13. Oktober 2021 / 20:56 Uhr

Verzögerungen beim Kunstrasen im Mariannenpark: Inter Leipzig fehlen die Eigenmittel

Verzögerungen beim Kunstrasen im Mariannenpark: Inter Leipzig fehlen die Eigenmittel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auf der grauen Fläche auf dem Mariannenpark-Gelände soll der Kunstrasenplatz des FC Inter Leipzig entstehen.
Auf der grauen Fläche auf dem Mariannenpark-Gelände soll der Kunstrasenplatz des FC Inter Leipzig entstehen. © Kempner
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Nicht nur der SV Wacker steckt inder Mariannenpark-Thematik drin: Der FC Inter wartet seit eineinhalb Jahren sehensüchtig auf den Kunstrasenplatz. Doch die Situation sei auch eigenverschuldet, wie die Stadt nun mitteilt.

Leipzig. Der Sportplatz im Mariannenpark erhitzt weiter die Gemüter - und beschäftigt nun sogar den Stadtrat. Zuletzt waren hauptsächlich die Probleme des SV Wacker das große Thema. Der Verein hat offensichtlich seit geraumer Zeit Probleme, die Anlage zu pflegen und zu betreiben. Aus diesem Grund sah er sich mit der Kündigung des Pachtvertrages seitens der Stadt konfrontiert. Doch auch beim FC International, dem anderen Nutzer der Sportstätte, läuft es nicht reibungslos.

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Seit rund eineinhalb Jahren ist der Kunstrasenplatz des FC Inter im Mariannenpark überfällig – mittlerweile ist gar von einer Investruine die Rede. Nun antwortete die Stadt auf eine Einwohneranfrage. In der Antwort heißt es: Grund für die Verzögerung sei die problematische Eigenmittel-Situation des FC Inter. „Der Hauptsponsor hat die zugesagte Unterstützung noch nicht realisiert. Der Verein geht fest von einer Fertigstellung im März/April 2022 aus. Es fehlt nur noch der Kunstrasenbelag auf dem fertig gestellten Unterbau.“

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Die Verzögerung des Kunstrasenprojektes sei kein Einzelfall, teilte das Sportamt in seiner Stellungnahme mit. Es gebe durchaus häufig Verzögerungen bei Baumaßnahmen. "Im Verfahren wird häufig eine Kostenberechnung gefordert. Diese zu erstellen kann bei Großmaßnahmen kostenintensiv sein. Folglich wird zunächst die Finanzierung und Kofinanzierung (durch die Stadt/ durch den Freistaat Sachsen) sichergestellt, bevor diese in Auftrag gegeben wird. Das Kostenrisiko wäre ansonsten vollständig beim Antragsteller. Dies sieht das Amt für Sport als nicht sachgerecht an."

Eine Beschleunigung des Baus seitens der Kommune sei schwierig: "Es handelt sich um eine Baumaßnahme Dritter. Hier stehen der Verwaltung nahezu keine Möglichkeiten zur Verfügung, auf den Bau einzuwirken. Daher wurden seitens der Stadtverwaltung auch keine weiteren Maßnahmen ergriffen."