage später musste sich der FC Anker mit einem 0:0 beim Güstrower SC anfreunden. Zwar drängten die Gäste auf den Treffer, doch der GSC verteidigte mit sehr viel Leidenschaft das Remis.

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Güstrower SC: Kirsch – Writschan (46. M. Nehls), Kastl (7. Reister), Thormann, Appel (69. Boy), Weidmann, Mihajlovic, Schumann, Römer, Fichelmann, Schuller.
FC Anker Wismar: Seide – Ottenbreit, Billep, Rodriges, Köhn (62. Höhndorf), P. Nehls, Meyer, Levetzow (88. Muhlack), Ehlert, Nevermann (46. Hurtig), Martens.
Schiedsrichter: Sebastian Buchmann.
Zuschauer: 119.

Derweil setzt der 1. FC Neubrandenburg seinen Siegeszug fort. Der späte 2:1-Sieg in Penzlin war der fünfte Erfolg in Serie. Daniel Nawotke brachte die Neubrandenburg früh in Führung und erzielte in der 89. Minute auch den Siegtreffer für den Favoriten. Zwischenzeitlich markierte Alexander Lukesch (54.) den Ausgleich für den PSV. Rund 420 Zuschauer waren bei dem Lokalduell vor Ort.

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Penzliner SV: Buschke – Kaul, Hönig (60. Zühlke), C. Lukesch, Richter, Kowal, Timper (24. Mielke), Korth, A. Lukesch, Kuchenbecker, Holtz.
1. FC Neubrandenburg: Harz – Nawotke, Czarnetzki, Zallmann, Grube (90. +3 Horn), Fassinger, Kühl, Fischer, Schröder, Yildiz (56. Ebel), Freyer (46. Witte/71. Blume).
Tore: 0:1 Nawotke (4.), 1:1 A. Lukesch (54.), 1:2 Nawotke (89.).
Schiedsrichter: Sirko Müke.
Zuschauer: 420.

In Torlaune hat sich derweil der FC Schönberg (4./38) am Ostermontag präsentiert. Die Nordwestmecklenburger schossen auswärts das Schlusslicht SV Waren mit 8:0 (4:0) regelrecht ab. Furkan Kalfa gelang in der Partie ein Fünferpack. Noch am Donnerstag hatten die Grün-Weißen in einer intensiven Begegnung ein 2:2 nach 0:2-Rückstand beim Malchower SV erkämpft. Schönbergs Trainer Axel Junker zeigte sich zufrieden mit der Punkt-Ausbeute über die Feiertage. „Die Jungs sind weiter hungrig. Wir hatten sogar am Sonnabend noch eine Trainingseinheit zwischen den Spielen eingelegt. Der Sieg in Waren geht auch in der Höhe in Ordnung. Positiv ist auch, dass wir zu Null gespielt haben.“

SV Waren: Asmus – Jensch, Schröder, Diercks, Loewenau (83. Kadour), Krolikowski, Köhler (46. Hake), Briems, Schünzel, Beltzer, Bartel (46. Podgorskij).
FC Schönberg: Szymura – Keller, Leu, Schameitke, Kanzog (46. F. Burmeister), Lübcke (61. Nagel), Kalfa, Schulz (23. Miltzow), Kaben (46. Cordt), Heymann (61. Schewe), Halke.
Tore: 0:1 Kaben (3.), 0:2, 0:3 Kalfa (21., 33.), 0:4 Heymann (45./Foulelfmeter), 0:5 Burmeister (48.), 0:6, 0:7, 0:8 Kalfa (54., 68., 81.).
Schiedsrichter: Lukas Eichenberg.
Zuschauer: 38.

Nach dem 16:0 des 1. FC Neubrandenburg: Die höchsten zehn Siege in der Verbandsliga seit Sommer 2012

<b>1. Platz:</b> 1. FC Neubrandenburg - SV Waren 16:0 (19. Februar 2022) Zur Galerie
1. Platz: 1. FC Neubrandenburg - SV Waren 16:0 (19. Februar 2022) ©

In große Schwierigkeiten dürfte der FSV Bentwisch (8./28) in dieser Saison wohl nicht mehr kommen. Mit den Pflichtsiegen gegen die beiden Kellerkinder SV Waren (6:0) und Aufbau Boizenburg (3:0) sollten die Kicker von Coach Harry Krause letzte Restzweifel am Ligaverbleib beseitigt haben. Gegen zwei Gegner, die sich vor allem auf die Defensivarbeit beschränkten, hätten die Bentwischer allerdings noch einige Treffer mehr erzielen können.

FSV Bentwisch: Gutknecht – Leifholz, Geers, Ziehmens (66. Papenhagen), Berndt, N. Pergande (79. Stepanek), Lau (85. Günther), Rodeck, T. Pergande, Thedran, Studier.
SG Aufbau Boizenburg: Zlotkowski – Dapaah, Kaatz, Okafor, Pham, Fabel, Thiele, Herliczek (85. Neumann), Asanuma (85. Hübner), Wilhelm, Lamer.
Tore: 1:0, 2:0 N. Pergande (6., 64.), 3:0 Papenhagen (83.).
Schiedsrichter: Valentin Vogel.
Zuschauer: 80.

Unterdessen ist die Erfolgsserie des FSV Kühlungsborn (11./26) an diesem Wochenende gerissen. Nach fünf ungeschlagenen Partien war das 1:2 am Sonnabend in Wismar die erste Niederlage seit zwei Monaten. Am Ostermontag punkteten die Kühlungsborner dafür beim SV Siedenbollentin (1:1). Philip Sibrins erzielte den Ausgleich für den FSV in der 31. Minute nach einem Freistoß. Zuvor hatte Philipp Meinzer das frühe 1:0 für den SVS erzielt.

FSV-Coach René Schultz befand, dass seine Mannschaft im zweiten Durchgang das bessere Team gewesen sei. Mit dem Punkt konnte er dennoch leben, da schon andere Mannschaften wie der FC Anker Wismar oder Malchower SV in Siedenbollentin gescheitert waren. "Der Gegner hatte im ersten Abschnitt die eine oder andere Konterchance. Wir müssen nach der Pause ein Tor machen", so Schultz.

SV Siedenbollentin: Brötzmann – Wieting, Müller, Kuhl, Meinzer, Kuhn, Felgenhauer, Thesenvitz (66. Bollow), Otto, Kruck, Berndt (85. Walter).
FSV Kühlungsborn: Heskamp – Sibrins, Maletzke (66. Bartsch), Fogel, Dornick (66. Werner), Wilke (60. Klotzsch), Franke, Lübke, Moritz, Fiedler, Synwoldt.
Tore: 1:0 Meinzer (9.), 1:1 Sibrins (31.).
Schiedsrichter: Toni Schwager.
Zuschauer: 130.

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