12. April 2020 / 09:55 Uhr

Vertreter vom SV Eintracht Süd und TuS Leutzsch: „Zusammen anstatt gegeneinander“

Vertreter vom SV Eintracht Süd und TuS Leutzsch: „Zusammen anstatt gegeneinander“

TuS Leutzsch
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Der SV Eintracht Süd und TuS Leutzsch müssen an einem Strang ziehen... © TuS Leutzsch 1990
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„Das Zusammen wird in Leipzig immer schwieriger!“ Zu dieser Erkenntnis gelangten Christoph Mäding vom SV Eintracht Süd sowie Thomas Rathai und René Hüttl von TuS Leutzsch in einem Gespräch über das Vereinsleben der Vereine. Allerdings sitzen die Vereine im gleichen Boot...

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Leipzig. Die Nachwuchstrainer Christoph Mäding (SV Eintracht Süd) und Thomas Rathai (TuS Leutzsch) sowie Jugendleiter René Hüttl (TuS Leutzsch) haben in einem Gespräch ihre Vereinsarbeit miteinander verglichen. Interessant an dem folgenden Gedankenaustausch ist, dass Christoph Mäding selbst Schützling von Thomas Rathai war.

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Welche Gemeinsamkeiten haben beide Vereine?

Mäding: „Beide Vereine zeichnet der Humor und die ernsthafte Arbeit im Vereinsleben aus. In den Testspielen, die schon fast Tradition sind, tauscht man sich schon über Details der Vereine aus.“

Rathai: „Eine gewisse Treue gegenüber der Vereine. Wir beide waren für kurze Zeit mal fremd gegangen, aber sind nach kurzer Zeit zu unserem Herzensverein zurückgekehrt. Das auch nicht zu unrecht, das hat schon Gründe, man fühlt sich schon heimisch.“

Hüttl: „Die Vereine haben positiv Verrückte in ihren Reihen, das Ehrenamt wird heutzutage immer wichtiger. Nur so hält sich ein Verein, auch wenn die Unterschiede zwischen Eintracht Süd und uns überwiegen, ist das eine große Gemeinsamkeit der Vereine.“

Welche Unterschiede haben beide Vereine?

Rathai: „Zuerst einmal möchte ich den Weg von Eintracht Süd hervorheben, das ist vorbildlich! Desweiteren denke ich, wenn wir Kinder haben, die ein bisschen Potential besitzen, haben wir Vereine wie RB Leipzig und Chemie, die bessere Bedingungen besitzen. Alleine die Spielklasse und die Gegner sind dann schon ein bisschen attraktiver.“

Mäding: „Bei Eintracht Süd unterteilen wir in die ersten Mannschaften, die leistungsbezogen spielen, und den zweiten Mannschaften, die eher herangeführt werden sollen für das Folgejahr. Wir haben uns stetig entwickelt, die Qualität der Trainer ist deutlich gestiegen."

Hüttl: „Ich persönlich denke einfach, dass Eintracht Süd einfach bessere Bedingungen hat, dass sowohl von der Kaderzahl als auch vom Traineraufgebot her. Während in Leutzsch Thomas zwei Mannschaften trainiert und ich drei Mannschaften, ist bei Eintracht Süd pro Mannschaft bestimmt ein breites Aufgebot vorhanden.“

Was gibt es noch für Besonderheiten der beiden Vereine?

Rathai: „Wie schon angesprochen ... wir haben sehr viele Vereine in unserer Umgebung. Mit Lindenau, Chemie, Rasenball, Schönau, West 03, Böhlitz, Bienitz, Nordwest und so weiter ist es schwierig. Man muss da eigentlich mehr zusammen arbeiten. Dazu gehen die Spieler mit Potential spätestens im U-13-Bereich zu RB Leipzig oder Chemie.“

Mäding: „Auch wir haben einen Ansprechpartner in Sachen Potential. Bei uns um die Ecke ist Lok Leipzig noch eine Nummer größer als wir. Aber das positive ist, dass Spieler, die dort nicht mehr weiterkommen, gern wieder zurückkommen.“

Hüttl: „Es ist – wie Thomas gesagte – ziemlich schwierig mit so vielen Vereinen in unserer Umgebung. Aber ich bin stolz, dass wir jede Altersklasse besetzen konnten in dieser Saison. Auch von den Trainern her haben wir uns entwickelt, eine Entwicklung in unserem kleinem Verein, die durch und durch geil ist.“

Rathai: „Mit dem Vorstand, den wir haben, ist meiner Meinung nach die nächsten Jahre einiges umzusetzen. Eine Sache noch, eine Verbindung gab es vor ein paar Jahren noch, das legendäre Eintracht-TuS-Turnier. Da haben beide Vereine voneinander profitiert und jeden Sommer zusammen Kleinfeldturniere ausgetragen. Das ist eine tolle Zusammenarbeit gewesen, das war vorbildlich für den gesamten Fußball in Leipzig.“


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Mäding:Wir haben eine tolle Perpektive. Wir bieten jedem das, was sie möchten. Das geht beim Leistungsfußball mit einer gewissen Profesionalität los und reicht bis zum klassischen Kicken und Freizeitfußball. Das macht unser Spektrum größer. Es können mehr Menschen zu uns kommen.“

Hüttl: „Ich denke, dass wir gerade in Sachen Infrastruktur erst einmal nachlegen. Mit unserer Sanierung der Toiletten und Duschen wollen wir wir einen ersten Grundstein schaffen. Danach steht der Kunstrasen ganz oben auf der Agenda.“

Mäding: „Zuletzt freue ich mich auf das nächste Testspiel gegen meine Freunde vom TuS Leutzsch, das Miteinander ist vorbildlich. Das sollte man so mitnehmen. Der Termin ist Formsache.“