17. Dezember 2020 / 16:13 Uhr

Verpflichtung perfekt! Dominik Szoboszlai wechselt zu RB Leipzig

Verpflichtung perfekt! Dominik Szoboszlai wechselt zu RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In trockenen Tüchern: RB Leipzig verpflichtet Dominik Szoboszlai vom FC Red Bull Salzburg. Bei den Messestädtern erhält der ungarische Nationalspieler die Rückennummer 17.
In trockenen Tüchern: RB Leipzig verpflichtet Dominik Szoboszlai vom FC Red Bull Salzburg. Bei den Messestädtern erhält der ungarische Nationalspieler die Rückennummer 17. © motivio/Thomas Eisenhuth/RB Leipzig
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Nun ist es offiziell! Das Ausnahme-Talent Dominik Szoboszlai wechselt von Salzburg zu RB Leipzig. Am Donnerstag absolvierte der ungarische Nationalspieler den Medizincheck. Der 20-Jährige wird mit einem Viereinhalb-Jahres-Vertrag ausgestattet und die Ablösesumme ist dem Vernehmen nach auf rund 20 Millionen Euro taxiert.

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Leipzig. RB Leipzig hat sich das nächste Top-Talent auf dem kurzen Dienstweg gesichert und Dominik Szoboszlai aus Salzburg verpflichtet. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler wechselt nach Sachsen und ist bereits am 9. Januar im Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund spielberechtigt. Zudem verstärkt der ungarische Nationalspieler den Club auch im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool. Szoboszlai unterschrieb einen Vertrag bis 2025 und ist bereits der 18. Profi, der direkt von Salzburg nach Leipzig wechselt. An dem Talent hatten unter anderem Bayern München, Real Madrid, der AC Mailand und der FC Arsenal Interesse.

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„Können unseren Kader noch einmal zusätzlich verstärken“

„Wir sind glücklich, dass wir Dominik Szoboszlai verpflichten konnten und er uns bereits ab Januar verstärken wird. Es waren von Beginn an sehr gute Gespräche mit Dominik und seinem Berater und natürlich sind wir stolz, dass er sich für RB Leipzig entschieden hat – denn ihm lagen auch mehrere Angebote europäischer Top-Clubs vor“, sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche.

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Hwang Hee-Chan ist der neueste Salzburg-Import bei RB Leipzig. Der SPORTBUZZER blickt auf die Spieler zurück, die von Salzburg nach Leipzig wechselten. ©

Trainer Julian Nagelsmann attestierte seinem künftigen Schützling viele Qualitäten. „Er ist ein talentierter Spieler mit einer sehr guten Torgefahr aus dem Mittelfeld, sehr guten Standardsituationen, einer sehr guten athletischen Voraussetzungen. Er kann auch ohne Ball ein hohes Spieltempo fahren“, sagte der Coach. Der Ungar lobte den Verein für die großartige Entwicklung. „Er gehört zu den besten Teams in der Bundesliga und sorgt auch in der Champions League für Furore.“

Als Ablösesumme muss Leipzig wohl 20 Millionen Euro überweisen. „Mit der Verpflichtung können wir unseren Kader noch einmal zusätzlich verstärken. Durch das Transferplus im Sommer und das Erreichen des Achtelfinales in der Champions League haben wir zusätzliche Einnahmen generiert, um einen Transfer dieser Größenordnung auch in dieser finanziell schwierigen Zeit realisieren zu können“, sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff.

Dritter Salzburg-Neuzugang in der Ära Nagelsmann

Szoboszlai war vom heutigen Leipziger Scouting-Chef Christopher Vivell entdeckt und 2017 in die Salzburger Jugend geholt worden. Über das Farmteam Liefering wechselte der zwölfmalige Nationalspieler im Winter 2018 in Salzburgs Bundesliga-Team. In der laufenden Saison schoss er in elf Ligaspielen vier Tore, bereitete sieben Treffer vor. In der Champions League traf Szoboszlai in sechs Gruppenspielen zweimal, stieg mit Salzburg jedoch in die Europa League ab.

Der 1,86 Meter große Profi kommt im offensiven Mittelfeld häufig über die linke Seite. Seine Schusstechnik gilt als herausragend. Im November hatte Szoboszlai Ungarn mit einem platzierten Schuss aus gut 20 Metern zum Sieg über Island und damit zur EM 2021 geschossen. Dort trifft Ungarn, für das auch Szoboszlais künftige Mitspieler Peter Gulacsi und Willi Orban aktiv sind, in der Vorrunde unter anderem auf Deutschland.

Szoboszlai ist der dritte Salzburg-Transfer seit Nagelsmann Trainer in Leipzig ist. Die Erfolgsquote ist bisher nicht zufriedenstellend. Hannes Wolf wurde nach Mönchengladbach verliehen, Hee-chan Hwang kommt noch überhaupt nicht zum Zuge. Grund dafür ist zum einen seine Covid-19-Erkrankung und die unmittelbaren Folgen. Aber auch das im Vergleich zu Salzburg andere Spielsystem, das Nagelsmann in Leipzig etabliert hat. Das machte es den Neuzugängen zuletzt deutlich schwerer, nach einem internen Wechsel Fuß zu fassen.