22. März 2020 / 17:56 Uhr

Warten auf Normalität: Der SV Unterweissach ein Jahr nach dem Vereinsheim-Brand

Warten auf Normalität: Der SV Unterweissach ein Jahr nach dem Vereinsheim-Brand

René Wenzel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Vereinsheim des Unterweissach sieht nach dem Brand noch unverändert aus. Provisorisch setzt der Klub auf eine Holzhütte mit Terrasse (kleines Bild).
Das Vereinsheim des Unterweissach sieht nach dem Brand noch unverändert aus. Provisorisch setzt der Klub auf eine Holzhütte mit Terrasse (kleines Bild). © Privat/Montage
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Der SV Unterweissach plant den Neubau des Vereinsheims. Fast ein Jahr nach dem Brand soll die Bauphase des neuen Klub-Gebäudes starten. 

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Das Vereinsheim des SV Unterweissach (Baden-Württemberg) ist nach dem Brand am 1. April 2019 immer noch nicht wiederzuerkennen. Noch ist unklar, wie es mit dem Gebäude weitergeht. Der Plan sieht einen Abriss mit anschließendem Neubau vor.

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Verlängerungskabel sorgen für eine Stromversorgung, eine provisorische Heizung lässt die Räume nicht ganz abkühlen und in eine Holzhütte dient seit Monaten als Vereinsgasstätte – der SV Unterweissach musste in fast einem Jahr nach dem Brand auf dem Sportgelände einiges aushalten. Bis zum 1. Mai ändert sich am früheren Vereinsheim inklusive Umkleidekabinen nichts mehr.

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"Wenn alles klappt und wir mit dem Abriss am 1. Mai starten können, könnte alles bis Dezember fertig sein", hatte Martin Ziegler, zweiter Vorsitzender des SV Unterweissach, gesagt, bevor die Corona-Krise richtig zuschlug. Jetzt ist naturgemäß unklar, wann es weitergeht.

Der Start nach dem Brand kostet allen Beteiligten viel Kraft. Es herrscht ein großes Chaos, bis alles wieder etwas läuft. Die alten Kabinen direkt neben dem abgerannten Vereinsheim müssen aufbereitet werden. Mit einer provisorischen Heizung geht´s in die kalten Wintermonate. Aus dem abgebrannten Gebäudeteil retten die Verantwortlichen noch die Küche, einige Pokal und Bilder – der Großteil landet direkt im Müll-Container.

Das Amateurfußball-Bündnis #GABFAF wurde am 15. März 2019 ins Leben gerufen. Hier zehn besondere Momente aus dem ersten Jahr:

Überraschung, Freude, Jubel, Rührung: Das #GABFAF-Team hat in der Galerie seine Lieblingsmomente zusammengestellt. Zur Galerie
Überraschung, Freude, Jubel, Rührung: Das #GABFAF-Team hat in der Galerie seine Lieblingsmomente zusammengestellt. ©

Die Mitglieder zeigen laut Ziegler in dieser schwierigen Zeit viel Verständnis für einige Umstellungen. Die Mannschaften müssen sich in externen Hallen, Sportstätten oder notdürftig aufgebauten Zelten umziehen. Duschen gehen viele Spieler nur noch zu Hause. "Am Anfang hat noch alles sehr nach Rauch gestunken", erinnert sich der 2. Vorsitzende, der die Hilfe der umliegenden Klubs lobt: "Wir wären auch nach dem Abriss wieder auf diese Vereine angewiesen und müssten unsere Spiele verlegen."

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Ein Entwurf des neuen Gebäudes liegt bereits dem Gemeinderat vor. Die Kosten für den Neubau sollen bei etwa 1,2 Millionen Euro liegen – 900.000 Euro davon seien für den Sportbereich vorgesehen. Dank eines Zuschusses der Gemeinde und des Württembergischen Landessportbundes für den sportlichen Teil (600.000 Euro) sowie der Brandversicherung (205.000 Euro), müsse der Verein eine Eigenleistung von etwa 100.000 Euro aufbringen. „Im Untergeschoss sollen die Kabinen und sanitäre Anlagen sowie weitere Räume zur Unterbringung der Materialien entstehen. Den oberen Teil würden wir vermieten", erklärt Ziegler. Im Verein sorgt dieser Vorschlag für viel Zustimmung.

Beim SV Unterweissach hoffen alle Mitglieder wieder auf „normale“ Bedinungen.

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