28. Januar 2021 / 21:59 Uhr

Verbandsliga: Sportgericht entscheidet gegen Aufbau Boizenburg

Verbandsliga: Sportgericht entscheidet gegen Aufbau Boizenburg

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Symbolbild
Aufbau Boizenburg war zum Spiel in Ueckermünde nicht angetreten. © Christian Modla
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Die ausgefallene Partie gegen den FSV Einheit Ueckermünde wird mit drei Punkten für die Vorpommern gewertet. Boizenburger hatten mehrere Stellungnahmen abgegeben.

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Die ausgefallene Partie in der Fußball-Verbandsliga zwischen dem FSV Einheit Ueckermünde und der SG Aufbau Boizenburg hat ein endgültiges Urteil erhalten. Die Begegnung wurde mit drei Punkten und 3:0-Toren für die Ueckermünder gewertet. Die Boizenburger waren zu dem Duell, das am 31. Oktober 2020 ausgetragen werden sollte, nicht angetreten.

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Da der Kreis Vorpommern-Greifswald, in dem Ueckermünde liegt, wenige Tage vor dem Match als Corona-Risikogebiet (hatte den Inzidenzwert von 50 überschritten) eingestuft wurde, hatte die SG Aufbau auf die 330 Kilometer lange Anreise verzichtet. Die Elbestädter wollten die Gesundheit ihrer Aktiven und sowie deren Angehörigen schützen. Der Kreis Ludwigslust-Parchim, aus dem die Westmecklenburger kommen, war einen Tag vor der Begegnung ebenfalls zum Risikogebiet erklärt worden. Der FSV Einheit hatte einer Verlegung des Spiels zugestimmt - der Landesfußballverband nicht.

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„Wir sind sehr enttäuscht und fühlen uns ungerecht behandelt“, wird Boizenburgs Abteilungsleiter Jens Anderson in der Schweriner Volkszeitung zitiert. Nach eigene Angaben soll Anderson vier Stellungnahmen geschrieben haben - an den Staffelleiter, das Sportgericht, das Verbandsgericht und als Begnadigung. „Im Verlauf der Instanzen wurde immer mehr Verständnis für unsere Gründe geäußert", so Anderson weiter. Die Bemühungen brachten nichts, es blieb bei der Wertung gegen die Boizenburger.

Einheit Ueckermünde rutschte durch die drei Punkte auf Tabellenrang neun vor. Die Boizenburger bleiben Schlusslicht der Verbandsliga.