03. Januar 2019 / 17:52 Uhr

Vertrag aufgelöst: Jakub Blaszczykowski verlässt den VfL Wolfsburg

Vertrag aufgelöst: Jakub Blaszczykowski verlässt den VfL Wolfsburg

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jakub Blaszczykowski ist nicht mehr Spieler des VfL Wolfsburg
Jakub Blaszczykowski ist nicht mehr Spieler des VfL Wolfsburg
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Der Abgang hatte sich angedeutet, jetzt ist er perfekt: Jakub Blaszczykowski verlässt den VfL Wolfsburg. Der Vertrag mit dem 33-jährigen Polen wurde bereits aufgelöst.

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Nur zwölf Bundesliga-Minuten hat "Kuba" Blaszczykowski in dieser Spielzeit für den VfL absolviert, schon während der Hinrunde gab es Gerüchte um einen Wechsel des Rechtsaußen in seine polnische Heimat, vor allem Ex-Klub Wisla Krakau galt als Interessent. Ob der wirklich dorthin wechselt, soll sich in den nächsten Tagen klären. Fest steht nur: Spieler des VfL Wolfsburg ist Blaszczykowski nicht mehr.

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VfL-Trainer Bruno Labbadia respektiert die Entscheidung von Blaszczykowski, bedauert sie aber auch. „Ich habe es ihm offen gesagt, dass ich gern mit ihm vor ein paar Jahren zusammengearbeitet hätte“, so Labbadia, „weil ich in den wenigen Einheiten, die er mitmachen konnte, immer gesehen habe, dass er uns hätte weiterhelfen können - wenn er vielleicht nicht die vielen kleinen Verletzungen gehabt hätte“. Doch der 33-Jährige fiel immer wieder aus, konnte die mögliche Rolle so nicht einnehmen.

Blaszczykowski absolvierte für Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg insgesamt 235 Bundesliga-Spiele und ist Rekord-Nationalspieler Polens.

Die Reise ins Trainingslager in Bildern

Am 03. Januar 2019 beginnt für den VfL Wolfsburg, mit dem Flug ins Trainingslager nach Portugal, die Vorbereitung auf die Rückrunde, in der Fußball-Bundesliga Zur Galerie
Am 03. Januar 2019 beginnt für den VfL Wolfsburg, mit dem Flug ins Trainingslager nach Portugal, die Vorbereitung auf die Rückrunde, in der Fußball-Bundesliga ©

Ins Trainingslager nach Portugal war Kuba schon nicht mehr mitgereist, auch Paul Seguin ist daheim geblieben. Er ist beim 1. FC Magdeburg und weiteren Klubs aus der 2. und 3. Liga im Gespräch.

Als wechselwillig gilt beim VfL auch Yunus Malli. Doch Labbadia hofft noch, dass er das Potenzial, das auch er zweifellos mitbringt, in der Rückrunde nachhaltiger abruft. Ein Wechselkandidat sei der türkische Nationalspieler daher „von unserer Seite“ nicht, so Labbadia, der vor der Winterpause ein längeres, ehrliches Gespräch mit dem 26-Jährigen geführt hatte. „Wir haben offen gesagt, wie wir die Situation bei ihm sehen, aber auch, dass wir ihn sehr gern in der Mannschaft haben. Die Möglichkeiten liegen bei ihm, dass er mehr spielt. Und ich hoffe, dass er uns in der Rückrunde hilft, weil er die Qualitäten hat, noch sehr wichtig zu werden.“ Andererseits möchte der Trainer auch keine unzufriedenen Spieler im Kader haben.

Labbadia: "Ich hoffe, dass sich die Spieler gegenseitig antreiben"

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Am Ankunftstag in Portugalabsolvierte die Mannschaft des VfL Wolfsburg noch eine eineinhalbstündige Trainingseinheit Zur Galerie
Am Ankunftstag in Portugalabsolvierte die Mannschaft des VfL Wolfsburg noch eine eineinhalbstündige Trainingseinheit ©
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Aber das sei nun mal so bei dem Konkurrenzkampf, der beim VfL nach der Hinrunde tobt. „Es gibt für jeden Spieler die gleichen Chancen. Da ist kein Platz in Stein gemeißelt. Ich hoffe, dass die Spieler sich gegenseitig antreiben“, erklärt Labbadia. Für ihn und sein Trainerteam bedeutet das natürlich viel Arbeit. „Weil es viele kleine Nebengeräusche gibt, mit denen du umgehen musst, was nicht einfach ist. Andererseits haben wir den Spielern gesagt, wie die Situation ist. Wir lassen keinen außen vor. Der Spieler selbst muss entscheiden: Will er die Situation annehmen?“