07. März 2020 / 17:59 Uhr

VfB Lübeck: Die Stimmen zum erkämpften Heimsieg gegen HSC Hannover

VfB Lübeck: Die Stimmen zum erkämpften Heimsieg gegen HSC Hannover

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Bei bestem Wetter erkämpften sich die Lübecker gegen HSC Hannover einen 2:1-Sieg dank des Last-Minutetreffers von Sven Mende.
Bei bestem Wetter erkämpften sich die Lübecker gegen HSC Hannover einen 2:1-Sieg dank des Last-Minutetreffers von Sven Mende. © Agentur 54°
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Stimmen zum hart erkämpften 2:1-Arbeitssieg von Regionalliga-Spitzenreiter VfB Lübeck gegen Schlusslicht HSC Hannover:

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VfB-Trainer Rolf Landerl: „Wir haben gewusst, dass sich Hannover im Winter verstärkt hat. Sie sind kämpferisch und aggressiv aufgetreten. Der HSC hat das sehr gut und uns das Leben schwer gemacht. Wir mussten zwangsläufig viel mit langen Bällen operieren. Was eigentlich nicht unsere Art ist. Ein geordneter Spielaufbau war schwierig auf solch einem Platz. Vieles war eher Zufall. Was mir unglaublich imponiert hat, ist, dass meine Mannschaft geduldig weiter gespielt hat. In der zweiten Halbzeit hatten wir gute Chancen und hätten nach dem 1:0 nachlegen können. Wir wussten, dass es immer zu einem gefährlichen Standard kommen kann. Wir haben aber mit Ruhe weiter gespielt. Mit noch robusteren Mitteln. Am Ende hatten wir das glückliche Ende gegen einen aggressiv starken Gegner. Wir sind überglücklich über die drei Punkte und haben das Kampfspiel angenommen.“

Lübecks Sportdirektor Rocco Leeser: „In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein paar Möglichkeiten herausgespielt. Leider haben wir diese nicht gemacht, so dass es nochmal spannend wurde. Die Platzverhältnisse waren schwierig, zu bespielen. Wir haben die letzten acht Spiele gewonnen. Heute war das von der Leistung her vielleicht ein Tick weniger. Wenn man Spiele aber so gewinnt, dann spielt man bis zum Saisonende oben mit. Die drei Punkte zählen. Die nächste Hürde wartet schon am kommenden Freitag bei Weiche Flensburg.“

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Torschütze Patrick Hobsch, der seinen 13. Saisontreffer erzielte: „Jeder Sieg ist wichtig. Das Spiel war holprig wie der Platz. Wir sind klar verdient in Führung gegangen und müssen das 2:0 und 3:0 machen. In der Schlussphase hätten wir cleverer sein müssen.“

Mittelfeldspieler Sven Mende, der den erlösenden 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit mit einem wuchtigen Linksschuss erzielte: „Der Platz war mehr Hoppelwiese als alles andere. Ich will Fußball spielen, das war heute schwer. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gut reingekämpft und mit Wind gespielt. Hannover hat das echt gut gemacht. Sie haben gekämpft und alles reingehauen. Der HSC-Torwart hat gut gehalten. Da muss man dem Gegner Respekt zollen. Im Endeffekt haben wir Glück gehabt. Das war ein Kampfspiel. Nächste Woche wird es in Flensburg ähnlich.“

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Die Führung: Patrick Hobsch jubelt nach seinem Tor zum 1:0. Zur Galerie
Die Führung: Patrick Hobsch jubelt nach seinem Tor zum 1:0. ©

VfB-Torwart Lukas Raeder: „Wir haben wenig zugelassen. Zuerst dachte ich, dass wir einen Freistoß kriegen vor dem 1:1. So was kann immer passieren. Wir waren aber weiter voll auf der Höhe. Es lief ja erst die 87. Minute plus Nachspielzeit. Wir sind immer in der Lage, nachzulegen. Es ist wichtig, dass wir nicht nur Fußball spielen können, sondern auch kämpfen. Die Art und Weise, wie wir das Spiel noch gewonnen haben, spricht für unsere Moral. Da können wir auf uns vertrauen.“

Verteidiger Tim Weißmann: „Wir sind halt ein geiles Team und wussten, dass wir noch eine Chance kriegen. Dass Sven Mende einen geilen Schuss hat, weiß ganz Lübeck.“

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Hannovers Trainer Martin Polomka: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich habe mir vorher die Tippspiele angeschaut. Ein 0:4 aus unserer Sicht war das Niedrigste. Ich habe kurz überlegt, ob ich das meinen Jungs zeige. Ich habe es dann zur Kenntnis genommen. Das letzte Spiel vom VfB Lübeck beim VfL Wolfsburg II habe ich mir bewusst nicht angeschaut. Sondern Spiele auf der Lohmühle, wie sich andere Teams hier geschlagen haben. Nach zehn Minuten haben wir gemerkt, dass auf diesem Platz nicht viel mit Fußball geht. Das war unser Vorteil. Wir haben Lübeck den Zahn gezogen und sie zu langen Bällen gezwungen. Wir hatten einen Lattenkracher und gehen verdient mit einem 0:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit haben wir läuferisch nachgelassen, da der Druck des Gegners größer wurde. Es sind dann Situationen eingetreten, die wir verhindern wollten. Das 1:1 haben wir aus wenig gemacht. Auf der Bank haben wir uns geschüttelt und dachten ach du meine Güte. Der Sieg ist letztlich nicht unverdient. Wenn du oben stehst, hast du hat das nötige Glück.“

SHFV-Ehrenpräsident und NFV-Vize-Präsident Hans-Ludwig Meyer: „Das ist ein völlig verdienter Sieg für den VfB Lübeck, der doch schwer mit den Platzverhältnissen zu kämpfen hatte.“