01. April 2022 / 21:38 Uhr

VfB Lübeck: Die Stimmen zur 1:2-Niederlage gegen VfB Oldenburg

VfB Lübeck: Die Stimmen zur 1:2-Niederlage gegen VfB Oldenburg

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Enttäuschte Gesichter nach der 1:2-Niederlage gegen VfB Lübeck: Mirko Boland und Nathaniel Amamoo.
Enttäuschte Gesichter nach der 1:2-Niederlage gegen VfB Lübeck: Mirko Boland und Nathaniel Amamoo. © Agentur 54°
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"Das 1:1 legen wir uns selbst rein." - Trainer und Spieler sind nach der knappen Niederlage enttäuscht.

VfB Lübecks Trainer Lukas Pfeiffer: „Wir haben eine griffige und gute erste Halbzeit auf den Platz gebracht. Wir wollten früh drauf gehen, sie gar nicht in den Rhythmus kommen lassen, das ist uns auch gut gelungen. Der Tiefgang hat ein bisschen gefehlt. Das 1:1 legen wir uns selbst rein. Das tut richtig weh. Dann haben wir die Kompaktheit verloren. Wir hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Der Blick geht jetzt nach vorne, wir wollen uns beweisen und uns weiterentwickeln.“

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Mirko Boland, VfB-Routinier: „Der Knackpunkt war das 1:1. Wir bringen Oldenburg ins Spiel. Solche Fehler dürfen uns nicht passieren und müssen in dieser Situation den Ball einfach wie eine Männermannschaft wegschlagen. Oldenburg hatte vorher keine Chance. Das ist der feine Unterschied. Das ist ein sehr großer Lerneffekt, wenn wir in der oberen Liga mitspielen wollen. Man auch gemerkt, dass wir etwas Neues mit dem 4-4-2-System ausprobiert haben. Wobei wir es erste Halbzeit gut gemacht haben. Der Zug nach oben ist abgefahren. Wir sind es aber den Zuschauern und Sponsoren schuldig, uns weiter reinzuhängen. Außerdem spielt jeder für seine Zukunft.“

VfB Lübeck verliert das Spiel gegen VfB Oldenburg mit 1:2. (01.04.2022)

Mirko Boland im Duell gegen Gazi Siala. Zur Galerie
Mirko Boland im Duell gegen Gazi Siala. ©

Kapitän Tommy Grupe: „Das war eine sehr gute erste Halbzeit von uns, wir waren gut im Spiel. Unser Rezept ist aufgegangen. Wir gehen nicht unverdient in Führung. Zweite Halbzeit legen wir uns das Tor zum 1:1 selber rein. Danach wurde es ein anderes Spiel.“

Leon Deichmann, Oldenburgs Verteidiger: „Das war ein sehr wichtiger Sieg. Wir sind nicht gut reingekommen, haben dann das System auf zwei 6er im Mittelfeld umgestellt. Ich bin stolz auf die Moral der Jungs. Am Ende war es ein Arbeitssieg. Wir wollen Meister werden, haben ein gutes Poster bei nur noch sechs ausstehenden Spielen.“

VfB Lübecks Sportdirektor Sebastian Harms: „Die erste Halbzeit war vom Engagement und fußballerisch gut. Oldenburg macht aus zwei Chancen zwei Tore und zeigt seine Qualität. Bei uns ist die Luft nicht raus, ganz im Gegenteil. Das ist eine wichtige Phase für die Jungs beziehungsweise ein gutes Learning. Die Fans waren total klasse, haben ein feines Gespür dafür gehabt, dass die Mannschaft ans Limit gegangen ist. Das macht Freude für die Zukunft.“

Oldenburgs Trainer Dario Fossi: „Wir haben uns sehr gut vorbereitet auf Lübeck, es hat uns aber ein bisschen mehr beeindruckt als wir uns selbst vorgestellt haben. Lübeck war da, hatte Lust, uns zu ärgern. Der Freistoß zum 0:1 war der größte Witz den es gibt. Wie wir ihn verteidigen, war katastrophal. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel in die Hand genommen. Wir haben uns entgegengestemmt und bin stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein. „


Mit Andreas Breitenberger