30. März 2022 / 23:16 Uhr

2:0 in Güstrow: 1. FC Neubrandenburg legt die Remis-Serie ab

2:0 in Güstrow: 1. FC Neubrandenburg legt die Remis-Serie ab

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Neubrandenburger Jubel nach dem 2:0: Lennard Fassinger, Moritz Horn, Daniel Nawotke und Danny Blume feiern mit Torschütze Lukas Ebel (von links).
Neubrandenburger Jubel nach dem 2:0: Lennard Fassinger, Moritz Horn, Daniel Nawotke und Danny Blume feiern mit Torschütze Lukas Ebel (von links). © Johannes Weber
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Am Mittwochabend hat der Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga den Güstrower SC mit 2:0 besiegt. Im zweiten Durchgang schlägt der 1. FC Neubrandenburg durch Mehmet Yildiz und Lukas Ebel zu. Somit schließen die Gäste den Monat nach vielen Unentschieden mit einem Erfolg ab.

Der 1. FC Neubrandenburg hat seinen Unentschieden-Fluch in diesem Monat noch rechtzeitig abgelegt. Der Spitzenreiter der Fußball-Verbandsliga bezwang am Mittwochabend auswärts den Güstrower SC mit 2:0 (0:0). Es war der erste Erfolg nach zuletzt vier Remis, die es seit Anfang März gegeben hat.

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"Es war der befreiende Sieg, den wir uns hart erarbeitet haben", jubelte FCN-Coach Mathias Wackerow. Seine Elf baute den Vorsprung auf die Konkurrenz auf sechs Zähler aus. Allerdings haben die Verfolger FC Anker Wismar (2. Platz/32 Punkte), SV Pastow (3./31) und FC Schönberg (4./31) noch vier beziehungsweise drei Partien weniger bestritten.

In Bildern: Güstrower SC - 1. FC Neubrandenburg

Mehmet Yildiz bekommt es in dieser Szene mit den Güstrowern Jan Kastl (l.) und Mitja Thormann (r.) zu tun. Zur Galerie
Mehmet Yildiz bekommt es in dieser Szene mit den Güstrowern Jan Kastl (l.) und Mitja Thormann (r.) zu tun. ©

Im Nachholspiel in Güstrow entwickelte sich ein flottes Spiel, Torchancen ereigneten sich allerdings nur wenige bis zum Pausenpfiff. Zu Beginn tauchte Ole Schuller (7.) für den GSC frei vor FCN-Keeper Tjard Stejskal auf und scheiterte am Schlussmann. Anschließend ging bei den Gästen mehr nach vorn.

Einen Aufreger gab es in der 30. Minute. Nach einem Fehlpass von Franz Appel in die Füße von Neubrandenburgs Daniel Nawotke, dribbelte der Angreifer auf das Tor des Heimteams zu. Nawotke lief mit Ball an Torwart Paul-Martin Schulz vorbei und ging kurz danach zu Boden. Ob der mitgelaufene Verteidiger Moritz Schumann den Routinier im Strafraum tatsächlich noch erwischt hat, war nicht klar ersichtlich. Schiedsrichter Jan-Arne Seep reichte das wohl nicht, er ließ weiterlaufen. Nawotke rannte nach der Szene zum Unparteiischen, beschwerte sich und sah dafür die Gelbe Karte. Bis zum Kabinengang kam der FCN noch zu zwei Torannäherungen, mehr aber nicht.

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Güstrow-Coach Holger Scherz zur 1. Halbzeit: "Haben keinen guten Fußball gespielt"

Güstrows Coach Holger Scherz war mit dem ersten Durchgang seiner Elf nicht zufrieden. Sie habe keinen guten Fußball gespielt und mit zu vielen längen Bällen agiert. "Die Abstände waren zu weit, daher kamen wir nicht so richtig ins Spiel", befand Scherz und fügte hinzu: "Dafür haben wir ganz gut verteidigt."

Eine Steigerung seiner Mannschaft sah der Güstrower Trainer im zweiten Abschnitt. Die Hausherren zeigten sich einige Male vorne, unter anderem köpfte Paul Fichelmann (54.) einen Eckball über den Querbalken. Danach waren aber wieder die Neubrandenburger am Drücker und hatten im gegnerischen Strafraum erneut eine knifflige Szene, die zu einem Elfmeter hätte führen können. GSC-Kicker Henrik Löhning bekam den Ball an die Hand. Schiri Seep pfiff erneut nicht. "Die beiden nichtgegebenen Elfmeter waren Schlüsselszenen im Spiel. Wir haben dagegen erfolgreich angekämpft", meinte Wackerow.

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Yildiz und Ebel lassen den 1. FC Neubrandenburg jubeln

In der 73. Minute hatte er Grund sich zu freuen, als Mehmet Yildiz einen Angriff über die linke Seite zum 1:0 abschloss. Danach legte der eingewechselte Lukas Ebel mit einem Schuss durch die Beine von Schulz den zweiten FCN-Treffer nach. Teamkollege Danny Blume (85.) traf anschließend per Kopfball noch den Pfosten. Er verließ wenig später den Platz kurz vor Abpfiff ebenso angeschlagen wie Güstrows Ole Schuller.

"Der Sieg geht völlig in Ordnung. Wir haben über weite Strecken den besseren Fußball gespielt. Die Räume haben wir genau so bespielt, wie wir uns vorgenommen haben", lobte Wackerow sein Team. Sein Gegenüber Holger Scherz erkannte den Erfolg der Neubrandenburger fair an: "Der Sieg für Neubrandenburg ist absolut verdient. Wir hatten zu viele Spieler drin, die an diesem Abend nicht an ihre Topform gekommen sind".

Schon am kommenden Sonnabend (Anpfiff: 14 Uhr) geht's für den Güstrower SC mit dem Heimspiel gegen Schlusslicht SV Waren 09 weiter. Eine Stunde erfolgt der Anpfiff beim Auswärtsspiel des 1. FC Neubrandenburg gegen den FC Förderkader René Schneider.

Güstrower SC: Schulz – Writschan (65. Writschan), Bormann, Schumann, Löhning – Fichelmann – Reister, Appel, Thormann (71. Mihajlovic) – Kastl (57. Römer), Schuller.
1. FC Neubrandenburg: Wegener – Horn, Schröder, Zallmann, Czarnetzki – Fischer – Nawotke, Fassinger Freyer (61. Ebel), Yildiz (74. Blume) – Grube (87. Drzymotta).
Tore: 0:1 Yildiz (73.), 0:2 Ebel (79.).
Schiedsrichter: Jan-Arne Seep.
Zuschauer: 123.

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