07. August 2019 / 09:14 Uhr

VfB Leisnig investiert in den Kader

VfB Leisnig investiert in den Kader

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Der Leisniger Julian Gehle (links) behauptet sich beim 6:0-Testsieg über Mochau gegen Tobias Scholz.
Der Leisniger Julian Gehle (links) behauptet sich beim 6:0-Testsieg über Mochau gegen Tobias Scholz. © Jörg Schreiber
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Der Fußball-Kreisoberligist will mit einer schlagkräftiger Truppe weiter nach oben.

Leisnig. Der zehnte Platz täuschte zweifellos etwas über den wahren Saisonverlauf hinweg. Der VfB Leisnig als vorjähriger Aufsteiger in die Fußball-Kreisoberliga legte beizeiten den Grundstein für den Klassenerhalt. Erst durch eine Frühjahrs-Flaute machten es die Muldestädter nochmals ein wenig spannend, ohne ernsthaft in Abstiegsgefahr zu geraten. Letztlich nicht auf einem einstelligen Tabellenplatz ins Ziel gekommen zu sein, war daher locker zu verschmerzen. Überhaupt überwog bei den Rot-Weißen die Euphorie nach zuvor sechs langen Jahren der Enthaltsamkeit in der Kreisliga A.

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Rückkehrer an Bord

Und auch nach Abschluss der Serie war man in der idyllisch gelegenen Otto-Schuricht-Sportstätte gerade in personeller Hinsicht alles andere als untätig – im Gegenteil. Um das nach dem Sprung in eine höhere Spielklasse oft als schwierig bezeichnete zweite Jahr nicht zum Schreckgespenst werden zu lassen, wurde in der Sommerpause kräftig in den Kader investiert.

Mit Philipp Hartmann, Christian Mäckel und Jesse-Philip Thalheim konnte gleich ein Trio vom Döbelner SC weggelockt werden. Hannes Meyer wechselte von den A-Junioren des FC Grimma nach Leisnig, Shqipdone Hashani war zuvor beim SV Naunhof aktiv, während Willi Roitzsch seine Qualitäten beim BC Hartha unter Beweis stellte. Wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, dass einige der Zugänge ihr fußballerisches Rüstzeug in Leisnig erhalten haben und nun zum VfB zurückkehren.

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1:1 gegen Chemie II

Nicht mehr zur Verfügung stehen Stephan Schoberth (schließt sich der Zweiten an), Sebastian Friese (Karriereende), Robin Regn (verändert sich beruflich in Richtung Leipzig) und Niclas Burger (heuert beim BC Hartha an). Am bewährten Trainergespann Rico Meister/Michael Koslowski liegt es nun, Steinchen für Steinchen zu einem Erfolg versprechenden Mosaik zusammenzusetzen.

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Bereits am 11. Juli erfolgte der Trainingsstart, parallel wurde und werden reichlich Testspiele ausgetragen. Gegen Hohnstädt (3:2) und Mochau (6:0) war die Offensivabteilung schon ziemlich fleißig, ehe man bei Chemie Leipzig II ein respektables 1:1 erreichte. Am Freitag wird um 18.30 Uhr der SV Grün-Weiß Niederstriegis (Neueinsteiger in der Kreisliga B-Süd) empfangen. Ein erhöhtes Zuschaueraufkommen im Leisniger Stadion ist am 16. August garantiert. Dann trifft der VfB um 18.30 Uhr im Saisoneröffnungsspiel auf den Lokalrivalen Döbelner SC.

„Wir sind absolut im Soll“

Spätestens in dieser mehr als reizvollen Auftaktbegegnung könnte es erste Anzeichen dahingehend geben, ob die Leisniger in der oberen Hälfte des Klassements mitmischen können. Den in der Vorsaison im Prinzip verschenkten einstelligen Tabellenplatz hat man sich unweit der Burg Mildenstein schon einmal auf die Fahnen geschrieben. Den tapferen VfB-Rittersleuten ist dieser auf jeden Fall zuzutrauen.

Für Coach Meister sind die Ziele allerdings noch nicht in Stein gemeißelt: „Alle werden sich innerhalb der Mannschaft noch konkrete Gedanken darüber machen und diese in die tägliche Arbeit einfließen lassen. Auf jeden Fall wollen wir uns in allen Bereichen noch weiter verbessern, was die Platzierung einschließt.“ Mit dem Stand der Vorbereitung ist der Leisniger Cheftrainer einverstanden: „Wir sind absolut im Soll, lassen keine Luft ran. Natürlich weiß im Moment noch keiner, wo wir tatsächlich stehen.“ Doch dies erzeugt beim VfB keine Unruhe, denn der Konkurrenz geht es in dieser Hinsicht nicht anders.

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