08. Juni 2021 / 16:10 Uhr

Veto gegen Protestaktion: Deutschlands EM-Gruppengegner Ungarn will auf Kniefall verzichten

Veto gegen Protestaktion: Deutschlands EM-Gruppengegner Ungarn will auf Kniefall verzichten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ungarns Nationalmannschaft um Keeper Péter Gulácsi wird bei der EM keinen Protest-Kniefall machen.
Ungarns Nationalmannschaft um Keeper Péter Gulácsi wird bei der EM keinen Protest-Kniefall machen. © Getty Images (Montage)
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Der ungarische Fußballverband hat angekündigt, dass der deutsche Gruppengegner bei der EM auf den Kniefall als Protestaktion verzichten wird – und dabei auf die UEFA und die FIFA verwiesen.

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Deutschlands letzter EM-Gruppengegner Ungarn will vor seinen Spielen auf den Kniefall als Protestaktion verzichten. Der nationale Verband MLSZ verwies auf die Europäische Fußball-Union (UEFA) und den Weltverband (FIFA), die eine Politisierung des Sports ablehnen. Ungarns Verband akzeptiere diese Sicht nicht nur, sondern stimme mit ihr auch überein. "Die Nationalmannschaft wird vor den Spielen nicht knien, um ihre Verurteilung von jeglicher Form von Hass auszudrücken", schrieb der Verband. Man befolge stets die internationalen Regeln und erweise auch immer seinen Respekt, ob es nun ein Gegner, ein Fan oder sonst wer sei.

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Englands Fußballer waren zuletzt von einigen Fans ausgebuht worden, weil sie vor ihren Spielen zur Europameisterschaft als Zeichen gegen Rassismus mit je einem Knie auf den Boden gegangen waren. 2016 hatte der damalige Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, eine Welle an Protesten von American-Football-Profis begonnen, die sich während der amerikanischen Hymne auf ein Knie stützten oder mit erhobenen Fäusten gegen Polizeibrutalität und Rassenungleichheiten aussprachen.

Die Ungarn um RB Leipzigs Torwart Peter Gulacsi starten am kommenden Dienstag (18.00 Uhr/ZDF) gegen Titelverteidiger Portugal in die EM. Anschließend sind in Gruppe F Weltmeister Frankreich am 19. Juni und Deutschland vier Tage später die Gegner.