23. April 2018 / 16:46 Uhr

VfB Lübeck begnadigt Abou Rashed

VfB Lübeck begnadigt Abou Rashed

Jürgen Rönnau
Lübecker Nachrichten
Nach langer Pause wieder dabei: Abdullah Abou Rashed.
Nach langer Pause wieder dabei: Abdullah Abou Rashed. © 54°
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Erst degradiert, aber nach 100 Tagen Pause ist das Toptalent wieder im Regionalligakader

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Knapp 100 Tage stand Abdullah Abou Rashed beim VfB Lübeck im Abseits - in die U21 degradiert, scheinbar ohne Zukunft an der Lohmühle. Jetzt ist er wieder da. Der 20-Jährige bekommt seine zweite Chance, nahm am Abschlusstraining teil und steht im Kader für das Punktspiel beim VfB Oldenburg (Dienstag, 24. April, 18.30 Uhr). "Wenn ich die Chance bekomme, werde ich Gas geben", versprach das Talent. Gibt es für die Beziehung zwischen "Abou" und dem VfB doch noch ein Happy End?

Rückblick: Im Winter machte sich bei dem Möllner Unzufriedenheit breit, er hätte gern mehr Einsatzzeiten gehabt in der Liga. Nur 13 Minuten durfte er ran, das war am 16. September 2017 beim 0:2 beim HSV II, viermal nur gehörte er dem Kader an. In der kurzen Hallenserie zog er dann groß auf, und meldete sich auch intern zu Wort. Das kam nicht überall gut an, auch nicht, dass er mit einem Wechel zu Strand 08 liebäugelte.

"Abou Rashed ab sofort vom Trainingsbetrieb freigestellt"


Am 16. Januar zog der VfB einen vorläufigen Schlusstrich, meldete auf seiner Homepage: "Der VfB Lübeck hat seinem Spieler Abdullah Abou Rashed nach wiederholten Undiszipliniertheiten mitgeteilt, nicht mehr Bestandteil der Regionalligamannschaft zu sein. Abdullah Abou Rashed ist ab sofort vom dortigen Trainingsbetrieb freigestellt und wird ab dem kommenden Freitag am Trainings- und Spielbetrieb der Landesligamannschaft teilnehmen.

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"Abou" nahm das kommentarlos hin. Und war anschließend oft einer der entscheidenden Faktoren beim Siegeszug der "Zweiten" durch die Landesliga: 24 Siege in 24 Spielen, 113 zu 33 Tore - Wahnsinn! Und Abou Rashed lieferte Woche für Woche. Zehn Einsätze, zwölf Tore - ein Jammer fanden viele Fans, die den Youngster in der "Ersten" vermissten. Und endlich wurde er "begnadigt", was aber nicht nur mit seinem tadellosen Auftritt in denletzten Monaten zu tun hat, sondern auch der Personalsituation und Spieltaktung in der Regionalliga geschuldet ist.

"Wir sind vor einer Woche auf ihn zugekommen", sagt Trainer Rolf Landerl. "Er hat in der U21 eine gute Einstellung bewiesen und sehr gute Spiele gezeigt. Wir sind gesprächsbereit. Er muss sich jetzt Gedanken machen, wie es für ihn weitergehen soll." Abou Rashed bestätigt das Gespräch, sagt aber auch: "Jetzt werde ich mich erstmal ganz auf den Fußball konzentrieren, Gas geben. Es sind ja noch ein paar Spiele. Danach werde ich sagen, wie es weitergeht." Eines ist auf jeden Fall klar: "Mein Ziel ist es noch immer, Profi zu werden. Das ist mein Traum, daran arbeite ich."

Nationaltrainer hat Abou Rashed auf dem Zettel


Und was ist mit der Nationalmannschaft, mit seinem Engagement für die U23 Palästinas? Abou Rashed: "Am letzten Turnier habe ich nicht teilgenommen, aber ich habe mit dem Manager telefoniert. Man hat mich weiter auf dem Zettel, der nächste Lehrgang ist im Sommer." Wird er an diesem, wie schon im Sommer 2017, teilnehmen? "Das kommt drauf an", sagt der 20-Jährige und setzt Prioritäten: "Wenn ich wieder, wie im letzten Jahr, die ganze Vorbereitung mit meinem Verein verpasse, dann wohl eher nicht."

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Ryan Adigo verließ die Lohmühle im Sommer 2015, um zum HSV zu wechseln. Für die B-Junioren der Hamburger kam Adigo zu zwei Kurzeinsätzen. ©
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