13. September 2020 / 20:46 Uhr

VfB Leisnig und SV Naunhof trennen sich remis

VfB Leisnig und SV Naunhof trennen sich remis

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Für die ambitionierten Naunhofer war dieses Unentschieden am Ende zu wenig. © dpa
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Am 3. Spieltag der Kreisoberliga kamen Leisnig und Naunhof nicht über ein 1:1 hinaus. Dadurch rutschte der SVN in der Tabelle ab und verlor den Platz an der Sonne an den Roßweiner SV.

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Leisnig. Keinen Gewinner gab es am Samstag Nachmittag beim Aufeinandertreffen des VfB Leisnig mit dem SV Naunhof am 3. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga der Männer. Die Mannschaften trennten sich vor der stattlichen Kulisse von 133 Zuschauern in der Otto-Schuricht-Sportstätte letztlich leistungsgerecht mit 1:1 (1:0). Die „Clade-Kicker“ bleiben damit weiter ungeschlagen, mussten die Tabellenführung allerdings an den Roßweiner SV abgeben. Den Leisnigern gelang nach den beiden deutlichen Auswärtsniederlagen der Vorsaison (2:5 im Punktspiel und 1:5 im Pokal) zu mindestens eine Teilrevanche.

In einer über weite Strecken ausgeglichenen, hart umkämpften und dennoch keineswegs unfairen Begegnung (der Unparteiische Gian-Luca Menger vom ATSV Frisch Auf Wurzen verteilte hüben wie drüben zweimal den gelben Karton) attackierte der Gast die Einheimischen sofort. Ungeachtet dessen besaß der VfB die erste verheißungsvolle Tormöglichkeit der Partie, als Julian Gehle aus spitzem Winkel abziehend den SVN-Keeper Martin Gräwel zu einer Faustparade zwang.

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Noch etwas genauer zielte Sebastian Friese, welcher nach einem Naunhofer Ballverlust im Mittelfeld mit einem 25-Meter-Schuss die ersehnte Führung besorgte (13.). Für die auf Konter lauernden Hausherren ergaben sich in Folge noch einige weitere halbgare Gelegenheiten, während die Naunhofer trotz deutlich mehr Ballbesitz zunächst nichts Erwähnenswertes in der Offensive zu Stande brachten.

Nils Hein mit dem Ausgleich

Stattdessen bot sich dem Platzbesitzer die Riesenchance, den Vorsprung auszubauen. Gehle zog es allerdings vor, selbst den Abschluss zu suchen anstatt seinen ebenfalls freistehenden Mannschaftskameraden Friese in den Angriff einzubinden. War die kläglich vergebene Möglichkeit ein Knackpunkt in diesem Match? Dennoch war die Halbzeit-Führung für die Leisniger - welche bereits in der ersten Halbzeit zwei verletzungsbedingte Wechsel vornehmen mussten - auf keinen Fall unverdient.

Die Naunhofer blieben auch nach dem Seitenwechsel dominant, doch die Aktionen wurden zunächst weiterhin nicht zwingend genug vorgetragen. Als das Geschehen völlig zu verflachen drohte, schalteten die Gäste doch noch einen Gang hoch. Ein Freistoß von Rene Beckert pfiff haarscharf am gegnerischen Gehäuse vorbei, kurz darauf rettete Leisnigs Matthias Schulz spektakulär auf der eigenen Torlinie.

Nils Hein war es dann vorbehalten, mit einem platzierten Kopfball den längst überfälligen Ausgleich zu markieren (70.). Es brannte auch danach noch öfter lichterloh im Strafraum der Heim-Elf, Joe-Dennis Richter verfehlte das Ziel zweimal denkbar knapp. Nun wurde das Spiel obendrein doch noch etwas hitzig, ein den Atem der Besucher ins Stocken bringender Zusammenprall war aber unglücklicher Natur.

Leisnig mit Heim-Derby gegen Döbeln

Während VfB-Akteur Jesse-Philip Thalheim nach kurzer Behandlung sofort weiter machen konnte, kehrte SV-Kicker Florian Burkert erst mit einiger Verspätung sowie mit einem Turban verziert auf den Rasen zurück. Am Ende blieb es beim Unentschieden, mit dem der Platzbesitzer insgesamt gesehen durchaus zufrieden sein kann. Für die Naunhofer dagegen war das Remis aufgrund der Chancen-Vorteile hinten heraus im Grunde genommen zu wenig.

Der VfB um Trainer Rico Meister fiebert nunmehr dem Heim-Derby kommenden Samstag an der Chemnitzer Straße gegen den Döbelner SC entgegen. Der SVN um Coach Benjamin Fraunholz tritt zu gleichen Zeit beim TSV Burkartshain auf den Plan.

Tore: 1:0 Friese (13.) 1:1 Hein (70.)

SR: Menger (ATSV Frisch Auf Wurzen)

Z.: 133