23. Oktober 2020 / 16:21 Uhr

Versöhnung beim DFB: Keller und Curtius wollen "Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen"

Versöhnung beim DFB: Keller und Curtius wollen "Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fritz Keller und Friedrich Curtius haben sich über die Zukunft des DFB geäußert.
Fritz Keller und Friedrich Curtius haben sich über die Zukunft des DFB geäußert. © Getty
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Ihre Worte klingen nach einer Versöhnung: DFB-Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius haben nach der obligatorischen Präsidiumssitzung beteuert, die internen Dissonanzen des DFB schrittweise aufzuarbeiten. 

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Die zerrüttete Führungsspitze des DFB will sich zusammenraufen. Der Verband bestätigte nach der Tagung des Präsidiums, die am verregneten Freitagmittag einer Krisensitzung glich, "interne Dissonanzen" zwischen DFB-Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius. Diese sollen "schrittweise" aufgearbeitet werden, teilte der Verband mit und zitierte die beiden Funktionäre einsichtig. Curtius hatte an der Sitzung in Frankfurt/Main allerdings gar nicht teilgenommen.

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Das Präsidium stehe klar hinter dem Weg, "die Interessen des Fußballs" in den Vordergrund zu stellen und den "bereits eingeschlagenen Veränderungsprozess" fortzusetzen, hieß es. Keller betonte: "Dass dieser Weg nicht einfach sein wird, und es auf dem Weg in die Zukunft auch zu Kontroversen kommen kann, muss uns allen klar sein." Unstimmigkeiten müssten "mit offenem Visier" diskutiert und "Schritt für Schritt aus dem Weg" geräumt werden. Der Redebedarf scheint enorm.

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Die Süddeutsche Zeitung hatte zuvor aus einer E-Mail von Curtius zitiert, wonach dieser auf "Wunsch eines Präsidiumsmitglieds" nicht an der Sitzung teilnehmen werde. Der Kicker berichtete, dass die Differenzen zwischen Keller und dem Generalsekretär den Verband schon deutlich länger beschäftigen. "Missverständnisse kommen in jedem Team vor, und es ist an uns, diese schrittweise gemeinsam im Sinne des Fußballs zu lösen", sagte Curtius der DFB-Mitteilung zufolge am Freitag.

Zuletzt hatten die Razzia und der Vorwurf der Steuerhinterziehung in besonders schweren Fällen dem Verband weitere Negativschlagzeilen beschert. Tiefe Gräben zwischen dem höchsten ehrenamtlichen (Keller) und dem höchsten hauptamtlichen (Curtius) DFB-Mitarbeiter sind wenig hilfreich dabei, den krisengeschüttelten Verband wieder ins rechte Licht zu rücken.

Am Mittwoch war es der „SZ“ zufolge zu einem Krisengipfel der beiden gekommen - Curtius habe Keller dabei eine gemeinsame Mediation vorgeschlagen. Ob der Konflikt nach der Präsidiumssitzung mit einer laut Verband "kontroversen, jedoch im Ergebnis konstruktiven Diskussion" ausgeräumt werden kann, muss sich erst noch zeigen.

"Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam den bereits eingeschlagenen Weg weitergehen - auch wenn es auf diesem immer mal den einen oder anderen Rückschlag geben kann", sagte Curtius, der seit 2016 im Amt ist. Keller, der im September 2019 gewählt worden war, äußerte, in Abwesenheit von Curtius habe er "in der heutigen Sitzung" seine "Vorstellung der Art und Weise der Zusammenarbeit noch einmal klar zum Ausdruck gebracht".