23. Juli 2021 / 21:37 Uhr

VfB Leisnig testet beim traditionellen AEL-Cup seine Form

VfB Leisnig testet beim traditionellen AEL-Cup seine Form

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fußball-Testspiel: VfB Leisnig - Germania Mittweida II 5:3
Der VfB Leisnig möchte vor dem Ligastart noch an der Defensivarbeit und Genauigkeit feilen. © Emily Goldberg
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Die Partien gegen Thale II, Nossen und Hainichen im AEL-Cup sind für die Kreisoberliga-Kicker von Coach Rico Meister wichtige Standortbestimmung. Die Kaderplanung ist bei den Leisnigern im Großen und Ganzen abgeschlossen.

Leisnig. Der traditionelle AEL-Cup ist für die Kreisoberliga-Fußballer des VfB Leisnig auch in diesem Sommer einer der Höhepunkte im umfangreichen Saisonvorbereitungsprogramm. Am Samstag ab 13 Uhr messen die Bergstädter in der heimischen Otto-Schuricht-Sportstätte mit dem SV Stahl Thale II (Kreisoberliga Harz), dem SV Lok Nossen (Kreisliga Meißen) und dem Hainichener FV Blau-Gelb (Kreisoberliga Mittelsachsen) die Kräfte. Das Turnier rückt gerade anno 2021 aufgrund zweier Jubiläen (100 Jahre VfB und 975 Jahre Leisnig) besonders in den Blickpunkt.

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Sportlich gesehen dient die Veranstaltung dem Hausherren und seinen Gästen als wichtige Standortbestimmung wenige Wochen vor dem Punktspielstart. Bei Gastgeber VfB fließt der Schweiß bereits seit einigen Wochen in Strömen, Trainer Rico Meister beobachtet den Bewegungsdrang seiner Schützlinge mit spürbarer Freude: „Es wurde allerhöchste Eisenbahn, endlich wieder richtig loslegen zu können. Die Stimmung ist prächtig, den Jungs ist die Lust nach der langen Pause richtig anzumerken.“

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Neben den Übungseinheiten wurde und wird natürlich gleichfalls reichlich getestet. Zunächst sprang gegen Neueinsteiger HFC Colditz II ein 2:0-Erfolg heraus, welcher nach dem harten Vormittagstraining mit schweren Beinen sowie mächtig viel Sand im Getriebe errungen wurde. Trotz des zähen Spielflusses und etlicher Ungenauigkeiten hätte das Ergebnis bei besserer Chancen-Verwertung höher ausfallen können.

Gegen den SV Germania Mittweida II (immerhin ebenso Kreisoberligist im Nachbarverband Mittelsachsen) lief es spielerisch schon weitaus besser, das Leisniger Team wirkte konzentrierter, brachte den Kontrahenten häufiger in Bedrängnis und gewann letztlich mit 5:3. Die drei Gegentreffer offenbarten allerdings noch einige Reserven in der Defensivarbeit, an denen die Rot-Weißen eigentlich in der Begegnung gegen den FC Bad Lausick feilen wollten. Dazu kam es jedoch nicht, weil die Kurstädter wegen personellen Schwierigkeiten kurzfristig absagten. Meisters Begeisterung über den Spielausfall hielt sich verständlicherweise in Grenzen: „Da sind dem Gegner scheinbar über Nacht die Leute abhanden gekommen. Schade, es wäre eine weitere wichtige Nagelprobe gewesen.“

Keine konkreten sportlichen Ziele

Dem VfB-Coach bleiben nach dem AEL-Cup aber noch drei Möglichkeiten, seine Truppe auf Vordermann zu bringen. Am 30. Juli um 18.30 Uhr gibt der SV Medizin Zschadraß aus der Kreisliga A-Ost in Leisnig seine Visitenkarte ab, bevor am 3. August zur selben Zeit der Zschadraßer Namensvetter und Staffel-Konkurrent Hochweitzschen an der Chemnitzer Straße empfangen wird. Schließlich macht am 8. August um 15 Uhr der TSV Langhennersdorf (Kreisoberliga Mittelsachsen) seine Aufwartung, der Sonntags-Termin war übrigens ausdrücklicher Wunsch der Gäste.

Konkrete sportliche Ziele für das anstehende Spieljahr 2021/2022 haben die VfB-Verantwortlichen momentan nicht in der Schublade liegen. Dafür sei die Zeit noch nicht reif, wie der in dieser Hinsicht gewohnt gelassen agierende Leisniger Übungsleiter erklärt.


Kaderplanung steht soweit

In Sachen Kadergestaltung sind die Pläne allerdings bereits im Großen und Ganzen abgeschlossen. Der vom Roßweiner SV zum VfB gewechselte Nick Mihalek („Er hat viel Potenzial und macht uns auf mehreren Positionen variabler“) und Nico Suschke („Einer aus dem eigenen Nachwuchs, von seinem Talent versprechen wir uns einiges“) sind definitiv zwei interessante Zugänge. Nicht mehr zum Aufgebot gehören dagegen Julian Gehle und Keeper Janko Ackermann.

Meister erläutert die Hintergründe: „Julian versucht zukünftig beim HFC Colditz II sein Glück und Janko wollte seinen Heimatverein SV Medizin Zschadraß wieder unterstützen. Wir wünschen beiden viel Erfolg.“ Etwas Bewegung gab es unisono im direkten Umfeld des Leisniger Teams. Der vom HFC Colditz gekommene Enrico Beer verstärkt den Betreuerstab als Torwart-Trainer. „Er wird die Großfeld-Hüter mit speziellen Einheiten fit machen, von seinen Erfahrungen können wir nur profitieren.“

Aufgrund langwieriger Verletzungsprobleme wechseln Tony Volkert und Philipp Hartmann vom grünen Rasen in den Staff, sind ab sofort als Co-Trainer beziehungsweise Mannschaftsleiter tätig. „Wir sind froh, dass uns die beiden auf diese Art und Weise erhalten geblieben sind. Obwohl wir sie selbstverständlich noch lieber weiterhin auf dem Platz gesehen hätten. Dennoch sehe ich uns dort personell sehr ordentlich aufgestellt.“ Rico Meister und seine Mitstreiter haben zweifellos genügend Veranlassung, dem Saisonbeginn mit Optimismus entgegen zu blicken.