25. August 2021 / 17:23 Uhr

Vergebliches Warten auf Dynamo Dresden: Dorfvereine enttäuscht

Vergebliches Warten auf Dynamo Dresden: Dorfvereine enttäuscht

Marten Vorwerk
Ostsee-Zeitung
Heinz Mörschel (r.) bringt den Ball in dieser Szene ins Rostocker Tor.
Am Sonnabend gewann Dynamo Dresden mit 3:1 beim FC Hansa Rostock. Hier erzielt Heinz Mörschel (r.) den Treffer zum 1:0 aus SGD-Sicht. © LUTZ BONGARTS
Anzeige

Bei zwei Dorfvereinen aus der Region hatte sich der Zweitligist zu einer kleinen Trainingseinheit angekündigt. Doch erschienen ist niemand vom Profiverein, der das Ostduell in Rostock für sich entschied.

Es sollte ein absolutes Highlight werden für den SV Eintracht Groß Wokern und den SV Jördenstorf. Bei beiden Vereinen hatte sich Zweitligist Dynamo Dresden im Rahmen des Ost-Klassikers gegen den FC Hansa Rostock zu einer Trainingseinheit angekündigt. Doch sowohl der Kreisoberligist als auch die Jördenstorfer (Landesklasse) wurden enttäuscht, berichtete gestern der Nordkurier.

Anzeige

Gerold Pehl, Vereinschef des SV Jördenstorf, erwartete mit seinem Team voller Vorfreude die Zweitliga-Fußballer von Dynamo Dresden. Diese hatten überraschend angefragt, ob sie am Sonnabend zur Mittagszeit auf dem Platz des SV Jördenstorf eine Trainingseinheit absolvieren können. Pehl musste nicht zögern, um den Profis zuzusagen. „Erst auf Nachfrage haben wir erfahren, dass sich der Club anders entschieden und den direkten Weg nach Rostock genommen hat“, sagte Pehl.

In Bildern: Hansa Rostock - Dynamo Dresden

Dresdens 3:1-Torschütze Julius Kade legt sich den Ball am Rostocker Bentley Baxter Bahn (l.) vorbei. Zur Galerie
Dresdens 3:1-Torschütze Julius Kade legt sich den Ball am Rostocker Bentley Baxter Bahn (l.) vorbei. ©

Die Dresdner übernachteten vor der Partie im Teterower Bergring und wollten auf dem Jördenstorfer Grün für das Duell bei Hansa Rostock anschwitzen. Dass die Dresdner doch nicht erschienen machte Gerold Pehl und seinen Verein „nicht wirklich sauer, aber wir sind schon etwas enttäuscht. Das haben wir auch gegenüber der Klubführung zum Ausdruck gebracht. Ein Anruf hätte gereicht. So viel Zeit muss sein.“

Für eine Auslaufeinheit hatten sich die Dresdner einen Tag nach dem Spiel in Rostock in Groß Wokern angemeldet. Aber auch dort tauchten sie nicht auf. Stattdessen fuhr der Zweitligatross schon am Sonnabend nach der Partie wieder zurück in die sächsische Heimat. Der Klub hat angekündigt sich in den kommenden Tagen mit einem Entschuldigungsschreiben an die Vereine zu wenden.

Immerhin: Zu ihrem Abendessen in Alt Sührkow (mecklenburgische Schweiz), am Freitag vor dem Spiel in Rostock, sind die Dresdner aufgetaucht und bekamen mit Rind und Fisch offenbar genau das richtige Essen, um Tags darauf gut gestärkt drei Punkte aus dem Ostseestadion zu entführen.