10. Februar 2019 / 17:36 Uhr

Verkehrte Testspiel-Welt: Lupo/Martini Wolfsburg ballert, Tabellenführer VfL II verliert

Verkehrte Testspiel-Welt: Lupo/Martini Wolfsburg ballert, Tabellenführer VfL II verliert

Malte Schönfeld
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainer Uwe Erkenbrecher freut sich über dem 6:2-Sieg von Lupo/Martini Wolfsburg
Trainer Uwe Erkenbrecher freut sich über dem 6:2-Sieg von Lupo/Martini Wolfsburg © Gero Gerewitz
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Verkehrte Testspiel-Welt für die beiden Wolfsburger Regionalligisten: Tabellenführer VfL Wolfsburg II kassierte eine Niederlage, Kellerkind Lupo/Martini Wolfsburg zeigte sich beim 6:2 torhungrig.

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So torhungrig präsentierte sich Lupo/Martini Wolfsburg schon lange nicht mehr: Die Mannschaft von Uwe Erkenbrecher schlug Oberligist Arminia Hannover mit 6:2, führte bereits zur Halbzeit mit 4:1. Grund dafür war "ein Strategiewechsel", wie Lupos Trainer es nannte. "Weniger Ballbesitz, schneller nach vorne. Das war das richtige Mittel." Insbesondere das Flügelspiel funktionierte hervorragend, weil sich die Pärchen auf den Außen sehr gut unterstützten und in Szene setzten. Freude kam bei Erkenbrecher auch über Samuel Abifade auf: Der Neuzugang traf zum 1:0 und 3:0 und "kann einer werden, der Spiele entscheidet", so Wolfsburgs Coach. Eine Personalie, die dem abstiegsbedrohten Lupo gut zu Gesicht steht. "És hätten in der ersten Hälfte auch sechs Tore für uns sein können", sagt Erkenbrecher und fügt an: "Wir hätten aber auch noch zwei Treffer schlucken können."

Sechs Lupo-Spieler fielen aus

Deswegen fällt das Fazit des Lupo-Trainers nicht nur positiv aus: Hinten wollte Erke die Null stehen sehen, schlussendlich gab es zwei Gegentreffer und noch einige gute Chancen, etwa von Jovan Hoffart, der unter Erkenbrecher beim MTV Gifhorn gespielt hatte. Vor ihm hatte Lupos Trainer noch gewarnt: "Wir müssen da noch eine höhere Sensiblität haben, die Feinjustierung muss noch besser werden." Dass die noch nicht ganz glatt läuft, hat auch was mit den Verletzten zu tun. Auf sechs Spieler musste Erkenbrecher verzichten, beispielweise für die Zehn fehlt mit Leon Henze ein enorm wichtiges Bindeglied. "Das finde ich fast dramatisch. Wir haben leider nicht alle Spieler im Training. In der zweiten Hälfte hat es deswegen auch nicht so gegriffen, weil wir mit Simon Böhm und Elvir Zverotic zwei Leute gebracht haben, die länger gefehlt haben und die wir erst wieder ranführen müssen. Das ist ganz normal, aber wir müssen da Geduld beweisen", so Erkenbrecher.

Positiv sei hingegen die körperliche Fitness und die Bereitschaft. Zufriedenstellend war auch, dass Lupo mit Treffern nach Freistößen und Ecken ins Ziel traf. In der Hinrunde waren das sicherlich mit die größten Schwachpunkte. Am Mittwoch, wenn es zu Eintracht Braunschweig II geht, kann Lupo hier weiter feilen und auch noch etwaige Rhythmusprobleme einzelner Spieler beheben.

Lupo: Sauss - Richter (60. Bremer), Baba, Kohn (70. Eilbrecht), Jungk (70. Nazaré-Vaz) - Konieczny (70. Gordzielik), Rezic (46. Zverotic), Tenno, Abifade (70. Kara) - Hallmann (46. Böhm), Buhac (46. Kurtoglu).

Tore: 1:0 (4.) Abifade, 2:0 (7.) Kohn, 3:0 (24.) Abifade, 4:0 (35.) Hallmann (Handelfmeter), 4:1 (43.) Hoffart, 4:2 (63.) Karaca, 5:2 (67.) Jungk, 6:2 (90.) Gordzielik.

Lupo/Martini gegen Arminia Hannover: Die Testspiel-Bilder

Tyson Richter (l.) beackert die Außenlinie. Zur Galerie
Tyson Richter (l.) beackert die Außenlinie. ©
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VfL-II-Gegner "auf Augenhöhe"

Für den VfL Wolfsburg II, souveräner Tabellenführer der Nord-Regionalliga, präsentierte sich der SV Rödinghausen, Zweiter der West-Staffel, als geeigneter Testspielgegner, gewann die Partie am Wolfsburger Elsterweg mit 2:0. „Ein sehr guter Test gegen einen sehr guten Kontrahenten“, so VfL-Coach Rüdiger Ziehl, der ein Spiel „auf Augenhöhe“ gesehen hatte – und weiß, woran er mit seinem Team noch arbeiten muss: „Was gefehlt hat, waren Lösungen im letzten Drittel und das Herausspielen von Torchancen, um die Partie auch gewinnen zu können.“ In einer insgesamt ausgeglichenen Partie fielen beide Tore kurz nach der Pause. Nach einem Foul von Iba May an Fabian Kunze verwandelte Simon Engelmann den Elfer, dann Lars Lokotsch nach einem Konter. Ziehl: „Fünf Minuten lang waren wir nach dem Wiederanpfiff unkonzentriert und mussten in der Zeit die beiden Gegentore hinnehmen. Ansonsten habe ich in unserem Spielaufbau sehr gute Lösungen gesehen, wir haben variabel agiert. In Ballbesitz hatten wir in der ersten und in Teilen der zweiten Halbzeit die Spielkontrolle."

VfL II: Menzel (46. Klinger) – Klamt (65. Heuer), Ziegele, Franke (79. Neuwirt) – May (79. Conde) – D. Itter (65. Badu), Möker, Rizzi (65. Stach), Saglam (79. Horn) – Justvan (79. Stutter), Marmoush (65. Kramer).

Tore: 0:1 (48.) Engelmann (Foulelfemter), 0:2 (52.) Lokotsch.

VfL Wolfsburg II gegen Rödinghausen: Die Testspiel-Bilder

VfL Wolfsburg II - SV Rödinghausen Zur Galerie
VfL Wolfsburg II - SV Rödinghausen ©
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