06. April 2020 / 20:10 Uhr

VfB Fallersleben und SV Rühen: 100-jährige Jubiläen zum falschen Zeitpunkt

VfB Fallersleben und SV Rühen: 100-jährige Jubiläen zum falschen Zeitpunkt

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fallersleben 100
Keine Party: Die Fußballsparte des VfB Fallersleben darf nicht sein 100-jähriges Bestehen feiern.
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Jubiläumsfeier – aber keiner darf hin! So geht es in diesem Jahr dem SV Rühen und der Fußballsparte des VfB Fallersleben. Stolze 100 Jahre werden der Verein und die Abteilung ausgerechnet im Jahr der großen Corona-Pandemie alt. An eine große Party ist daher nicht zu denken.

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Die Mitglieder müssen sich noch gedulden – und dürfen höchstens alleine zu Hause mit einem Sekt anstoßen. Ihnen geht es damit wie vielen anderen auch, die in dieser Zeit eigentlich eine große Geburtstagsfete geben wollten.

Die wäre beim SV Rühen am 26. und 27. Juni gewesen. „Die haben wir aber schon abgesagt. Das ist einfach zu riskant“, sagt Timo Schütte, der Vorsitzende des Vereins. Ein Ende der Corona-Pandemie ist schließlich noch lange nicht in Sicht. „Das ist schon sehr bitter für uns, wir haben ein Jahr lang geplant. Das Orga-Team bestand am Ende aus zwölf Leuten.“ Und die haben nicht gefaulenzt.

„Die Planungen waren schon ziemlich final“, sagt Schütte. „Wir haben uns sogar schon zum Probe-Essen getroffen.“ Die Vereins-Sause wäre in zwei Teilen abgelaufen. Am Freitag wären unter anderem Vertreter von Verbänden, befreundeten Vereinen und der Politik eingeladen gewesen. Am Samstag hätte es eine blau-weiße Nacht für die Mitglieder gegeben. „Da hätten wir mit 100 bis 120 Leuten gerechnet“, so der Vorsitzende. Außerdem hätten Spielstätten der unterschiedlichen Sparten die Jüngsten im Verein am Samstagvormittag mit einer Art Kinder-Olympiade unterhalten sollen – alles abgesagt.

Aber es gibt auch Positives: Die Planung war nicht ganz umsonst. „Wir wollen die blau-weiße Nacht auf jeden Fall nachholen, vielleicht im Herbst“, kündigt Schütte an. Ob und wie der Abend mit den Verbänden und das Kinder-Programm noch umgesetzt werden kann, solle dann entschieden werden. „Wir müssen sowieso erst mal abwarten, wie die gesetzliche Lage ist, im Vereinsleben ruht ja ohnehin derzeit alles.“

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Ein Feier-Verbot gibt’s natürlich auch für die Fußballsparte des VfB Fallersleben – weil dort aber ohnehin keine große Party geplant war, sieht der Vereinsvorsitzende Nicolas Heidtke die Bremse durch die Corona-Pandemie entspannt. „Bei uns wäre es vermutlich auf ein großes gemeinsames Frühstück mit 50 bis 60 Leuten hinausgelaufen, da hätten wir dann alte Weggefährten und Trainer eingeladen.“

Die Planungen dafür seien aber noch nicht sehr weit fortgeschritten gewesen – vergebliche Arbeit habe es daher in Fallersleben nicht gegeben, so Heidtke. „Die Abfrage der Trainer, was wir machen, lief gerade erst. Wir hätten jetzt als nächstes eine Fallersleber Örtlichkeit – wie beispielsweise das Brauhaus oder das Hoffmannhaus – für das Frühstück gesucht.“

Doch das liegt jetzt erst mal auf Eis. „Das Treffen hätte Ende Juni stattgefunden“, so der Vorsitzende, der aber optimistisch bleibt. „Ich gehe jetzt davon aus, dass wir es vielleicht im Herbst nachholen können. Und falls wir es dann doch erst im nächsten Jahr dürfen, ist das auch kein Drama.“