08. Mai 2018 / 10:19 Uhr

Verschossene Elfmeter aber viele Tore: Das war der Spieltag in der Bezirksliga 3

Verschossene Elfmeter aber viele Tore: Das war der Spieltag in der Bezirksliga 3

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hemmingen-Koldingen
Hemmingen-Koldingen © Dennis Michelmann
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Der TSV Kirchdorf steht gegen den MTV Ilten in der 90. Minute am Elfmeterpunkt. Vergebens! Die große Chance, den Siegtreffer zu erzielen, ist dahin. Der SC Hemmingen-Westerfeld war dagegen erbarmungslos und ließ im Nachbarschaftsduell dem Koldinger SV beim 6:1-Sieg keine Chance. Das war der Spieltag in der Bezirksliga 3.

Stern Misburg – TSV Barsinghausen 4:2

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Der FC Stern Misburg kommt dem Klassenerhalt immer näher. „Das war ganz wichtig und ein verdienter Sieg“, sagte Misburgs Trainer Mahir Bulut. Cagdas Yagci (12.), Elivs Mputu (48., Elfmeter), Emilio Ortega (87.) und Maurice Wesemann (90.) schossen die Gastgeber zum Sieg. Manuel Wagner traf kurios ins eigene Tor (19.), Robert Just (70.) schoss das zwischenzeitliche 2:2. „Wir hätten den Gegner niemals in die komfortable Situation kommen lassen dürfen, mit einer Führung im Rücken zu spielen“, ärgerte sich TSV-Coach Dennis Herrmann.

Alle Bilder vom Bezirksligaspiel des FC Stern Misburg gegen den TSV Barsinghausen

Barsinghausens Dennis Mehrkens (weiß) am Ball. Zur Galerie
Barsinghausens Dennis Mehrkens (weiß) am Ball. ©

SV Lachem-Haverbeck – TSV Bemerode 0:5

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„Das war eine bombastische Woche für uns“, freute sich TSV-Trainer Martin Becker, „wir haben neun Punkte aus drei Spitzenspielen geholt – mehr geht nicht.“ Gegen den Siebten machten Hendrik Hahne (35.), Armin Ziegenbein (41., 64.), Nicolas Cochanski (51.) und Lennart Lauenroth (92.) die Tore. Ziegenbein scheiterte mit einem Elfmeter (32.).

SC Hemmingen-Westerfeld - Koldinger SV 6:1

Der SC Hemmingen-Westerfeld hat sich im Nachbarschaftsduell nicht aus der Bahn werfen lassen. Der Sport-Club schlug den Koldinger SV mit 6:1 (1:0). Nach einer halben Stunde bekamen die Hemminger nach Foul an Baumgratz einen Strafstoß zugesprochen. Doch der Schuss von Arnfried de Vries glich eher einer Rückgabe, KSV-Keeper Raoul Reiche hielt den Ball fest (33.). Doch als Fabian Klein aus gut 25 Metern abzog, war Reiche machtlos (36.).

Die Bilder vom Nachbarschaftsduell zwischen Hemmingen-Westerfeld und Koldingen.

Hemmingens Felix Wheeler (rot) fokussiert den Ball gegen Koldingens Gilles-Asri Kwadsoyie Zur Galerie
Hemmingens Felix Wheeler (rot) fokussiert den Ball gegen Koldingens Gilles-Asri Kwadsoyie ©

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber auf eine schnelle Entscheidung aus. Nach starker Vorarbeit von Melz war Mustafa Akcora zur Stelle (50.). „Die Konter haben uns voll in die Karten gespielt“, sagte Semir Zan, Trainer der Hemminger. Joker Michael Gerlach erhöhte auf 3:0 (71.), ehe Jaber unbedrängt den Anschluss herstellte (75.). In der Schlussviertelstunde suchte der KSV sein Heil weiter im Angriff – und wurde hinten kalt erwischt. Akcora drosch den Ball per Direktabnahme in den Knick (82.), Gerlach machte mit seinen Saisontreffern elf und zwölf das halbe Dutzend voll (85., 87.). „Die Hemminger waren spritziger. Aber es darf nicht sein, dass wir durch individuelle Fehler so viele Gegentore bekommen“, sagte Jarzombek.

FC Springe – Niedersachsen Döhren 3:0

Die Döhrener haben sich bei den abstiegsbedrohten Springern blamiert. „Das war eine charakterlose Einstellung, es war kein Wille da“, ärgerte sich Döhrens Co-Trainer Max Krüger. Die Gäste gerieten durch einen umstrittenen Elfmeter von Philipp Strohecker (17.) ins Hintertreffen. Strohecker (33.) und Addissone Boyamba (90.) machten alles klar.


