12. März 2019 / 11:47 Uhr

VfB Lübeck bleibt ungeschlagen

VfB Lübeck bleibt ungeschlagen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfB Lübeck feiert mit seinen Fans das 2:0 gegen den HSV II - und einen neuen Rekord ohne Gegentor.
Der VfB Lübeck feiert mit seinen Fans das 2:0 gegen den HSV II - und einen neuen Rekord ohne Gegentor. © VOLKER A. GIERING
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2:0 gegen den Hamburger SV II  – und neuer VfB-Rekord: Jetzt dank Gommert seit 657 Minuten ohne Gegentor – Schiri klaut Grün-Weiß einen klaren Treffer.

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Der VfB Lübeck setzt seine Jagd auf die Jung-Wölfe des VfL Wolfsburg fort, bleibt dem Tabellenführer auf den Fersen – tat sich beim 2:0 auf der Lohmühle gegen den HSV II aber schwer. Immerhin aber gab es einen historischen neuen Wert: Um 21.25 Uhr war der Uralt-Ohne-Gegentor-Rekord von Keeper-Legende Jonny Felgenhauer aus dem Jahr 1955 geknackt. Der hatte seinen Kasten damals 622 Minuten sauber gehalten, Benjamin Gommert ist jetzt 657 Minuten ohne Gegentor, und der VfB sieben Spiele ungeschlagen.

VfB-Jubel in der Kabine

Dieses Histörchen hätte einem ganz besonders gut gefallen, der nicht mehr dabei sein konnte. Dietmar Scholze hätte seine Freude an dem Zahlenspiel gehabt, aber der Aufsichtsratvorsitzende war am Samstagmorgen im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Verein erwies ihm eine letzte Ehre, hielt eine Schweigeminute ab, Vorstand Florian Möller verlas eine emotionale Hommage. Ahmet Arslan, Tommy Grupe, Florian Riedel und Tim Weißmann trugen ein übergroßes Porträt Scholzes zum Gästeblock, wo die Fans es in Empfang nahmen und hinter dem Tor platzierten zwischen zwei Bannern mit der Aufschrift „Danke Dietmar“.

Bilder vom Spiel: VfB Lübeck - HSV II (2:0)

Vor dem Anpfiff gab es eine Trauerminute für den verstorbene Aufsichtsratvorsitzenden Dietmar Scholze.  Zur Galerie
Vor dem Anpfiff gab es eine Trauerminute für den verstorbene Aufsichtsratvorsitzenden Dietmar Scholze.  ©
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Dass die Partie überhaupt stattfinden konnte, hatte der VfB Schiedsrichter Stefan Zielsdorf und der Tatsache zu verdanken, dass Sport1 deutschlandweit live im Free-TV übertragen wollte. Denn eigentlich war der Boden zu tief, um ein reguläres Regionalligaspiel zu garantieren – was man vor allem Daniel Franziskus anmerkte, der mit dem Rasen gar nicht zurecht kam, immer wieder ausrutschte.

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Dennoch starteten die Grün-Weißen furios. Schon nach 450 Sekunden lag der Ball im HSV-Tor. Nach einer dieser brandgefährlichen Ecken von Marvin Thiel gelang die Kugel irgendwie im Getümmel in den HSV-Kasten, Schiri Zielsdorf zeigte sofort zur Mitte. Tor für den VfB. Dann intervenierte Linienrichter Marcel Klein – und Zielsdorf revidierte seine Meinung. Der Videobeweis hätte ihm gezeigt: der Ball war klar hinter der Linie, er hätte das Tor geben müssen.

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Benjamin Gommert: Kurz vor der Halbzeit parierte der Keeper einen Distanzschuss von Neumann sehenswert, griff stark über. Abgesehen von einem weiteren Abschluss aus der Ferne (76.) verlebte Gommert einen ruhigen Abend. Beim Gegentor war er machtlos.  Zur Galerie
Benjamin Gommert: Kurz vor der Halbzeit parierte der Keeper einen Distanzschuss von Neumann sehenswert, griff stark über. Abgesehen von einem weiteren Abschluss aus der Ferne (76.) verlebte Gommert einen ruhigen Abend. Beim Gegentor war er machtlos.  ©

Tat er aber nicht, der VfB setzte nach, war Herr im Haus. Und wurde belohnt. Wieder ’ne Thiel-Ecke, verlängert diesmal an den langen Pfosten, da lauerte Yannick Deichmann und drosch den Ball hoch und humorlos ins kurze Eck zum 1:0 für den VfB (18.). Und dann? Warum ließ sich Grün-Weiß so weit zurückfallen? Der HSV übernahm das Kommando – und der VfB hatte nur noch Gommert, der immer wieder rettete (26. gleich zweimal, 40.) – dazwischen war es die Latte, die bei einem Opoku-Freistoß für Gommert hielt (34.). Man muss es so sagen: der VfB verteidigte sich in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel zunächst ein ähnliches Spiel, der HSV gab nicht auf. Aber der VfB hat seit seinem Wintertrainingslager ja seine Standards. Und Marvin Thiel. Der servierte einen Freistoß so gemein in den Hamburger Sechzehner, dass Patric Pfeiffer den Ball unglücklich über seinen Keeper Morten Behrens – wie Gommert übrigens aus dem Kreis Segeberg – ins Tor beförderte zum 2:0 für Grün-Weiß (72.). Noch einmal prüfte der flinke Köhlert Gommert (84.), aber der ist ja einfach nicht zu bezwingen. VfB also 2, HSV II 0 – so soll es weitergehen. Jürgen Rönnau/Volker A. Giering

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