08. Januar 2019 / 15:39 Uhr

Verletzter Amadou Haidara bei RB Leipzig vorgestellt: "Ich möchte mir keinen Zeitdruck machen"

Verletzter Amadou Haidara bei RB Leipzig vorgestellt: "Ich möchte mir keinen Zeitdruck machen"

Anton Zirk
RB Leipzig stellte am Dienstag seinen neuen Mittelfeldspieler Amadou Haidara offiziell vor. 
RB Leipzig stellte am Dienstag seinen neuen Mittelfeldspieler Amadou Haidara offiziell vor.  © Dirk Knofe - Picturework.eu
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Nicht wenige sehen in Amadou Haidara den neuen Naby Keita. Am Dienstag wurde RB Leipzigs zweiter Wintertransfer offiziell vorgestellt. Bis zu seinem ersten Auftritt auf dem Rasen wird es jedoch noch eine ganze Weile dauern

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Leipzig. Das miese Wetter bleibt Amadou Haidara noch erspart. Während seine Kollegen auch am Dienstag bei Temperaturen leicht über null Grad und Regen am Cottaweg auf den Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund (19. Januar) hinarbeiteten, laboriert RB Leipzigs zweiter Winterneuzugang weiter an einer Kreuzbandverletzung.

Keitas Weg

Offiziell angekommen und der Öffentlichkeit vorgestellt ist er seit Dienstag dennoch: Haidara, der – im besten Fall – neue Naby Keita. Die Parallelen zum im Sommer für rund 60 Millionen nach Liverpool gewechselten Ex-RB-Profi liegen auf der Hand: Auch Haidara machte zunächst im Mittelfeld von Schwesterclub Red Bull Salzburg von sich reden und so auch die RB-Führungsriege um Ralf Rangnick auf sich aufmerksam.

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Mit einer Vormittagseinheit am 8. Januar hat RB Leipzig die Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde fortgesetzt. DAbei stand nach überstandener Verletzung auch Kevin Kampl wieder mit auf dem Platz, wenn auch zunächst nur mit einer individuellen Laufeinheit. Zur Galerie
Mit einer Vormittagseinheit am 8. Januar hat RB Leipzig die Vorbereitung auf die Bundesliga-Rückrunde fortgesetzt. DAbei stand nach überstandener Verletzung auch Kevin Kampl wieder mit auf dem Platz, wenn auch zunächst nur mit einer individuellen Laufeinheit. © Dirk Knofe
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"Ich wollte Salzburg helfen"

Bereits kurz nach seiner Ankunft in Österreich wurde über einen möglichen Wechsel nach Leipzig spekuliert. Im Sommer 2018 scheiterte der Transfer noch, verlängerte der Rechtsfuß stattdessen bis 2022. "Ich wollte Salzburg helfen, dass sie in die Champions League kommen. Da habe ich auch meinen Beitrag geleistet, aber ich habe auch gesagt, falls es nicht klappt, würde ich gern den nächsten Schritt machen und zu RB Leipzig wechseln", erklärte Haidara am Dienstag. Bekanntlich reichte es mal wieder nur für die Europa League.

Wechsel seit dem 22. Dezember offiziell

Am 22. Dezember gaben die Roten Bullen schließlich den Transfer bekannt. Haidara unterschrieb für geschätzte 15 Millionen Euro bis zum 30. Juni 2023 und ist nun Leipziger. Wann er tatsächlich auf dem Rasen stehen wird, ist weiter unklar. Sein letztes Pflichtspiel bestritt er Anfang November und Ärzte rieten nach der Verletzung zu einer konservativen Behandlung. Auf eine OP wurde verzichtet. Auch der 20-Jährige ließ sich bei seiner Vorstellung nicht zu einer Prognose hinreißen: "Ich werde mir keinen Zeitdruck machen, möchte Tag für Tag arbeiten und habe im Moment ein gutes Gefühl, dass ich bald wieder der alte bin."

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Transfer trotz Verletzung

Wie viel Hoffnungen RB in Haidara setzt, zeigt sich schon darin, dass von dem Transfer auch nach der schweren Kreuzbandverletzung keinen Millimeter abgerückt wurde. Haidara selbst nannte die Perspektive in Leipzig als Grund für seine Entscheidung: "Es gab auch andere Angebote. Hier sieht man, dass etwas wächst und es vorangeht. Und ich habe mir gesagt, wenn ich nach Leipzig gehe, werde ich mehr spielen und mich entwickeln, weil ich andere Beispiele gesehen habe, denen das hier gelungen ist. Deswegen habe ich unterschrieben."

"Er ist eine ganz große Nummer hier"

Vergleiche mit Naby Keita blockt Haidara freundlich aber entschieden ab: "Er ist eine ganz große Nummer hier. Das weiß jeder und davor habe ich großen Respekt, aber ob ich sein Nachfolger bin, kann ich nicht so sagen. Er hat seine Stärken und ich habe meine Stärken." Die liegen nach eigener Aussage im Zweikampf und beim Lesen des Spiels: "Ich kann gut antizipieren."

Fit werden und ankommen

Bis Haidara das auf dem Rasen zeigen kann, heißt es fit werden und ankommen. Aktuell wohnt der 20-Jährige im Hotel, fährt mit dem Taxi zum Trainingsgelände. Er bekomme zwar Hilfe vom Verein, sagte aber auch selbstbewusst: "In Salzburg habe ich allein gewohnt und ich denke, dass ich alt genug bin, um allein zu wohnen."

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