25. März 2021 / 18:04 Uhr

Verflixtes Frühjahr: Johanna Niebuhr wieder verletzt

Verflixtes Frühjahr: Johanna Niebuhr wieder verletzt

Katrin K. Hoffmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Johanna Niebuhr am Barren. Beim Abgang an diesem Gerät verletzte sie sich jetzt.
Johanna Niebuhr am Barren. Beim Abgang an diesem Gerät verletzte sie sich jetzt. © Katrin Hoffmann
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Es ist wie verhext: Nahezu jedes Frühjahr verletzt sich die Leistungsturnerin Johanna Niebuhr. Natürlich auch dieses Jahr! jetzt bangt die 14-Jährige um die Qualifikation zu den Deutschen Jugendmeisterschaften.

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Gerade hatte Johanna Niebuhr nach monatelanger Coronapause in den hart erkämpften Trainingseinheiten wieder in ihre alte Form zurückgefunden. Doch die Turnerin des TSV Arminia Vöhrum hat sich nur sechs Tage vor der Landesmeisterschaft, der einzigen Möglichkeit, sich für die Deutsche Jugendmeisterschaft zu qualifizieren, im Training verletzt.

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Die neue Bodenkür der 14-jährigen Vöhrumerin hatte den Feinschliff hinter sich, selbst am Balken hatte Johanna Niebuhr noch ein paar Elemente draufgelegt. Damit hat sie fast das unmöglich geglaubte geschafft, und in nur zwei Monaten eine passable Wettkampfvorbereitung absolviert.

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Beim Training im Leistungszentrum Hannover-Badenstedt passierte es dann aber: Beim Abgang vom Stufenbarren, einem Strecksalto rückwärts, landete sie unglücklich und das Knie schwoll sofort an. Die erste Diagnose am Montag: Kein Bruch, aber Blut im Gelenk. Damit steht fest, dass der Qualifikations-Wettkampf am kommenden Samstag für die 14-Jährige ausfallen muss. Für die ehrgeizige Vöhrumerin ist das nicht die erste Verletzung, die sie sich in den ersten Monaten eines Jahres zuzog. Schon oft wurde Johanna Niebuhr von Verletzungen, meist Knochenbrüchen geplagt. Sie musste deshalb lange Trainingspausen einlegen und es fehlten die nötigen Wettkämpfe. Aber immer hat sie sich im zweiten Halbjahr wieder zurückgekämpft.

Diese Rückschläge haben ihren Ehrgeiz gepuscht und sie zäh gemacht. Auch wenn man aktuell davon nicht viel merkt: „Ich bin einfach nur frustriert. Ich weiß nicht, wann ich wieder etwas machen kann. Erstmal muss ich das Ergebnis der MRT abwarten. Dann schauen wir weiter“, sagt die 14-Jährige mit der Deutschen Jugendmeisterschaft im Hinterkopf.

Ob sie noch eine Chance bekommt, sich zu beweisen, steht derzeit in den Sternen. Aufgrund der Corona-Pandemie finden die üblichen Qualifikations-Wettkämpfe nicht statt. Ihre letzte Chance ist, dass sie bis zum 18. April in einem anderen Landesturnverband antreten darf und kann.