FC Lehrte - SSG Halvestorf-Herkendorf 3:1

Nach zwei 0:2-Niederlagen ist der FC Lehrte in der Bezirksliga 3 wieder in die Erfolgsspur eingebogen: Auf eigenem Terrain distanzierte die Mannschaft von Trainer Willi Gramann den Tabellenvorletzten SSG Halvestorf/Herkendorf mit 3:1 (2:0) und absolvierte zugleich einen großen Schritt im Kampf um den Ligaerhalt. In der 14. Minute zog SSG-Akteur Nicolas-Hendrik Dreier die Notbremse gegen Patrick Heldt. Die Folge: Rote Karte für den Übeltäter. Heldt erhielt drei Minuten später einen weiteren Freistoß und zikelte das runde Leder aus 20 Metern zum 1:0 flach ins Eck. In der ersten Halbzeit stemmte sich der dezimierte Gegner gegen weitere Treffer, doch in der 55. Minute sorgte Mert Kabakci mit seinem ersten Saisontor für die Vorentscheidung. Sage Post legte sechs Minuten später zum 3:0 nach und versemmelte dann auch noch einen Elfmeter. "Im zweiten Durchgang haben wir mehrere Gänge zurückgeschaltet", betonte Gramann, dessen Riege den Ehrentreffer der Gäste durch Julian Seifert (81.) zuließ.

Das sind die Bilder zur Partie FC Lehrte gegen SSG Halvestorf-Herkendorf:

Patrick Heldt jubelt über das 1:0. Zur Galerie
Patrick Heldt jubelt über das 1:0. ©

Blaues Wunder – SV Arnum 0:2

Die Sorgenfalten bei der SG Blaues Wunder werden immer größer. Der Aufsteiger kassierte erneut eine Niederlage und bleibt damit in Abstiegsgefahr. „Unsere Fehler werden momentan eiskalt bestraft und vorne machen wir die Tore nicht“, klagte Wunder-Coach Michael Wohlatz: „Wille und Einsatz sind da, aber es wird Zeit, dass wir mal wieder punkten.“ Marcel Busch (7.) und Jan Marquardt (38.) nutzten zwei Torwartfehler aus. Wunders Philipp Züchner verschoss einen Elfmeter. Arnums Trainer Tobias Brinkmann dagegen hatte allen Grund zur Freude: "Wir hatten uns einen Dreier auf die Fahne geschrieben, und das ist uns gelungen."

TSV Kirchdorf - MTV Ilten 1:1

Die Kirchdorfer haben den Sieg auf den Silbertablett serviert bekommen. Gegen den MTV Ilten stand es bis in die Schlussminute 1:1. Dann pfiff der Schiedsrichter und zeigte nach einem Foul eines MTV-Verteidigers an Alexander Kindsvater auf Elfmeter. Marian Bade lief an, schoss gut, doch Iltens bester Spieler Tobias Redmann parierte den Strafstoß. „Wir machen Marian absolut keinen Vorwurf“, sagte Kirchdorfs Co-Trainer Ralf Schauer. „Trotzdem ärgern wir uns natürlich. Der Fußballgott hat heute Siesta gemacht.“

Preußen Hameln - SV Gehrden 2:6

Dem 9:2-Kantersieg aus dem Hinspiel hat der SV Gehrden in der Bezirksliga 3 einen 6:2 (4:1)-Auswärtserfolg beim FC Preußen Hameln folgen lassen. Die frühe Hamelner Führung (7.) glichen die Gäste durch Marcel Busse aus (20.). Auf links durchgesetzt, hämmerte der Linksaußen den Ball kompromisslos rechts oben in den Winkel. „Ein Traumtor“, schwärmte Co-Trainer Steffen Viet. Roman Busse (38., 43.) sowie Serkan Köse (39.) sorgten für eine Dreitore-Führung zur Halbzeit und 15 entspannte Minuten in der Gästekabine. David Krakowian machte spätestens mit dem 5:1 alles klar (52.). „Überflüssig und unglücklich“ (Viet) war die rote Karte für Philipp Ressel, der sich im Ton vergriffen hatte. Das 2:5 von David Engelbrecht (68.) war nur ein Strohfeuer der Gastgeber. Der eingewechselte Patrick Viehmeyer stellte kurz vor Schluss den alten Abstand wieder her (89.).

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Mitarbeit: Sascha Priesemann, Dennis Scharf, Alexander Flohr, Ole Rottmann, Dirk Drews, Jens Niggemeyer