01. Juli 2020 / 02:24 Uhr

Vertrag wird verlängert! Schmadtke bleibt bis mindestens 2022 Wolfsburg-Boss

Vertrag wird verlängert! Schmadtke bleibt bis mindestens 2022 Wolfsburg-Boss

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jörg Schmadtke bleibt bis mindestens 2021 VfL-Manager
Jörg Schmadtke bleibt bis mindestens 2021 VfL-Manager
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Jörg Schmadtke, Manager und Sport-Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, hat sich mit dem Aufsichtsrat auf eine vorzeitige Verlängerung seines Vertrages bis 2022 geeinigt - und hat noch einiges vor. Unter anderem gibt es Umbaumaßnahmen auf dem Trainingsgelände.

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Den Urlaub genießt Jörg Schmadtke gerade in seinem Häuschen auf Ibiza. Wenn er wieder da ist, wird weiter an der VfL-Zukunft gebastelt – und an seiner eigenen: Der Manager und Sport-Geschäftsführer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wird seinen bis 2021 laufenden Vertrag vorzeitig verlängern. „Von meiner Seite hat es die mündliche Zusage für ein weiteres Jahr gegeben, von der anderen Seite auch“, bestätigt der 56-Jährige. „Wir reden über ein weiteres Jahr – erst einmal. Dann wollen wir immer wieder zum Halbjahr schauen, ob wir noch ein Jahr zusammen weitermachen, ob von beiden Seiten weiter Interesse besteht.“

Die andere Seite, das ist der VfL-Aufsichtsrat um AR-Chef Frank Witter, der für die Bestellung der drei VfL-Geschäftsführer (neben Schmadtke noch Dr. Tim Schumacher und Michael Meeske) zuständig ist. Schmadtke hatte in den letzten Monaten immer wieder damit kokettiert, in nicht allzu ferner Zukunft in Rente zu gehen – zumal mit Sportdirektor Marcel Schäfer ein Nachfolger schon in den Startlöchern steht. Schäfer allerdings hatte betont, noch möglichst lange mit dem erfahrenen Schmadtke (der schon in Aachen, Hannover und Köln in sportlicher Verantwortung stand) zusammenarbeiten zu wollen.

Jörg Schmadtke - Seine Karriere in Bildern:

VfL Wolfsburg: Jörg Schmadtke - Karriere in Bildern Zur Galerie
VfL Wolfsburg: Jörg Schmadtke - Karriere in Bildern ©

Der Wunsch wird ihm zumindest mittelfristig erfüllt. „Ich bin hier noch nicht fertig“, sagt Schmadtke zu seiner Vertragsverlängerung. „Und meine Frau und ich fühlen uns hier sehr wohl.“ Er habe mit dem VfL „noch einiges vor, auch baulich – hier auf den Trainingsplätzen, in der Akademie und auch am Elsterweg“.

Verschwindet der Trainingsplatz vor der Arena?

Was den Kader angeht, wird sich der „Umbau“ in den nächsten Monaten in Grenzen halten – aber vor allem rund um die VW-Arena sind Baumaßnahmen geplant. Unter anderem könnte der Trainingsplatz vor der Arena (bei Eröffnung des Stadions vor 18 Jahren noch das einzige Übungsgelände der Profis) komplett verschwinden! Schmadtke: „Wir können den A-Platz vor der Arena freigeben – für andere Mannschaften oder für bauliche Maßnahmen.“

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Kollegen-Talk: Robin Knoche, Josip Brekalo und Ex-VfLer Ivan Perisic Zur Galerie
Kollegen-Talk: Robin Knoche, Josip Brekalo und Ex-VfLer Ivan Perisic ©

Dafür soll die Trainingsfläche zwischen VfL-Center und Arena komplett neu gestaltet werden. Vor allem die geplante Installation einer Rasenheizung dort macht den fast nur noch im Winter genutzten A-Platz für die Profis überflüssig. Zudem wird „einer der Plätze am Center gedreht“, so Schmadtke. Und: „Der Magath-Hügel kommt weg.“ Auf der so frei werdenden Fläche sollen ein Speedcourt (ein eingezäunter Miniplatz) und eine Kraftkammer entstehen. Die entsprechenden Pläne gibt es schon, die Baugenehmigungen fehlen noch – aber in den nächsten Monaten könnten die Bagger anrollen.

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Ziel: VfL-Wahrnehmung verbessern

Was sich Schmadtke ebenfalls vorgenommen hat: Die Wahrnehmung des VfL in und um Wolfsburg herum zu verbessern. Nach dem 8:1 vor einem Jahr im Saisonfinale gegen Augsburg und dem Einzug in die Europa League habe er „keine Euphorie rund um den VfL verspürt – jedenfalls keine, die sich in den Zuschauerzahlen oder im Dauerkartenverkauf widergespiegelt hätte. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Die Erklärung, dass die Menschen nach den zwei Relegationen zuvor den VfL ein bisschen leid waren, lasse ich nicht mehr gelten – zumal die Unterstützung ja während der Relegation relativ groß war, wir mit Bruno Labbadia danach erfolgreichen Fußball gespielt haben – und wir dann ja 13 Spieltage lang in der abgelaufenen Saison nicht verloren haben. Da ist ein bisschen wenig passiert, und wir müssen uns Gedanken machen, woran das liegt.“